Kritischer Konsum

Einkauf & Verantwortung

AMA-Gütesiegel

AMA-Gütesiegel
Analog zum AMA-Biosiegel beschreibt das AMA-Gütesiegel die 100%ige österreichische Herkunft der Rohstoffe. Die Kriterien werden vom Umweltministerium erarbeitet. Fleisch darf nur von Tieren stammen, die in Österreich geboren, gefüttert und geschlachtet wurden. Der Einsatz von gentechnisch verändertem Futter ist jedoch erlaubt. Das AMA-Gütesiegel setzt einige wenige Ansprüche an die gute landwirtschaftliche Praxis, Kriterien beziehen sich jedoch hauptsächlich auf Verarbeitungs- und Hygienevorschriften. Verarbeitete Produkte dürfen nur das Siegel führen, wenn die wertbestimmenden Bestandteile aus Österreich stammen

Bewertung

Skala: = anspruchsvoll; = gut; = mittelmäßig; = unzureichend; = mangelhaft; = kein Fokus. Die österreichischen Label wurden von unserer Partnerorganisation in der SUPPLY CHA!NGE-Kampagne, Global 2000, bewertet.

Welche Kriterien erfüllt das Label

  • Das Gütesiegel ist Eigentum einer breitgefächerten Gruppe unterschiedlicher Stakeholder, nicht nur von Unternehmen.
  • Audits (Überprüfungen) werden von einem Dienstleistungsunternehmen als Drittpartei oder über eine unabhängige Prüfung durchgeführt.
  • Ein vollständiges externes Audit (Überprüfung) muss alle 1-2 Jahre erfolgen.
  • Es gibt ein Nachverfolgungssystem, aber dieses ist nicht oder nur zum Teil öffentlich zugänglich ODER basiert ausschließlich auf der Massenbilanz.
  • Ein Produkt darf das Logo des Prüfmodells nur dann tragen, wenn zumindest 95 % der Rohmaterialien zertifiziert sind.
  • Der Einsatz gefährlicher Chemikalien wird eingeschränkt und es liegen Empfehlungen zum schrittweisen Ausstieg aus der Verwendung solcher Substanzen vor.
  • Das Gütesiegel verlangt integrierten Pflanzenschutz oder andere Wege zur systematischen Reduktion des Einsatzes von Chemikalien (Pflanzenschutz- & Düngemittel).
  • Das Gütesiegel verlangt zumindest eine Maßnahme zum Bodenschutz wie Wechselwirtschaft oder andere Maßnahmen wie Konturpflügen, Windschutz oder Direktsaat.
  • Der direkte Einsatz von GVO (gentechnisch veränderten Organismen) ist verboten, aber in der Lieferkette oder als Futtermittel erlaubt.
  • Die Überwachung des Wasserverbrauchs ist erforderlich und die effiziente Nutzung von Wasser wird empfohlen.
  • Die Überwachung des Energieverbrauchs und/oder von Treibhausgas(THG)-Emissionen ist erforderlich, aber es gibt keine Regelung zur Durchführung und Dokumentation.
  • Der Standard umfasst Leitlinien für den Bereich Transport & Schlachtung, die die Transportzeit beschränken, die maximale Verladedichte und geeignete Betäubungsverfahren definieren.