Kritischer Konsum

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GSCP - Global Social Compliance Programme

GSCP - Global Social Compliance Programme
Dieses Gütesiegel / Zertifikat wird vor allem zwischen Unternehmen verwendet (Buisness to Business). Das Global Social Compliance Program (GSCP) ist ein unternehmensorientiertes Programm zur Förderung der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit entlang globaler Lieferketten von Einzelhandelsunternehmen, Markenherstellern und anderen Unternehmen. Es wurde 2006 von den weltweit größten Einzelhändlern Tesco, Wal-Mart, Migros, Carrefour und Metro lanciert. GSCP ist Teil des Consumer Goods Forum (CGF), einer Unternehmensvereinigung, die seit 1953 besteht. Die CGF wird von einem Verwaltungsrat geleitet, der aus 50 CEOs von Einzelhändlern und Herstellern besteht. Derzeit sind etwa 400 Einzelhändler, Hersteller, Dienstleister und andere Interessengruppen in 70 Ländern Mitglieder der CGF. Die Zivilgesellschaft wird über NGOs und Universitätsvertreter im Beirat von GSCP einbezogen. GSCP prüft oder zertifiziert keine Produkte oder Unternehmen. Stattdessen bietet es eine Reihe von freiwilligen Best-Practice-Referenztools, die als Best-Practice-Anleitung dienen können. Unternehmen, freiwillige Nachhaltigkeitsstandards, Prüfungsgremien oder Multi-Stakeholder-Initiativen können das Äquivalenzprogramm (EP) verwenden, um ihren Verhaltenskodex oder Standard in Bezug auf soziale und ökologische Referenzanforderungen, Prüfungsprozess und Methodik zu bewerten

Bewertung

Skala: = anspruchsvoll; = gut; = mittelmäßig; = unzureichend; = mangelhaft; = kein Fokus. Die österreichischen Label wurden von unserer Partnerorganisation in der SUPPLY CHA!NGE-Kampagne, Global 2000, bewertet.

Welche Kriterien erfüllt das Label

  • Die Unternehmen, welche einer Prüfung unterzogen werden, wurden angehalten, eine Due Diligence (sorgfältige Prüfung) in Hinblick auf Menschenrechte oder eine systematische Risikobewertung durchzuführen, allerdings wird dies nicht überwacht.
  • Das Gütesiegel ermöglicht Zugang zu technischer oder finanzieller Unterstützung für die Einhaltung des Standards.
  • Der Einsatz gefährlicher Chemikalien wird eingeschränkt und es liegen Empfehlungen zum schrittweisen Ausstieg aus der Verwendung solcher Substanzen vor.
  • Die Überwachung des Wasserverbrauchs ist erforderlich und die effiziente Nutzung von Wasser wird empfohlen.
  • Die Überwachung des Energieverbrauchs und/oder von Treibhausgas(THG)-Emissionen ist erforderlich, aber es gibt keine Regelung zur Durchführung und Dokumentation.
  • Die Rechte und Leistungen des Standards gelten für alle Arbeitskräfte, auch für Subunternehmer. Arbeitskräfte, die als Subunternehmer beschäftigt sind, müssen über dieselben Rechte verfügen wie reguläre Arbeitnehmer, und es ist Herstellern nicht gestattet, Subunternehmer als Arbeitskräfte zu nutzen, um ihre arbeitsrechtlichen Verpflichtungen zu umgehen. Obwohl dies unter den Punkt Arbeitsrecht fällt, betrifft dies auch Leistungen und Rechte aus anderen Bereichen (z.B. Arbeitsschutz).
  • ILO-Kernarbeitsnormen sind eine verpflichtende Voraussetzung.
  • Schulungsangebote im Bereich Arbeitsschutz