Stimmen des Widerstands
Bernardo Belloso von unserer Partnerorganisation CRIPDES, El Salvador. Foto: CIR
Esperanza Ortega, Aktivistin

Esperanza Ortega, Aktivistin der Gemeinde Arcatao, findet deutliche Worte auf die Frage, wer am meisten vom Goldbergbau profitiert: "Die Superreichen ... Sie halten Ausschau, welche Länder sie am besten für ihre Reichtümer plündern können." Warum sie gegen den Goldbergbau in ihrer Gemeinde ist, erklärt sie im Rahmen der internationalen Kampagen "Stop Mad Mining – For Ethical Mining and Resource Consumption".

Filipe Tobar, Bürgermeister

San José las Flores war eine der ersten Gemeinden, die sich gegen den Bergbau gerichtet hat", sagt der Bürgermeister der Gemeinde Filipe Tobar. Zuvor hat die Gemeinde die Bevölkerung über die Folgen des Bergbaus aufgeklärt, so Tobar im Interview Tobar.

Ana Dubon, Journalistin

Wer Goldschmuck trägt drückt damit nicht Reichtum, sondern Gleichgültigkeit gegenüber den Folgen des Goldbergaus aus, findet Journalistin Ana Dubón. 

Teófilo Córdova, Bürgermeister

Teófilo Córdovaberichtet, Bürgermeister der salvadorianischen Gemeinde Nueva Trinidad, berichtet über den Kampf gegen den Goldbergbau in seinem Ort. Die Menschen in Nueva Trinidad sind auf sauberes Trinkwasser angewiesen. Er spricht sich gegen den Goldbergbau aus, weil er das Wasser und damit die Lebensgrundlage der Menschen in Nueva Trinidad gefährdet. Am 29. März stimmten in einer lokalen Volksbefragung etwa 99 Prozent der Bewohner*innen gegen den Abbau.

Nein zum Abbau metallischer Rohstoffe

Arcatao stimmt als vierte Gemeinde in El Salvador gegen den Goldabbau

09. November 2015 –  In der vierten Volksbefragung im Departamento Chalatenango stimmten 99,6 Prozent der Dorfbewohner*innen gegen den Goldbergbau. Die CIR begleitete das Referendum als internationale Wahlbeobachterin im Rahmen der Kampagne "Stop Mad Mining" und gratuliert der Partnerorganisation CRIPDES zu dem Ergebnis.

Zuvor hatten die Gemeinden Nuevo Trinidad, San José Las Flores und San Isidrio ebenfalls mit überwältigender Mehrheit gegen den Goldbergbau gestimmt.

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Gold in El Salvador – Die Bevölkerung setzt sich zur Wehr

Für viele Gemeinden in El Salvador ist Bergbau überhaupt keine Option. Das Beispiel der Gemeinde San Sebastián im Zentrum des Landes zeigt, was der metallische Bergbau anrichtet: Obwohl das US-amerikanische Bergbau-Unternehmen Commerce-Group dort seit den 80ern kein Gold mehr abbaut, sind die Gewässer und Felder immer noch stark mit Chemikalien kontaminiert. Und es treten immer häufiger seltsame Krankheiten auf. Trotz dieser Folgen wollen viele Unternehmen die Bergbauaktivitäten wieder aufnehmen. Die Regierung hat mehrere Explorationsprojekte genehmigt, die schon jetzt Umweltschäden verursacht haben und zu sozialen Konflikten geführt haben. Für internationale Aufmerksamkeit sorgt kürzlich die Klage des kanadischen Konzerns Pacific Rim, der den Staat El Salvador vor dem Internationalen Zentrum für die Beilegung von Investitionsstreitigkeiten verklagte, nachdem dieser eine Verlängerung einer Förderlizenz für die Mine El Dorado verweigert hatte.

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