ProNATs

Fabiola, Mitarbeiterin von MANTHOC, berichtet über die Rechte arbeitender Kinder und Jugendlicher.

Arbeitende Kinder richten Beschwerde gegen die ILO an den UN-Kinderrechtsausschuss

Von ProNATs e.V.

Aktualisiert am 15.11.2017 - Die Lateinamerikanische und Karibische Bewegung arbeitender Kinder (MOLACNATs) hat sich am 11. November mit einer Beschwerde gegen die Verletzung der Kinderrechte an den UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes gewandt. Anlass ist die IV. Weltkonferenz über die nachhaltige Ausrottung der Kinderarbeit, die die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) vom 14. bis 16. November in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires veranstaltete. Der Antrag der Kinder, an dieser Konferenz teilzunehmen, war mit dem „Argument“ abgelehnt worden, ihre Anwesenheit gefährde die „Sicherheit“, da sie noch nicht 18 Jahre alt seien.

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Internationales Forum zu Politikalternativen mit arbeitenden Kindern

Von ProNATs e.V.

Aktualisiert am 05.11.2017 - Vom 16. bis 18. Oktober 2017 fand in der bolivianischen Metropole La Paz ein Internationales Forum statt, auf dem über alternative Politikansätze mit arbeitenden Kindern beraten wurde. An dem Forum nahmen ca. 250 Personen teil, darunter Wissenschaftler_innen und Praktiker_innen aus vier Kontinenten. Sie diskutierten in zahlreichen Workshops mit arbeitenden Kindern aus mehreren Ländern Lateinamerikas und Afrikas. Aus Indien waren zeitweise ebenfalls arbeitende Kinder per Videokonferenz zugeschaltet. Das Forum wurde von der bolivianischen Stiftung La Paz und dem Solidaritätsnetzwerk europanats in Koordination mit der lateinamerikanischen, afrikanischen und indischen Bewegung arbeitender Kinder veranstaltet.

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Logo des Internationalen Forums in Bolivien

Internationales Forum mit arbeitenden Kindern in La Paz, Bolivien

Vom 16. - 21. Oktober 2017 treffen sich in der Universität Mayor de San Andrés in La Paz, Bolivien, Vertreter*innen der Bewegungen arbeitender Kinder und Jugendlicher, Wissenschaftler*innen und andere Fachleute aus vier Kontinenten, um Konzepte und Praxis des Schutzes und der Förderung der Rechte arbeitender Kinder zu diskutieren.

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Welttag der Rechte arbeitender Kinder und Jugendlicher

EuropaNATs ist ein Zusammenschluss europäischer Organisationen, die sich weltweit für die Rechte von arbeitenden Kindern und Jugendlichen einsetzen. Die ersten Bewegungen arbeitender Kinder und Jugendlicher  (NNATs: Niños, Niñas y Adolescentes Trabajadores) entstanden in den 1970er Jahren in Lateinamerika, später dann in Asien und Afrika. Heute arbeiten die Bewegungen in internationalen Netzwerken zusammen und erreichen  Millionen Kinder und Jugendliche, die sich aktiv gegen Ausbeutung bei der Arbeit wehren und für eine gerechte Arbeit und bessere Möglichkeiten der Schul- und Ausbildung kämpfen.

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MOLACNATS fordert Einhaltung der Rechte arbeitender Kinder

Anlässlich des 7. Weltkongresses für die Rechte der Kinder und Jugendlichen, der vom 16.-18. November in Paraguay stattfand, hat die Bewegung der arbeitenden Kinder Lateinamerikas und der Karibik (MOLACNATS) eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie die Einhaltung der Rechte arbeitender Kinder und Jugendlicher fordert. Hintergrund ist der Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November und eine von der Internationalen Arbeitsorganisation für 2017 in Argentinien geplante Weltkonferenz gegen Kinderarbeit.

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Mit 10 Jahren Geld verdienen?

