Coordinadora Nacional de Viudas de Guatemala/CONAVIGUA
Frauen demonstrieren für mehr Teilhabe.
Frauen demonstrieren für mehr Teilhabe.

Der Diskriminierung indigener Frauen ein Ende setzen

CONAVIGUA kämpft für historische Wiedergutmachung und integrale Entwicklung

Etwas weniger als die Hälfte der guatemaltekischen Gesellschaft ist indigen und lebt auf dem Land. Aber ihre Lebensbedingungen unterscheiden sich krass von denen der städtischen Bevölkerung und sind ungleich schlechter. Insbesondere indigene Frauen leiden unter der Armut, Analphabetentum und schlechter Gesundheitsversorgung. Die Analphabetinnenrate liegt bei indigenen Frauen gar bei über 60 Prozent. Womit die geringe Teilhabe an der Gesellschaft deutlich zu Tage tritt.

Der indigene Witwen- und Frauenverband CONAVIGUA (Coordinadora Nacional de Viudas de Guatemala, deutsch: nationale Koordination der Witwen in Guatemala) tritt als Interessensvertretung für indigenen Frauen verschiedener Ethnien (k’iche, kaqchikel, k’ekchi’ und mam) in Guatemala auf. CONAVIGUA wendet sich gegen Diskriminierung und tritt für die Aufdeckung der Menschenrechtsverletzungen während des Bürgerkriegs ein. Sie fordern ein besseres Bildungssystem, das dazu beiträgt, die ethnische Diskriminierung zu beseitigen und Aufstiegschancen für die indigene Bevölkerung bewirken kann. CONAVIGUA kämpft für mehr Gerechtigkeit in den Lebensbedingungen zwischen Mestizen und Indigenas, tritt für Maya-Frauen ein und unterstützt die Wiedergutmachung für erlittene Bürgerkriegsverbrechen.

CONAVIGUA vereint Mitgliedergruppen aus den Provinzen El Quiché, Alta Verapaz, Sololá, Chimaltenango und Totonicapán – einem Gebiet, das während des Bürgerkriegs starken Repressionen ausgesetzt war und bis heute zu den ärmsten Regionen des Landes zählt. Mit den Mitgliedsgruppen wird besprochen, welche Schwerpunkte jedes Jahr gewählt werden, um Einfluss auf die politischen EntscheidungsträgerInnen zu nehmen.

Die CIR unterstützt CONAVIGUA in verschiedenen Projekten. Alphabetisierungskurse werden mit kleinen Anreizen zum Anlegen von Gemüsegärten verbunden, um den Maya-Frauen ein besseres Auskommen zu sichern. In einem weiteren Projekt unterstützt die CIR die CONAVIGUA-Frauen dabei, ihre Ansprüche bei der Wiedergutmachungskommission durchsetzen zu können. Die CIR unterstützt CONAVIGUA bei der Rechtsberatung und trägt so zu einer Stärkung der indigenen Frauen in Guatemala bei. In Trainings und Schulungen lernen sie, ihre eigenen Forderungen in den Gemeinderäten einzubringen und durchzusetzen.

Die Christliche Initiative Romero (CIR) unterstützt die Vorhaben des indianischen Frauenverbandes CONAVIGUA seit ihrer Gründung 1988.

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Weitere Informationen finden Sie unter: www.conavigua.org.gt

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Ihr Ansprechpartner

Albrecht Schwarzkopf

Länderreferent
Guatemala
Öffnet einen E-Mail-Link zum VersandschwarzkopfnoSpam@ci-romero.de

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