Kritischer Konsum

Einkauf & Verantwortung

Continental Clothing Company / Earth Positive

Continental Clothing Company / Earth Positive
Seit 1994 designt, produziert und verkauft Continental unbedruckte T-Shirts und Jacken an Handelskunden der Printindustrie und vertritt die Vision, eine komplett kohlenstoffarme Arbeits-, Promo- und Freizeitbekleidungsindustrie zu schaffen. Außerdem existiert das Ziel, Firmen zu einem positiven Wandel im Bezug auf Geschäftsethik und Umweltschutz zu bewegen. Seit 2006 ist Continental Mitglied der Fair Wear Foundation (FWF) und setzt auf langjährige Geschäftsbeziehungen mit Partnern im In- und Ausland.
EARTH POSITIVE
2009 schuf Continental Clothing die weltweit erste Marke zur CO2-Reduzierung im Bereich Mode unter dem Label Earth Positive. Das Ziel des Labels ist, ökologische und soziale Standards für Textilien zu setzen. Diese Standards sollen die gesamte Lieferkette umfassen, also von der Produktion der Rohstoffe bis hin zum Verkauf der Produkte gelten. So soll der Ausstoß von Treibhausgasen deutlich reduziert werden. Das Earth-Positive-Label wird nur auf Textilien angebracht, die aus 100 % GOTS-zertifizierter Biobaumwolle bestehen und die außerdem klimafreundlich produziert wurden. Darüber hinaus ist Earth-Positive-Bekleidung zertifiziert nach Öko-Tex-Standard 100, und es gelten die Kriterien des Fairen Handels. Earth-Positive-Bekleidung wird in indischen Fabriken hergestellt, die einen möglichst geringen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß aufweisen. Lager und Vertriebsbüros müssen ebenfalls erneuerbare Energien nutzen.

Bewertung

Skala: = anspruchsvoll; = gut; = mittelmäßig; = unzureichend; = mangelhaft; = kein Fokus. Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2016/2017.

Continental erfüllt hohe Ansprüche im Bereich Soziales und Ökologie. Continental ist Mitglied der FWF und damit Teil einer glaubwürdigen Multi-Stakeholder-Initiative. Das Unternehmen implementiert den Verhaltenskodex entsprechend den Richtlinien der FWF, ist engagiert, glaubwürdige Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu unternehmen und zahlt für die Audits seiner Zulieferer. Außerdem berücksichtigt das Unternehmen, dass die eigene Beschaffungspolitik Auswirkungen auf die Zulieferer hat. Der Verhaltenskodex ist immer Bestandteil der Verträge mit Lieferanten. Mit dem Arbeitsverhaltenskodex der FWF verpflichtet sich Continental zu einem der weitestreichenden Kodizes auf dem Markt und kommt damit den Forderungen der CIR nach einem effektiven Umgang mit dem Thema Unternehmensverantwortung nach. Auch auf ökologischer Ebene wird Continental mit der Verwendung von GOTS-zertifizierter Biobaumwolle den hohen Standards gerecht. Continental Clothing gilt als Vorbild für Eigenmarken im Bereich Textilen in den Kategorien Soziales, Ökologie und Glaubwürdigkeit.

Welche Kriterien erfüllt das Label

Glaubwürdigkeit
Stakeholder participation
  • Arbeitskräfte müssen als Teil des Audit-Prozesses (Überprüfungsprozesses) befragt werden. Alle oder zumindest einige der Befragungen müssen an einem anderen Ort als der Produktionsstätte oder ohne Beisein von Personen der Management-Ebene erfolgen.
  • Die Prüfer*innen sind verpflichtet während des Prüfprozesses Informationen externer lokaler Interessengruppen wie Gewerkschaften und NROs einzubeziehen.
Ökologie
Eco-friendly production
  • Das Zertifizierungssystem verlangt die Durchführung einer regelmäßigen UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung).
Water/Energy Use and Emissions
  • Maßnahmen und Ziele zur Speicherung von CO2 (Akkumulierung von Kohlenstoff im Boden oder in anderer Biomasse) sind erforderlich.
Soziales
Living wage / decent income
  • Die Zahlung eines existenzsichernden Lohns ist verpflichtend, und für die Umsetzung dieses Kriteriums sind ausreichende Instrumente vorhanden. Um die Lohnzahlungen beurteilen zu können, werden in den Audits auch die Arbeitszeiten und die Stücklöhne geprüft.
Freedom of Association and collective bargaining / complains mechanism
  • Versammlungsfreiheit und Kollektivverhandlungen werden durch vielfältige Maßnahmen aktiv unterstützt.