Sitrasacosi / Hermosa
Estela Ramirez, Präsidentin von SITRASACOSI, spricht bei einer Versammlung ins Mikrofon. Sie hat ein dickes Ringbuch in der Hand und im Hintergrund ist ein Wandgemälde von Che Guevara.
Die Präsidentin von SITRASACOSI, Estela Ramirez, gibt nicht auf. Foto: Estelita von Redes.org.sv, CC BY-NC-ND 3.0

Gemeinsam für Würde und Arbeitsrechte

Der salvadorianische Gewerkschaftsverbund SITRASACOSI wurde von Maquila-Näherinnen gegründet, die bis 2005 in der Fabrik Hermosa unter anderem für Adidas gefertigt hatten und die vom Besitzer geschlossen wurde, als die Frauen eine Betriebsgewerkschaft gründeten, um ihre Arbeitsrechte besser durchsetzen zu können. Gemeinsam mit den Näher*innen hat die CIR Adidas seit dem Jahr 2000 mit den Missständen in der Fabrik konfrontiert, ohne dass Adidas seiner Verantwortung nachgekommen wäre.

Gewerkschafterinnen kämpfen weiter

Seitdem stehen die Arbeiter*innen auf sogenannten schwarzen Listen, finden in keiner anderen Fabrik mehr eine Anstellung. Das konnte sie nie entmutigen: Mittlerweile haben sie SITRASACOSI als gewerkschaftliches Dach gegründet, unter dem sich mehrere Fabrikgewerkschaften organisieren. Die Präsidentin ist Estela Ramirez. Sie war auch der Kopf der Hermosa-Gewerkschafterinnen und auf CIR-Einladung schon mehrmals für Vorträge in Deutschland. In diesem Rahmen  sprach sie auch bei der Adidas-Aktionärsversammlung als „kritische Aktionärin“ und konfrontierte die Aktionär*innen direkt mit den Arbeitsrechtsverletzungen, die bei der Produktion für Adidas-Reebok vorkommen.

Eine starke Gemeinschaft, die Solidarität verdient!

Die meisten Mitglieder von SITRASACOSI sind Frauen, Näherinnen in verschiedenen Maquilas (Bekleidungs-Weltmarktfabriken). Mittlerweile kennen alle ihre Rechte in den Betrieben. Und sie fordern sie ein. Das führt oft zu Konflikten mit den Vorgesetzten, aber hat sie als Gewerkschaft zusammengeschweißt. Und wenn eine von ihnen krank ist oder das Geld für den Sarg eines verstorbenen Familienmitgliedes fehlt, dann wird zusammengelegt. Alle sind arm, aber sie stützen sich. Und sie wissen, warum sie arm sind: weil einige Wenige zu viel haben und weil die Markenunternehmen den Großteil der Gewinne einstecken.

Die CIR unterstützt SITRASACOSI mit Geld für Fahrt- und Kommunikationskosten, Schulungen und Zuschüssen zum Lebensunterhalt für die ehrenamtlich arbeitenden Funktionsträgerinnen. Sonst wäre die vielfältige und effektive Arbeit der kleinen Gewerkschaft nicht möglich.

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Ihr Ansprechpartner

Maik Pflaum

Länderreferent
El Salvador
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