Das neue Gesetz, das Kindern in Bolivien das Arbeiten ab 10 Jahren erlaubt, bleibt umstritten. Wir meinen, der positive Ansatz sollte auf konsequente Umsetzung hin weitergedacht werden.

Von Gesche Hausin

Ein kontroverseres Gesetz könnte es wohl kaum geben: 14 Artikel zur Legalisierung von Kinderarbeit. Doch was auf den ersten – vor allem europäischen – Blick skandalös erscheint, wird von vielen Kindern in Lateinamerika und unseren Partnerinnen positiv gesehen. Anfang August trat in Bolivien ein neues Gesetz in Kraft, das es Kindern ab 10 Jahren offiziell erlaubt, einer außerhäuslichen Tätigkeit nachzugehen – unter klar definierten, würdigen Bedingungen. Bislang galt dies nur für Kinder ab 14 Jahren. Grundvoraussetzung ist immer, dass durch die Arbeit der Schulbesuch nicht gefährdet wird. Kinder dürfen keiner gesundheitsschädlichen, entwicklungshemmenden, ausbeuterischen, entwürdigende Arbeit nachgehen. Dazu gehören beispielsweise Tätigkeiten in der Zuckerrohr- und Kastanienernte, bestimmte Arbeiten im Bergbau und in Ziegeleien oder im Rotlichtgewerbe. Grundsätzlich darf nicht nach 22 Uhr gearbeitet werden.

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Deutschlands fleißige Kids

Auch deutsche Kinder und Jugendliche wollen und müssen arbeiten

Der Soziologe und Kinderrechtsexperte Manfred Liebel, Vorstandsmitglied der Christlichen Initiative Romero, fordert in einem Artikel für die FAS ein Umdenken beim Thema "Kinderarbeit" in Deutschland. "Liebel [..] sieht Kinder als soziale Akteure, die einen wirtschaftlichen Beitrag leisten und soziale Anerkennung verdienen". Auch die Christliche Initiative Romero setzt sich dafür ein, die Rechte arbeitender Kinder zu stärken und sieht im generellen Verbot daher keine Lösung.

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Arbeitende Kinder stärken

Die Christliche Initiative Romero in der Kampagne ProNATs

In die Debatte über Kinderarbeit und Kinderrechte ist Bewegung gekommen: 1997 fanden sich verschiedene Organisationen und Personen – unter ihnen die Christliche Initiative Romero, terres des hommes, das Nord-Süd-Netz des DGB und der bekannte Kinderrechtsexperte Prof. Dr. Manfred Liebel – zusammen, um in die öffentliche Diskussion über Kinderarbeit einzugreifen und um ihr neue Impulse und Richtungen zu geben. Sie gründeten ProNATs. Das Kürzel steht für „Pro los Niños y Adolecentes Trabajadores” (Für die arbeitenden Kinder und Jugendlichen). ProNATs sieht sich mit den Bewegungen und Organisationen der arbeitenden Kinder und Jugendlichen in Lateinamerika, Afrika und Asien verbunden. Gemeinsam mit ihnen setzt sich ProNATs gegen jede Form der Ausbeutung, Ausgrenzung und Misshandlung ein, ohne hierbei jedoch Kinderarbeit grundsätzlich ächten zu wollen.

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Alternative zu Verboten: Kinderrechte stärken

Forderungen der Christlichen Initiative Romero und von ProNATs

Der Initiativkreis ProNATs möchte die Erfahrungen, Sichtweisen und Forderungen der arbeitenden Kinder des Südens in den deutschsprachigen Ländern Europas vermitteln und darauf hinwirken, dass Organisationen der arbeitenden Kinder in internationalen Gremien bei allen sie betreffenden Entscheidungen mitwirken können. Außerdem sollen Erfahrungen, Ideen und Vorstellungen der arbeitenden Kinder des Südens mit der Realität der Kinder und Jugendlichen in den deutschsprachigen Ländern in Beziehung gesetzt werden. Auf diese Weise können eingefahrene Bilder und Denkschablonen über das Verhältnis von Kindheit und Arbeit hinterfragt und Alternativen entwickelt werden.

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