Schwerpunkt Stahl

Antwort auf die Stellungnahme von ThyssenKrupp

Zur Situation „Moatize Coal Mine“ in Mosambik

Am 22. September dieses Jahres machten Sie die CIR über Twitter auf das öffentliche Statement zur „Moatize Coal Mine“ auf ihrer Website aufmerksam. Sie haben das Statement als Antwort auf die Forderungen verfasst, die wir auf Ihrer Hauptversammlung am 29. Januar 2016 und in der Studie „Diebstahl“ formuliert haben.
Sie schreiben dort: "Grundsätzlich erwarten wir von unseren Lieferanten, dass sie in ihren Aktivitäten dem „thyssenkrupp Supplier Code of Conduct“ und damit den jeweils geltenden nationalen Gesetzen sowie den internationalen Standards zu Menschen- und Arbeitnehmerrechten, Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Anti-Korruption entsprechen."
Genau zu diesem Punkt der Stellungnahme fordern wir seit Januar 2016 die Erweiterung des Supplier Code of Conduct (SCoC), da dieser bei Weitem nicht ausreichend ist.

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Studie DiebSTAHL

Titelseite der Studie DiebSTAHL, durch Klicken zur Seite der Studie in unserem Shop

Ein Blick auf die Stahlindustrie und ihre Nebenwirkungen in den Abbauländern

von Stella Wendlandt

Als wichtigster Grundwerkstoff wird er bezeichnet. Stahl, eine Legierung aus Eisen, Kohlenstoff und anderen Metallen und Nichtmetallen, gilt als universell einsetzbar, egal ob als Autokarosserie, Stütze im Gebäudefundament oder Küchengerät aus Edelstahl. Unterschiedliche Legierungen machen Stahl je nach Bedarf korrosionsfest, besonders hart, hitzebeständig oder formbar. Stahl ist für die Industrie und für unseren Alltag zu einem unverzichtbaren Rohstoff geworden...

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Zur Studie: Kokskohleabbau in Mosambik

Eingang zur Kohlemine in Mosambik. Foto: Danwatch

Im Jahr 2014 bezog die deutsche Wirtschaft Kokskohle im Wert von 20,7 Mio. Euro (über 200.000 Tonnen) aus Mosambik für die heimische Stahlherstellung. Als eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in Afrika hat Mosambik für Deutschland eine strategische Bedeutung, was sich in den steigenden Kohleimporten widerspiegelt: ...

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Zur Studie: Eisenerz aus Brasilien

55 Prozent des ausländischen Eisenerzes bezieht Deutschland aus Brasilien. Doch nicht nur als Rohstofflieferant ist Brasilien bedeutsam für die Stahlhersteller, auch als Produktionsstandort wird er von deutschen Unternehmen genutzt. ThyssenKrupp betreibt gemeinsam mit dem brasilianischen Vale das ThyssenKrupp Companhia Siderúrgica do Atlântico (TKCSA) in Rio, das größte Stahlwerk Lateinamerikas...

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Zur Studie: Die Sorgen der Stahlindustrie

Die Beispiele aus Brasilien und Mosambik bestätigen, dass der Abbau und die Nutzung von Rohstoffen für die Stahlherstellung Menschenrechte verletzen – und dass sich die betroffenen Unternehmen nicht in der Verantwortung sehen, auf eine konfliktfreie Lieferkette zu achten. Neben Eisenerz und Kokskohle sind weitere Metalle und Nichtmetalle für die Stahlindustrie relevant, wie z.B. Wolfram aus Kolumbien, Nickel von den Philippinen oder Kupfer aus Mexiko. Sie werden für die Legierung von Stählen verwendet und sind oft konfliktbehaftet. Der Blick in die CSR-Initiativen der Stahlhersteller zeigt, dass die Thematik der konfliktfreien Lieferkette bislang kaum Beachtung findet. Ihre Sorgen äußert die Stahlindustrie indes an anderer Stelle: ...

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ThyssenKrupp nimmt Menschenrechtsverletzungen für Stahlproduktion in Kauf

Anna Backmann (CIR) konforniert ThyssenKrupp mit Menschenrechtsverletzungen durch Zulieferer in Mosambik.
Anna Backmann (CIR) konforniert ThyssenKrupp mit Menschenrechtsverletzungen durch Zulieferer in Mosambik. Foto: CIR

29.01.2016 - Münster/Bochum. Die Christliche Initiative Romero e.V. konfrontiert ThyssenKrupp auf seiner Hauptversammlung mit Menschenrechtsverletzungen in Mosambik. Die Kokskohlelieferanten von Europas größten Stahlherstellern ThyssenKrupp, ArcelorMittal und Tata Steel Europe verletzen Menschenrechte in Mosambik. Das geht aus einer gemeinsamen Studie von Christlicher Initiative Romero (CIR) und Danwatch hervor.

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