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FSC - Forest Stewardship Council

FSC - Forest Stewardship Council
Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine Initiative einer Gruppe von Förstern und Waldbesitzern zusammen mit Nutzern, Händlern und Vertretern von Gewerkschaften, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen. Sie wurde in den frühen 1990er Jahren, aus Sorge über die zunehmende Entwaldung, Umweltzerstörung und soziale Mißstände geründet. Der FSC ist ein internationaler Mitgliedsverband, der von seinen Mitgliedern gesteuert wird. FSC setzt Standards für die Entwicklung und Zulassung von FSC Stewardship Standards, die auf den FSC Principles and Criteria basieren. Diese FSC-Standards konzentrieren sich auf die Waldbewirtschaftung und auf eine Chain-of-Custody-Norm, die festlegt wie das Holz behandelt wird, wenn es die Wälder verlassen hat. Darüber hinaus setzt FSC Standards für die Akkreditierung von Kontrollstellen, die die Einhaltung der FSC-Standards zertifizieren. Derzeit gibt es in 83 Ländern 1.442 FM-Zertifikate mit einer Gesamtfläche von 195.206.770 Hektar. Darüber hinaus sind derzeit mehr als 31.600 Chain-of-Custody-Zertifikate gültig.

Bewertung

Skala: = anspruchsvoll; = gut; = mittelmäßig; = unzureichend; = mangelhaft; = kein Fokus. Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2016/2017.

Welche Kriterien erfüllt das Label

  • Das Gütesiegel ist Eigentum einer breitgefächerten Gruppe unterschiedlicher Stakeholder, nicht nur von Unternehmen.
  • Gewerkschaften sind in den Entscheidungsgremien des Gütesiegels vertreten.
  • Das Gütesiegel monitort seinen Impact, verfügt jedoch nicht über festgelegte Indikatoren und/oder dessen Indikatoren sind ungeeignet und/oder die Einflüsse werden nicht systematisch bewertet;
  • Das Gütesiegel integriert die Ergebnisse der Kontrollen & Bewertung regelmäßig in interne Prozesse und diese Informationen werden öffentlich zugänglich gemacht.
  • Audits (Überprüfungen) werden von einem Dienstleistungsunternehmen als Drittpartei oder über eine unabhängige Prüfung durchgeführt.
  • Arbeitskräfte müssen als Teil des Audit-Prozesses (Überprüfungsprozesses) befragt werden. Alle oder zumindest einige der Befragungen müssen an einem anderen Ort als der Produktionsstätte oder ohne Beisein von Personen der Management-Ebene erfolgen.
  • Es gibt ein Nachverfolgungssystem vom Hof bis zum Regal dieses ist verpflichtend und öffentlich zugänglich (z.B. auf einer Webseite).
  • Audit-Berichte (Prüfberichte) und Audit-Ergebnisse (Prüfergebnisse) werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
  • Ein Produkt darf das Logo des Prüfmodells nur dann tragen, wenn zumindest 95 % der Rohmaterialien zertifiziert sind.
  • Das Gütesiegel verlangt integrierten Pflanzenschutz oder andere Wege zur systematischen Reduktion des Einsatzes von Chemikalien (Pflanzenschutz- & Düngemittel).
  • Es gibt Kriterien, die die Nutzung von in den letzten 20 Jahren (ab 1997) abgeholztem Land verhindern, UND Kriterien, die die Zerstörung anderer wertvoller Ökosysteme, z.B. Torflandschaften, verbieten.
  • Der Einsatz von GVO (gentechnisch veränderten Organismen) ist in der gesamten Lieferkette untersagt (einschließlich als Futtermittel in tierischen Produkten).
  • Das Gütesiegel empfiehlt die Durchführung einer regelmäßigen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP).
  • Die Rechte und Leistungen des Standards gelten für alle Arbeitskräfte, auch für Subunternehmer. Arbeitskräfte, die als Subunternehmer beschäftigt sind, müssen über dieselben Rechte verfügen wie reguläre Arbeitnehmer, und es ist Herstellern nicht gestattet, Subunternehmer als Arbeitskräfte zu nutzen, um ihre arbeitsrechtlichen Verpflichtungen zu umgehen. Obwohl dies unter den Punkt Arbeitsrecht fällt, betrifft dies auch Leistungen und Rechte aus anderen Bereichen (z.B. Arbeitsschutz).
  • ILO-Kernarbeitsnormen sind eine verpflichtende Voraussetzung.
  • Unabhängige Beschwerdemechanismen existieren, sind jedoch nicht Bestandteil des Audit-Prozesses (Überprüfungsprozess).
  • Schulungsangebote im Bereich Arbeitsschutz