Supermarkt-Kampagne Supply Cha!nge

Marktkonzentration schreitet voran!

Auszug aus der EDEKA Prospekt-Persiflage
Auszug aus der EDEKA Prospekt-Persiflage © Wigwam eG

"Wir lieben Lebensmittel" - der Slogan steht nicht für den netten Tante-Emma-Laden, sondern für das größte von nur vier Unternehmen, die den deutschen Lebensmittelmarkt beherrschen. Die "Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler", kurz EDEKA, verfügt über ein Netz aus über 13.000 Filialen, einen Jahresumsatz von 50 Milliarden Euro und kassiert jeden vierten Euro, den Verbraucher*innen in Deutschland für Lebensmittel ausgeben. Der Verbund setzt auf Marktdurchdringung: So unterhält die EDEKA insgesamt 15 eigene Fleischwerke, betreibt 17 regionale Großbäckereien und mit dem Unternehmen Sonnländer stellt die EDEKA eigene Fruchtsäfte her. Der EDEKA-Verbund zählt außerdem mit insgesamt 351.500 Mitarbeiter*innen zu den größten Arbeitgeber*innen in Deutschland.

Die Schattenseite: Beschäftigte wurden massiv unter Druck gesetzt, Werkarbeiter*innen über Jahre wie Festangestellte eingesetzt, ohne entsprechende Entlohnung. EDEKA darf nicht länger auf Kosten der Arbeiter*innen Rekordgewinne einfahren, ohne Verantwortung zu übernehmen.

Unterstützen Sie uns, die Kritik an den Arbeitsbedingungen in die Filialen und zu den Verantwortlichen in den Chefetagen zu tragen!

Machen Sie mit:

  • Oder twittern Sie mit #Wirliebenbillig und #EDEKA, dass Sie Ausbeutung zum Schnäppchenpreis ablehnen.

  • Machen Sie sich schlau über die Hintergründe Ihrer Lebensmittel. Die brandneue Studie "Unser täglich Fleisch" deckt die sozialen und ökologischen Produktionsbedingungen der so beliebten Chicken Nuggets von EDEKA & Co. auf. Die Studie kann ab jetzt vorbestellt werden und ist ab März lieferbar.

In der Kritik:

Erneut Arbeitsrechtsverletzungen bei der Herstellung von Chicken Nuggets

Eines pinkes Huhn auf dem Umriss Brasiliens ziert das Cover der Studie 'Unser täglich Fleisch'
Grafik: Wigwam eG

Über Schnittwunden, Arbeitsunfälle, chronische Gelenkschmerzen bis hin zur Berufsunfähigkeit berichten Arbeiter*innen in brasilianischen Schlachtfabriken, die auch für den deutschen Einzelhandel Hühnerformfleisch fertigen. Gemeinsam mit unseren Partner*innen von Reporter Brasil haben wir die Arbeitsbedingungen in Brasilien und die Wege des Geflügelfleisches in Deutsche Supermärkte untersucht.

Studie 'Unser täglich Fleisch' hier bestellen.

SupplyChainge – Make Supermarkets Fair

SUPPLY CHA!NGE – Make Supermarkets Fair


Zur offiziellen Kampagnenseite www.supplychainge.org

Supermärkte setzen in den vergangenen Jahren verstärkt auf Eigenmarken. Schon dieses Jahr wird ihr Anteil am globalen Lebensmittelhandel 40% betragen. Kund*innen greifen gezielt zu Eigenmarken, da diese im Vergleich zu den etablierten Marken günstiger sind. Doch der Preis dafür ist oft ein großer Druck auf die Lieferant*innen, der im Extremfall zu Preisdumping und Ausbeutung der Menschen, die die Waren produzieren, führt. Die Supermärkte haben durch ihre hohen Umsatzzahlen eine große Marktmacht und fördern unfaire Handelsbedingungen.

Beispiele dafür sind:

  • einseitige Senkung der Preise ohne Absprache mit den Lieferbetrieben
  • Rückwirkende Änderung der Vertragsbedingungen
  • Übermäßige Verlagerung von Kosten und Risiken auf Lieferanten
  • Unfaire Beendigung der Lieferbeziehung
  • Kurzfristige Änderung der Bestellung
  • Drohung, die Handelsbeziehung zu beenden, wenn anspruchsvolle Anforderungen nicht erfüllt werden
  • Berechnung überhöhter Strafen wenn Liefermengen nicht erfüllt werden


Diese Geschäftspraktiken sind nur wenigen bekannt. Deshalb wollen wir mit der Kampagne SUPPLY CHA!NGE etwas Licht ins Dunkel bringen und die Konsument*innen über die bestehenden Probleme informieren. Denn wenn Eigenmarken fairer produziert würden, hätte das positive Auswirkungen auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen und auf die Umwelt des globalen Südens.

Unser Ziel ist es:

  • Die Arbeitsbedingungen im globalen Süden für die Arbeiter*innen zu verbessern
  • Dass die Löhne so angepasst werden, dass die Menschen davon auch leben können
  • Einkaufspraktiken zu verbessern, damit sich die Arbeitsbedingungen entlang der Lieferketten verbessern können
  • Transparenz entlang der Lieferketten der Supermärkte zu schaffen
  • Die Arbeiter*innen entlang der Lieferketten bei der Organisation zu unterstützen und sich solidarisch mit ihnen zu sein
  • Konsumgewohnheiten in Europa verbessern
  • Ökologische Standards im globalen Süden verbessern
  • Umweltbelastung in der Produktion von Lebensmitteln verringern
  • Die Produktion von nachhaltigeren Lebensmitteln zu fördern
  • Die Auswirkungen der Lebensmittelproduktion auf die Umwelt zu messen und offenzulegen
  • Dass auch Regierungen in den Produktions- und in den Konsumländern in diesen Prozess eingebunden werden

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Kampagnenseite www.supplychainge.org

Ihre Ansprechpartnerin

Portrait von Sandra Dusch Silva

Sandra Dusch Silva

Arbeitsrechte, Ethischer Konsum, Supermärkte,
Grüne Mode

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Ihr Ansprechpartner

Peter Knobloch

Peter Knobloch

Supermarkt-Kampagne
SUPPLY CHA!NGE

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Portrait Thorsten Moll

Thorsten Moll

Ethischer Konsum, Supermärkte, Kampagne für Saubere Kleidung
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Portrait von Daisy Ribeiro

Daisy Carolina Tavares Ribeiro

Orangensaft

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