Partner & Projekte – Honduras/Frauen

Einsatz für Frauenrechte

CDM stärkt lokale Frauenkollektive

Frauen leben in Honduras gefährlich. Straflosigkeit und Korruption, eine hohe Gewaltbereitschaft und die unverhältnismäßige Gewaltanwendung der offiziellen Sicherheitskräfte beeinträchtigen die Einhaltung der Menschenrechte und erzeugen ein Klima der Angst und Unsicherheit. Gewalt gegen Frauen ist an der Tagesordnung und durchzieht die honduranische Gesellschaft in allen Lebensbereichen.

Ein hoher Anteil der gewaltsamen Übergriffe an Frauen geschieht im häuslichen und familiären Umfeld. Zunehmend ist in Honduras auch ein Anstieg der Tötungsdelikte mit weiblichen Opfern, sogenannte feminicidios, zu beobachten. Nur die wenigsten Fälle von gewaltsamen Übergriffen gegen Frauen und von Frauenmorden werden strafrechtlich verfolgt.

Juristischer und emotionaler Beistand bei gender-spezifischer Gewalt

Das Centro de Derechos de Mujeres (Zentrum für Frauenrechte) in Honduras setzt sich seit 20 Jahren dafür ein, die ungleichen Machtstrukturen zwischen den Geschlechtern zu vermindern und die Rechte von Frauen zu stärken. Um diese Rechte besser durchzusetzen, fördert und stärkt das CDM lokale Frauenkollektive.

Diese bestärken Frauen beispielsweise in einer aktiven Teilnahme am bürgerlichen und politischen Leben und der Übernahme von Führungsrollen, versuchen gender-spezifischer Gewalt vorzubeugen, Betroffene und Überlebende zu beraten und emotional zu unterstützen sowie den Rechtszugang von Frauen zu stärken. In diesem Zusammenhang spielt auch die juristische und politische Lobbyarbeit sowie die juristische Begleitung von Frauen durch das CDM eine zentrale Rolle. Ferner unterstützt CDM Jugendorganisationen und macht Bildungsarbeit mit Fokus auf sexuellen und reproduktiven Rechten.

Ein weiteres wichtiges Arbeitsfeld ist die Einforderung und Überwachung der Einhaltung von Arbeitsrechten, besonders in den Maquilas, den Textilfabriken für den weltweiten Export, in denen hauptsächlich Frauen eine Anstellung finden und die für die Missachtung der Menschen- und Arbeitsrechte sowie Diskriminierungen am Arbeitsplatz bekannt sind.

Wichtige Erfolge

Durch die Arbeit von CDM konnten gerade auf politischer Ebene bereits wichtige Erfolge erzielt werden: Lokale Behörden kommen endlich ihrer Verpflichtung nach, Frauenrechte durchzusetzen und es wurden „Kommunale Büros der Frau“ gebildet, welche wichtige Räume für Frauen in der städtischen Struktur geschaffen haben. Das CDM leistet damit einen bedeutenden Beitrag auf dem langen und steinigen Weg hin zu einer demokratischen, gerechten und gleichen Gesellschaft in mittelamerikanischen Land Honduras.

NEU: CDM bildet Menschenrechts-Verteidiger*innen aus

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützen wir CDM bei der Ausbildung von weit über hundert Menschenrechts-Verteidiger*innen in der Region Santa Bárbara. So werden in jeder Gemeinde Multiplikator*innen über die Rechte von Indigenen, Frauen und Arbeiter*innen geschult. Ihr Wissen - wie man sich beispielsweise politische und strategisch für ihre Rechte einsetzt - geben sie dann an ihre Gemeinde weiter.

Darüber hinaus werden im Rahmen einer Kooperation mit dem lokalen Umweltverband MAS Frauen-Themen auf die öffentliche Agenda gesetzt und die Bevölkerung zum Beispiel durch Radiospots für die Diskriminierung sensibilisiert.

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Ihre Ansprechpartnerin

Kirsten Clodius

Länderreferentin für Honduras
Öffnet einen E-Mail-Link zum VersandclodiusnoSpam@ci-romero.de

Geprüft + empfohlen

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