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FSC - Forest Stewardship Council

FSC - Forest Stewardship Council
Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine Initiative einer Gruppe von Förstern und Waldbesitzern zusammen mit Nutzern, Händlern und Vertretern von Gewerkschaften, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen. Sie wurde in den frühen 1990er Jahren, aus Sorge über die zunehmende Entwaldung, Umweltzerstörung und soziale Mißstände geründet. Der FSC ist ein internationaler Mitgliedsverband, der von seinen Mitgliedern gesteuert wird. FSC setzt Standards für die Entwicklung und Zulassung von FSC Stewardship Standards, die auf den FSC Principles and Criteria basieren. Diese FSC-Standards konzentrieren sich auf die Waldbewirtschaftung und auf eine Chain-of-Custody-Norm, die festlegt wie das Holz behandelt wird, wenn es die Wälder verlassen hat. Darüber hinaus setzt FSC Standards für die Akkreditierung von Kontrollstellen, die die Einhaltung der FSC-Standards zertifizieren. Derzeit gibt es in 83 Ländern 1.442 FM-Zertifikate mit einer Gesamtfläche von 195.206.770 Hektar. Darüber hinaus sind derzeit mehr als 31.600 Chain-of-Custody-Zertifikate gültig.

Bewertung

Skala: = anspruchsvoll; = gut; = mittelmäßig; = unzureichend; = mangelhaft; = kein Fokus. Die österreichischen Label wurden von unserer Partnerorganisation in der SUPPLY CHA!NGE-Kampagne, Global 2000, bewertet.

Welche Kriterien erfüllt das Label

  • Das Gütesiegel ist Eigentum einer breitgefächerten Gruppe unterschiedlicher Stakeholder, nicht nur von Unternehmen.
  • Gewerkschaften sind in den Entscheidungsgremien des Gütesiegels vertreten.
  • Das Gütesiegel monitort seinen Impact, verfügt jedoch nicht über festgelegte Indikatoren und/oder dessen Indikatoren sind ungeeignet und/oder die Einflüsse werden nicht systematisch bewertet;
  • Das Gütesiegel integriert die Ergebnisse der Kontrollen & Bewertung regelmäßig in interne Prozesse und diese Informationen werden öffentlich zugänglich gemacht.
  • Die Unternehmen, welche einer Prüfung unterzogen werden, wurden angehalten, eine Due Diligence (sorgfältige Prüfung) in Hinblick auf Menschenrechte oder eine systematische Risikobewertung durchzuführen, allerdings wird dies nicht überwacht.
  • Audits (Überprüfungen) werden von einem Dienstleistungsunternehmen als Drittpartei oder über eine unabhängige Prüfung durchgeführt.
  • Arbeitskräfte werden als Teil des Audit-Prozesses (Überprüfungsprozess) befragt, die Befragungen finden jedoch meistens vor Ort an der Produktionsstätte statt.
  • Es gibt ein Nachverfolgungssystem, aber dieses ist nicht oder nur zum Teil öffentlich zugänglich ODER basiert ausschließlich auf der Massenbilanz.
  • Audit-Berichte (Prüfberichte) sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, es gibt jedoch eine veröffentlichte allgemeine Zusammenfassung des Berichts und/oder der Audit-Ergebnisse (Prüfergebnisse).
  • Produkte können nur dann das Logo des Siegels oder einen Text tragen, der darauf verweist, wenn das Produkt zumindest zu 30 % zertifiziert oder geprüft ist.
  • Das Gütesiegel verlangt integrierten Pflanzenschutz oder andere Wege zur systematischen Reduktion des Einsatzes von Chemikalien (Pflanzenschutz- & Düngemittel).
  • Es gibt Kriterien, die die Nutzung von in den letzten 20 Jahren (ab 1997) abgeholztem Land verhindern, UND Kriterien, die die Zerstörung anderer wertvoller Ökosysteme, z.B. Torflandschaften, verbieten.
  • Der Einsatz von GVO (gentechnisch veränderten Organismen) ist in der gesamten Lieferkette untersagt (einschließlich als Futtermittel in tierischen Produkten).
  • Das Gütesiegel empfiehlt die Durchführung einer regelmäßigen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP).
  • Die Auszahlung existenzsichernder Löhne (Living Wages) ist eine Voraussetzung, jedoch gibt es keine ausreichenden Mechanismen zur Umsetzung dieses Kriteriums oder diese werden gerade erst entwickelt.
  • Die Rechte und Leistungen des Standards gelten für alle Arbeitskräfte, auch für Subunternehmer. Arbeitskräfte, die als Subunternehmer beschäftigt sind, müssen über dieselben Rechte verfügen wie reguläre Arbeitnehmer, und es ist Herstellern nicht gestattet, Subunternehmer als Arbeitskräfte zu nutzen, um ihre arbeitsrechtlichen Verpflichtungen zu umgehen. Obwohl dies unter den Punkt Arbeitsrecht fällt, betrifft dies auch Leistungen und Rechte aus anderen Bereichen (z.B. Arbeitsschutz).
  • ILO-Kernarbeitsnormen sind eine verpflichtende Voraussetzung.
  • Versammlungsfreiheit und Kollektivverhandlungen werden durch einzelne Aktivitäten aktiv gefördert
  • Unabhängige Beschwerdemechanismen existieren, sind jedoch nicht Bestandteil des Audit-Prozesses (Überprüfungsprozess).
  • Schulungsangebote im Bereich Arbeitsschutz