Asociación de Mujeres Ixpiyakok/ ADEMI-Ixpiyakok
Gemeinsam lernen Maya-Frauen und Maya-Hebammen wie Gesundheitsrisiken vor und nach der Schwangerschaft vermieden werden können.
Gemeinsam lernen Maya-Frauen und Maya-Hebammen wie Gesundheitsrisiken vor und nach der Schwangerschaft vermieden werden können.

Müttersterblichkeit verringern

Ixpiyakok-Frauen stärken Maya-Hebammen

Die Müttersterblichkeit bei der indianischen Bevölkerung Guatemalas ist mit 210 Frauen von 100.000 fünfmal höher als in der Bevölkerungsgruppe der Mestizen. Zum Vergleich: In Europa liegt die Müttersterblichkeit bei etwa zehn von 100.000 Frauen.

Um diese alarmierende Zahl zu verringern, betreibt die Maya-Frauenorganisation ADEMI (Asociación de Mujeres Ixpiyakok) die Fortbildung von traditionellen Maya-Hebammen. Die Frauenorganisation mit Sitz in Tecpán im indianischen Hochland Guatemalas in der Provinz Chimaltenango betreibt ihre Arbeit in den umliegenden Gemeinden, in denen die Maya-Sprache kaqchiquel gesprochen wird, sowie in einer Gemeinde, in der man quiché spricht.

Die hohe Müttersterblichkeit unter den Maya-Frauen ist eine Folge der krassen Unterversorgung in ländlichen Gebieten. Es besteht ein Mangel an Erster Hilfe und weitergehender medizinischer Versorgung. In eher zentral gelegenen Krankenhäusern werden die indianischen Sprachen nicht ausreichend gesprochen, sodass sich viele Maya-Frauen dort nicht verständlich machen können. Häufig besteht seitens der Männer zudem die Furcht, ein Krankenhausaufenthalt bzw. eine stationäre Behandlung sei zu teuer. Aus all diesen Gründen trifft der Familienrat häufig die Entscheidung gegen eine Krankenhauseinweisung bei problematischen Schwangerschaften.

Angesichts dieser Situation sind die traditionellen Hebammen in ländlichen Gemeinden Guatemalas der einzige Anlaufpunkt für indianische Frauen, wo sie ihre Kultur respektiert wissen. Die Organisation ADEMI weiß um die Bedeutung der Maya-Hebammen und bietet daher Fortbildungsprogramme für Maya-Hebammen an. Sie helfen den Hebammen, besser auf ihre teilweise sehr komplizierten medizinischen Fälle vorbereitet zu sein und vermitteln auch Verständnis für das offizielle Gesundheitssystem. Sie erfahren, wie sie die Formalien für eine Patientinnenüberweisung erfüllen und damit traditionelle und schulmedizinische Arbeit verknüpfen können. Dabei geht es darum, das Gesundheitssystem der indianischen Völker mit grundlegenden medizinischen Erkenntnissen der Hygiene und Schwangerschaftsbetreuung zu kombinieren. Das traditionelle Wissen der Mayas und ihrer Hebammen geht nicht verloren, sondern wird bewahrt und gestärkt.

Die Frauenorganisation ADEMI-Ixpiyakok wurde im Jahr 1994 gegründet. Die Ixpiyakok-Frauen richten ihre Tätigkeiten vor allem im Rahmen von Gesundheits- und Bildungsprogrammen auf indianische Frauen aus. Der partizipative Ansatz sowie der Kampf gegen Marginalisierung und Diskriminierung sind von hohem Stellenwert. Die Christliche Initiative Romero (CIR) unterstützt die Organisation seit 2008.

Bitte unterstützen Sie die Frauenorganisation ADEMI-Ixpiyakok bei der Umsetzung des Projekts zur Fortbildung traditioneller Hebammen mit einer Spende online unter nachstehendem Spendenformular oder per Überweisung unter dem Spendenstichwort „Hebammen in Guatemala“.

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Ihr Ansprechpartner

Albrecht Schwarzkopf

Länderreferent
Guatemala
Öffnet einen E-Mail-Link zum VersandschwarzkopfnoSpam@ci-romero.de

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