Equipo de Reflexión, Investigación y Comunicación (ERIC)
Ein Moderatorenduo vor den Mikros, im Hintergrund ein großes Banner mit Logo von Radio Progreso
Radio Progreso informiert die Bevölkerung über Widerstandsbewegungen gegen Großprojekte.

Regional und international für Menschenrechte im Bergbausektor!

Ein Programm zur Stärkung und Vernetzung der Zivilgesellschaft

Der Bergbau ist seit Beginn der 1990er in Mittelamerika auf dem Vormarsch und verbraucht enorme Mengen an Land und Wasser. Der Abbau von Gold und anderen Metallen in Tagebauen hat nicht nur aufgrund der hochgiftigen Zyanidlaugung gravierende Umweltfolgen. Er führt auch zu sozialen Konflikten, die nicht selten in Gewalt münden. In El Salavador, Guatemala, Honduras und Guatemala unterstützen Organisationen betroffene ländliche Gemeinden in ihrem Widerstand. Sie versuchen bestehende Bergbaugesetze zu ändern und fordern von transnationalen Bergbauunternehmen die Einhaltung der Menschenrechte ein. Doch die den Bergbau unterstützenden Kräfte in Politik und Wirtschaft sind stark. Vor allem in den letzten Jahren ist die gezielte Ermordung von Aktivist*innen leider zu einer üblichen Terrorstrategie geworden. Um Mensch und Natur vor rücksichtslosen Formen des Bergbaus zu schützen, hat die CIR ein regionales Programm zur Stärkung zivilgesellschaftlicher Organisationen angestoßen. Das Ziel des Programms ist es nicht nur, einzelne Organisationen in den Ländern gezielt finanziell zu unterstützen. Es soll auch die regionale Vernetzung und Solidarität zwischen den Organisationen in den einzelnen Ländern gefördert werden - ein Aspekt, der bisher weitgehend fehlte. Auf diese Weise können die Organisationen Erfahrungen über ihre Umwelt- und Menschenrechtsarbeit austauschen und sind auch auf internationaler Ebene gestärkt, wenn es darum geht, von transnationalen Konzernen verantwortungsvolles Handeln einzufordern. Das Equipo de Reflexión, Investigación y Comunicación (ERIC) ist als eine von vier Organisationen Teil des Programms.

Seit dem Staatstreich 2009 wurden in Honduras zahlreiche Konzessionen für Bergbauprojekte vergeben. Zivilgesellschaftliche Organisationen schätzen die Fläche für die Erkundung und den Abbau on Metallen auf ca. 70 Prozent der Landesfläche. Parallel dazu hat die Gewalt gegen Bergbaugegner*innen stark zugenommen – sowohl von Seiten des Militärs und der Unternehmen als auch krimineller Organisationen. Das Equipo de Reflexión, Investigación y Comunicación, (Team zur Reflexion, Investigation und Kommunikation) leistet nicht nur juristische Beratungsarbeit für Gemeinden im Widerstand gegen Bergbauprojekte sondern betreibt auch erfolgreiche Kampagnenarbeit. Der Radiosender der Organisation „Radio Progreso“ verbindet musikalische Unterhaltung mit politischer Aufklärung und Diskussion. In Zeiten der Repression ist dies ein wichtiges Instrument der öffentlichen Kommunikation.

Hier können Sie bei Radio Progreso reinhören.

Mehr über das Programm zu Bergbau, Umwelt und Menschenrechten in Mittelamerika

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Ihre Ansprechpartnerin

Kirsten Clodius

Länderreferentin für Honduras
Öffnet einen E-Mail-Link zum VersandclodiusnoSpam@ci-romero.de

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