Schwerste Regenfälle in Mittelamerika

- In El Salvador werden Kinder aus den Fluten gerettet.
Mittelamerika leidet unter heftigsten Regenfällen
Zentralamerika litt im Oktober tagelang unter heftigsten Regenfällen und Erdrutschen. Besonders an der Pazifikküste sind weite Gebiete verwüstet worden. Der Hurrikan Jova und die tropische Depression 12 sind über Nicaragua, El Salvador und Guatemala hinwegezogen und haben viel Zerstörung angerichtet. Alle küstennahen Bezirke haben mit Überschwemmungen zu kämpfen. Tausende Menschen mussten in Notunterkünften untergebracht werden.
Sowohl in El Salvador als auch in Guatemala forderten die Unwetter bisher jeweils mehr als 30 Menschenleben. In jedem Land sind über 30.000 Menschen von den schweren Schäden betroffen. Für viele Länderteile wurde der Notstand ausgerufen.
Die Christliche Initiative Romero hat 20.000 US Dollar als unmittelbare Soforthilfe an Partnerorganisationen in El Salvador und Guatemala geleistet.
Diese Organisationen haben engen Kontakt zu ihrer Basis in den von den heftigen Regenfällen betroffenen Gebieten, die dringend Hilfe benötigen. Momentan handelt es sich vor allem um Nahrungsmittel, Decken, Kleider und Zelte und medizinische Hilfe für die zunehmend von Durchfallerkrankungen betroffenen Personen.
In El Salvador unterstützen wir die Notfallhilfe der Partnerorganisationen des Gemeindeverbandes Cripdes, der Frauenorganisation ORMUSA, der Las Mélidas-Frauen und von Bauernorganisationen.
Hier sehen Sie wie unsere Partnerorganisation ORMUSA die Regenopfer mit Carepaketen versorgt, die elementare Nahrungsmittel und Hygieneartikel enthalten.
In Guatemala ist es die Maya-Frauenorganisaton Conavigua und der Bauernverband Acomnat in San Marcos, die über weite Netze von Mitgliedsgemeinden verfügen und die Unterstützung dort einsetzen, wo sie am meisten gebraucht wird. Da auch ein Großteil der Ackerflächen in beiden Ländern zerstört wurde, muss auch Nahrungsmittelhilfe geleistet werden, um den Verlust von Mais- und Bohnenkulturen auszugleichen.
Es ist mittlerweile schon das dritte Jahr in Folge, in der die Region von massiven Regenfällen in der Herbstzeit betroffen ist. Zunächst war es der Hurrikan Ida, dann im letzten Jahr Agatha und nun die sogenannte Depression 12. Die Folgen des Klimawandels sind in Mittelamerika besonders stark zu spüren.
Um den PartnerInnen in Mittelamerika die Organisierung der Notfallhilfe zu ermöglichen, brauchen wir Ihre Unterstützung! Bitte spenden Sie online oder per Überweisung auf das CIR-Konto unter dem Stichwort: „Regenopfer El Salvador“ oder "Regenopfer Guatemala". Danke!
El Salvador ist weltweit das anfälligste Land für Naturkatastrophen!
Bedingt durch den Klimawandel wird das Unwetter, das momentan in ganz Mittelamerika zu Erdrutschen und Überflutungen führt, nicht das letzte sein.
Einen aufschlussreichen Artikel zum Thema von Toni Keppeler aus der taz am 18.10.11 finden Sie hier.




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