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Katholikentag 2018: Workshop und Protest

WORSKHOP

Im Rahmen des Katholikentags laden wir zum CIR-Workshop "Kann denn Mode Sünde sein?" ein:
Die Modeindustrie, ihre Akteur*innen und unseren Beitrag erkunden wir gemeinsam in einem Rollenspiel. Nach einer kurzen Einführung ins Thema von unserer Referentin für Saubere Kleidung, Isabell Ullrich, schlüpfen wir in die Rolle von Markeninhaber*innen, Fabrikbesitzer*innen und Näher*innen, um zu verstehen, wie unsere Kleidung sozial gerechter und ökologischer hergestellt werden kann.
Am Ende geht es natürlich um die Frage: Was können wir als Konsument*innen tun? Und es gibt einige Möglichkeiten, direkt aktiv zu werden!

Wir bieten den Workshop zweimal an:
je am 11. und  12. Mai von 11 - 12.30 Uhr
in der Katholisch-Theologischen Fakultät, EG, KTH 2, Johannisstr. 8-10

PROTEST

Der Katholikentag 2018 in Münster hat den kirchenpolitischen Sprecher der AfD, Volker Münz, zu einer Veranstaltung eingeladen. Wir sind gegen einen Dialog mit der fremendenfeindlichen AfD und fordern die Organisator*innen des Katholikentags auf, Volker Münz wieder auszuladen!

Erheben auch Sie Ihre Stimme und senden Sie eine E-Mail an die Katholikentagsleitung unter info(at)katholikentag.de

Hier ein Textvorschlag:

An die Katholikentagsleitung

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe erfahren, dass der kirchenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der AfD auf den Katholikentag eingeladen wurde. Die AfD steht für eine rassistische, ausgrenzende und hasserfüllte Politik. Diese Politik stellt einen fundamentalen Widerspruch zum christlichen Glauben dar. Die Einladung konterkariert das christliche Engagement für Frieden, Solidarität und eine Willkommenskultur und stellt zurecht, wie die „Münsteraner Erklärung für eine mutige Kirche“ schreibt, einen dreifachen Tabubruch dar.

Ich unterstütze daher die Argumente der „Münsteraner Erklärung für eine mutige Kirche“ und den Beschluss des BDKJ voll und ganz und fordere auch die Ausladung des AfD-Vertreters. Außerdem würde ich von Ihnen gerne wissen, warum Sie den AfD-Vertreter eingeladen haben und wieso Sie an einer Einladung festhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Müssen wir wirklich der AfD zuhören? - Nein!

Wir unterstützen ausdrücklich das folgende Statement des Instituts für Theologie und Politik (ITP) in Münster:

Der Katholikentag 2018 in Münster hat den kirchenpolitischen Sprecher der AfD, Volker Münz, zu einer Veranstaltung eingeladen: Am 21.02.2018 sagte Münz dazu in einem Interview: „Ein positives Signal – wir müssen einander zuhören!“ Müssen wir wirklich der AfD zuhören? Für viele Menschen ist das tatsächlich selbstverständlich. Es ist ja immerhin eine gewählte Partei.

Münz gehört zu den politischen Freunden von Poggenburg und Andreas Höcke. Auch er hat die Erfurter Resolution unterschrieben, hält Höcke, der unter Pseudonym für neokonservative und Neonazizeitschriften geschrieben hat, nicht für einen Rassisten und Gideon nicht für einen Antisemiten. Sie hetzen gegen den Islam, reden vom „Entsiffen des Kulturbetriebes“. Sie sind diejenigen, die das Klima hegen und pflegen, in dem es 2016 über 3700 Übergriffe auf Flüchtlinge gegeben hat. Sie wollen uns erklären, dass die „christliche Kultur des Abendlandes“ in Gefahr sei und suchen die Kooperation zu PEGIDA.

Hetzen und jammern

Ab und an hört man auch das Argument, man dürfe sie nicht zu Märtyrern und Opfern machen, indem man nicht mit ihnen diskutiert. Welche schreckliche Verkehrung der Verhältnisse! Opfer sind Flüchtlinge, Muslime, Schwule und Lesben, die Angst vor Übergriffen haben oder wirklich Opfer geworden sind. Übrigens gehört genau das zu ihrer Strategie: „Hetzen und Jammern“ wird es in einer Sonderausgabe der Zeitschrift Analyse & Kritik genannt. Der Versuch von Dialogforen mit der PEGIDA in Sachsen z.B. war im wesentlichen daran gescheitert, dass es den Akteuren um Erweiterung ihres Resonanzraumes und Zustimmung zu ihren Inhalten, nicht aber um den Austausch von Argumenten ging. Warum also sollte ich einem AfD-Abgeordneten zuhören?

AfD - total normal?

Von anderen wieder wird einem die Normalisierung der AfD anempfohlen: es wird schon vorbeigehen, nicht so schlimm werden … Es ist jetzt schon schlimm, unerträglich! Und es war schon einmal ein großer Fehler, sich gesprächsbereit oder schweigend und abwartend verhalten zu haben. Wie schrieb Göbbels 1928 im Völkischen Beobachter: „Wenn es uns gelingt, bei diesen Wahlen 60 oder 70 Agitatoren und Organisatoren unserer Partei in die verschiedenen Parlamente hineinzustecken, so wird der Staat selbst in Zukunft unseren Kampfapparat ausstatten und besolden. Eine Angelegenheit, die reizvoll und neckisch genug ist, sie einmal auszuprobieren...“

Kein Podium für Gewaltphantasien

Gerade als ChristInnen sollten wir aus der Geschichte gelernt haben. Es ist Feigheit, sich der AfD nicht entgegenzustellen. Als ChristInnen sollten wir für Buntheit, Verschiedenheit, Menschenrechte und Toleranz stehen. Und unsere Toleranz hört dort auf, wo andere aus Hass, Ressentiment, Rassismus ihr vermeintliches Wohl meinen verteidigen zu müssen. Als ChristInnen dürfen wir der AfD kein Podium für ihre wie auch immer bemäntelten Gewaltphantasien geben.

Die AfD muss vom Katholikentag ausgeladen werden!

Logo der Eine Welt Internetkonferenz - Portal globaleslernen.org

Portal Globales Lernen - wir sind dabei!

Das Portal Globales Lernen ist die zentrale Internetplattform zum Globalen Lernen und zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Es ermöglicht einen schnellen und übersichtlichen Zugang zu relevanten Informations- und Bildungsangeboten zum Globalen Lernen und zur BNE - nicht nur von der CIR. Dazu informiert das Portal über aktuelle Veranstaltungen, Aktionen, Kampagnen und Akteure der entwicklungsbezogenen Bildung.

Für die konkrete Unterrichtsgestaltung hält das Portal ausgewählte Eine-Welt-Unterrichtsmaterialien zum Download bereit.

Cover der presente 1/2018: Landraub - Indigener Widerstand in Lateinamerika
Die aktuelle Ausgabe der presente

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