Kritischer Konsum

Einkauf & Verantwortung

CmiA - Cotton made in Africa

CmiA - Cotton made in Africa
Cotton made in Africa (CmiA) ist eine Initiative der Aid by Trade Foundation (AbTF). Die Stiftung wurde 2005 von Dr. Michael Otto (Otto Group) gegründet. Für CmiA stehen die Baumwollkleinbäuerinnen und -bauern sowie die Fabrikarbeiter*innen in den Entkörnungsanlagen für Baumwolle in Afrika im Fokus. Durch CmiA soll gezielt die Nachfrage nach afrikanischer Baumwolle auf den Absatzmärkten gesteigert werden. Derzeit fragen 30 Textilhändler und Modemarken, darunter Otto Group, Puma, Rewe Group, S.Oliver und Tchibo explizit die nach CmiA-Standard produzierte Baumwolle aus Afrika nach und setzen sie in ihren Produkten ein.

Bewertung

Skala: = anspruchsvoll; = gut; = mittelmäßig; = unzureichend; = mangelhaft; = kein Fokus. Die österreichischen Label wurden von unserer Partnerorganisation in der SUPPLY CHA!NGE-Kampagne, Global 2000, bewertet.

Welche Kriterien erfüllt das Label

  • Das Gütesiegel ist Eigentum einer breitgefächerten Gruppe unterschiedlicher Stakeholder, nicht nur von Unternehmen.
  • Das Gütesiegel überwacht die Wirkung seiner Arbeit unter Verwendung von Indikatoren mit hohem Standard.
  • Das Gütesiegel integriert die Ergebnisse der Kontrollen & Bewertung regelmäßig in interne Prozesse und diese Informationen werden öffentlich zugänglich gemacht.
  • Die Unternehmen, welche einer Prüfung unterzogen werden, wurden angehalten, eine Due Diligence (sorgfältige Prüfung) in Hinblick auf Menschenrechte oder eine systematische Risikobewertung durchzuführen, allerdings wird dies nicht überwacht.
  • Audits (Überprüfungen) werden von einem Dienstleistungsunternehmen als Drittpartei oder über eine unabhängige Prüfung durchgeführt.
  • Beiträge externer Stakeholder (Betroffene) wie lokaler Gewerkschaften und/oder NGOs sind während der Audits (Überprüfungen) erforderlich.
  • Das Gütesiegel ermöglicht Zugang zu technischer oder finanzieller Unterstützung für die Einhaltung des Standards.
  • Es gibt ein Nachverfolgungssystem, aber dieses ist nicht oder nur zum Teil öffentlich zugänglich ODER basiert ausschließlich auf der Massenbilanz.
  • Der Einsatz gefährlicher Chemikalien ist untersagt.
  • Das Gütesiegel verlangt integrierten Pflanzenschutz oder andere Wege zur systematischen Reduktion des Einsatzes von Chemikalien (Pflanzenschutz- & Düngemittel).
  • Das Gütesiegel verlangt einen integrierten Ansatz zum Bodenschutz mit einem Maßnahmenpaket (mehr als eine!) wie Wechselwirtschaft oder anderen Maßnahmen wie Konturpflügen, Windschutz oder Direktsaat.
  • Der Einsatz von GVO (gentechnisch veränderten Organismen) ist in der gesamten Lieferkette untersagt (einschließlich als Futtermittel in tierischen Produkten).
  • Die Überwachung des Wasserverbrauchs ist erforderlich und die effiziente Nutzung von Wasser wird empfohlen.
  • Die Rechte und Leistungen des Standards gelten für alle Arbeitskräfte, auch für Subunternehmer. Arbeitskräfte, die als Subunternehmer beschäftigt sind, müssen über dieselben Rechte verfügen wie reguläre Arbeitnehmer, und es ist Herstellern nicht gestattet, Subunternehmer als Arbeitskräfte zu nutzen, um ihre arbeitsrechtlichen Verpflichtungen zu umgehen. Obwohl dies unter den Punkt Arbeitsrecht fällt, betrifft dies auch Leistungen und Rechte aus anderen Bereichen (z.B. Arbeitsschutz).
  • ILO-Kernarbeitsnormen sind eine verpflichtende Voraussetzung.
  • Unabhängige Beschwerdemechanismen existieren, sind jedoch nicht Bestandteil des Audit-Prozesses (Überprüfungsprozess).
  • Schulungsangebote im Bereich Arbeitsschutz
  • Das Gütesiegel gibt Empfehlungen für die Einkaufspraktiken der Unternehmen. Die Einhaltung dieser Empfehlungen ist nicht verpflichtend ODER die Empfehlungen sind ungenügend.