“Lerne Deine Rechte kennen
und verteidige sie!”

Radio-Jingle der Casa de la Mujer in Bocana de Paiwas

Frauenrechte fördern!

Casa de la Mujer
in Bocana de Paiwas

Das Projekt

Gruppenfoto von Frauen aus der Gemeinde

Die Frauenrechtsorganisation Casa de la Mujer in Bocana de Paiwas  fördert die politische Teilhabe von Frauen in der lokalen Politik und begleitet von Gewalt betroffene Frauen bei der polizeilichen Anzeige.

Unterstützen Sie diese wichtige Arbeit!

Die Casa de la Mujer liegt in Bocana de Paiwas, einer ländlichen Gegend der südlichen Atlantikregion Nicaraguas.
Die Frauenorganisation macht sich in den Gemeinden für die Verteidigung von Frauenrechten stark und setzt sich vor allem für ein Leben frei von Gewalt ein. Frauen, die Gewalt erleiden, erhalten von der der Casa de la Mujer Hilfe. Nicht nur emotional, sondern auch fachlich, vor allem wenn es darum geht Anzeige zu erstatten. Beim Gang zur Polizei und zu allen weiteren Instanzen, die angesteuert werden müssen um eine Anzeige wirksam zu machen, werden Betroffene begleitet und unterstützt. Keine leichte Aufgabe, denn Frauenrechte zählen in der dortigen deutlich machistisch geprägten Gegend nicht all zu viel.

Zu den weiteren Aktivitäten der Casa de la Mujer gehören Workshops, die den Frauen die Möglichkeit bieten sollen, selbst ihre Rechte zu verteidigen. Dabei geht es in einem ersten Schritt vor allem um Empowerment. Das eigene Selbstwertgefühl wird gesteigert und gleichzeitig findet ein politischer Sensibilisierungsprozess statt. Inhalte werden vermittelt z.B. über soziale Gleichheit, Frauenrechte, Umweltrechte und auch das Recht über den eigenen Körper als „eigenes Territorium“ zu bestimmen.

Die Casa de la Mujer unterstützt außerdem die politische Beteiligung von Frauen aus ländlichen Gemeinden in den offenen Sitzungen des Stadtrates und der lokalen Regierung.

Früher war ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Casa de la Mujer ein eigener Radiosender, die -„Palabra de Mujer“- (“Wort der Frau”), der unter anderem dazu genutzt wurde, Gewalt an Frauen anzuprangern und für Kampagnen für Frauenrechte z.B. am 8. März dem Weltfrauentag oder am 25. November dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen zu werben. Außerdem wurden in einer wöchentlichen Sendung wurden die Namen der Aggressoren verlesen, die Hand gegen eine Frau erhoben hatten. Die Frauen selbst warfen dafür handgeschriebene Zettel in den Briefkasten des Radios.
Der Sender entstand im November 1998, als der Hurrikan Mitch mit seinen starken Regenfällen viele Ortschaften von der Außenwelt abschnitt. Esperanza, von der Casa de la Mujer, erinnert sich in einem Interview mit der Zeitung „Confidencial“ für einen Artikel über die Schließung alternativer Medien in Nicaragua daran, wie es damals ohne Telefon war und an den Frust, isoliert zu sein. „Die Tragödien lehren einen und so wurde uns klar, dass wir ein Radio brauchten, um die Bildungsarbeit, die wir mit den Frauen machen, und die Verteidigung der Menschenrechte aufrecht zu erhalten.“ Es gab allerdings wiederkehrende technische Probleme nach Stromausfällen und hohe Spannungsschwankungen des Elektrizitätsnetzes setzten dem Sendegerät arg zu. Von der nicaraguanischen Behörde für Telekommunikation wurde die Installation eines neuen Transmitters nie bewilligt und die Casa de la Mujer war dazu gezwungen, die Radioübertragungen einzustellen. Der Verdacht liegt nahe, dass die Nichterteilung der Genehmigung wohl eine politische Entscheidung war.

Frauen der Casa de la Mujer halten ein Transparent gegen Gewalt an Frauen

Frauen halten Protestplakate gegen Gewalt an Frauen

Zwei Frauen posieren zusammen in einem gebastelten Bilderrahmen

Frauen der Casa de la Mujer hängen ein Transparent auf, um Frauen zu ermutigen Alimentezahlungen einzuklagen.

Die mutigen Frauen der Casa de la Mujer erheben ihre Stimme für die Einhaltung von Frauenrechten – vor allem fordern sie ein Leben frei von Gewalt. Fotos: Casa de la Mujer

Logo Casa de la Mujer Paiwas

Die Casa de la Mujer ist eine unabhängige Vereinigung und kämpft für Gleichberechtigung, Frieden, Solidarität und Gerechtigkeit mit und für Frauen in der Gesellschaft. Ihr großes Ziel ist eine ländliche Gemeinde, die in Harmonie und Frieden mit ihrer Umwelt lebt. Ihre Mitstreiterinnen sind rebellische Frauen, die dem Patriarchat die Stirn bieten und dem “Machismo” kritisch begegnen.

Ich unterstütze die Casa de la Mujer!

In einem regionalen Programm zur Förderung von Menschenrechtsverteidiger*innen werden Frauen von der Casa de la Mujer darin geschult, die Einhaltung ihrer Rechte einzufordern.

Dies ist ein konkretes Beispiel, was Ihre Spende bewirken kann.

Fragen? Rufen Sie uns gerne an: +49 (0) 251 / 67 44 13 – 0

Porträt von Kirsten Clodius

Ich bin für Ihre Fragen da:

Kirsten Clodius
Referentin für Honduras, Nicaragua, Kleidung, Frauenrechte, LGBTI*
clodiusnoSpam@ci-romero.de
Telefon: 0251 - 674413-18

Porträt von Thomas Krämer

Ich bin für Ihre Fragen da:

Thomas Krämer
Geschäftsführung, Referent für Nicaragua
kraemernoSpam@ci-romero.de
Telefon: 0251 - 674413-14

Unsere Partner*innen

Mit diesen Organisationen arbeiten wir zu Frauenrechten

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