Kritischer Konsum

Einkauf & Verantwortung

Gäa

Gäa
Gäa e. V. geht auf die Umweltbewegung der 1980er-Jahre in der ehemaligen DDR zurück und wurde 1989 als ökologischer Anbauverband in Dresden gegründet. Ziel des Verbands ist die Förderung der ökologischen Landwirtschaft, vor allem in den neuen Bundesländern. Betriebe sollen durch möglichst in sich geschlossene landwirtschaftliche Kreisläufe Dauerfruchtbarkeit der Böden sowie den Erhalt von Pflanzenarten und Tierrassen fördern. Der Name stammt aus der altgriechischen Mythologie und leitet sich von „Gaia“ (Urmutter Erde) ab. Aktuell sind ca. 380 Bäuerinnen und Bauern Mitglied, vor allem kleinere Garten- und Familienbetriebe, Genossenschaften aber auch Unternehmen aus Verarbeitung und Handel, so beispielsweise Bio Company und die Gläserne Molkerei, die die Milch für die Eigenmarke Bio Company liefert.

Bewertung

Skala: = anspruchsvoll; = gut; = mittelmäßig; = unzureichend; = mangelhaft; = kein Fokus. Die österreichischen Label wurden von unserer Partnerorganisation in der SUPPLY CHA!NGE-Kampagne, Global 2000, bewertet.

Welche Kriterien erfüllt das Label

  • Das Gütesiegel ist Eigentum einer breitgefächerten Gruppe unterschiedlicher Stakeholder, nicht nur von Unternehmen.
  • Das Gütesiegel integriert die Ergebnisse der Kontrolle & Bewertung regelmäßig in interne Prozesse, z.B. Protokolle der Aufnahme in die Tagesordnung von Sitzungen, Strategielegung bei Auswertung der Ergebnisse.
  • Die Unternehmen, welche einer Prüfung unterzogen werden, wurden angehalten, eine Due Diligence (sorgfältige Prüfung) in Hinblick auf Menschenrechte oder eine systematische Risikobewertung durchzuführen, allerdings wird dies nicht überwacht.
  • Audits (Überprüfungen) werden von einem Dienstleistungsunternehmen als Drittpartei oder über eine unabhängige Prüfung durchgeführt.
  • Beiträge externer Stakeholder (Betroffene) wie lokaler Gewerkschaften und/oder NGOs werden empfohlen/sind während Audits (Überprüfungen) optional.
  • Das Gütesiegel ermöglicht Zugang zu technischer oder finanzieller Unterstützung für die Einhaltung des Standards.
  • Das Gütesiegel ermöglicht Zugang zu technischer oder finanzieller Unterstützung für die Einhaltung des Standards.
  • Es gibt ein Nachverfolgungssystem, aber dieses ist nicht oder nur zum Teil öffentlich zugänglich ODER basiert ausschließlich auf der Massenbilanz.
  • Audit-Berichte (Prüfberichte) sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, es gibt jedoch eine veröffentlichte allgemeine Zusammenfassung des Berichts und/oder der Audit-Ergebnisse (Prüfergebnisse).
  • Ein Produkt darf das Logo des Prüfmodells nur dann tragen, wenn zumindest 95 % der Rohmaterialien zertifiziert sind.
  • Der Einsatz gefährlicher Chemikalien ist untersagt.
  • Der Einsatz synthetischer Chemikalien ist untersagt.
  • Das Gütesiegel verlangt einen integrierten Ansatz zum Bodenschutz mit einem Maßnahmenpaket (mehr als eine!) wie Wechselwirtschaft oder anderen Maßnahmen wie Konturpflügen, Windschutz oder Direktsaat.
  • Der Einsatz von GVO (gentechnisch veränderten Organismen) ist in der gesamten Lieferkette untersagt (einschließlich als Futtermittel in tierischen Produkten).
  • Das Gütesiegel verlangt die Durchführung einer regelmäßigen UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung).
  • Die Überwachung des Wasserverbrauchs ist erforderlich und die effiziente Nutzung von Wasser wird empfohlen.
  • Die Überwachung des Energieverbrauchs und/oder von Treibhausgas(THG)-Emissionen ist erforderlich, aber es gibt keine Regelung zur Durchführung und Dokumentation.
  • Die Rechte und Leistungen des Standards gelten für alle Arbeitskräfte, auch für Subunternehmer. Arbeitskräfte, die als Subunternehmer beschäftigt sind, müssen über dieselben Rechte verfügen wie reguläre Arbeitnehmer, und es ist Herstellern nicht gestattet, Subunternehmer als Arbeitskräfte zu nutzen, um ihre arbeitsrechtlichen Verpflichtungen zu umgehen. Obwohl dies unter den Punkt Arbeitsrecht fällt, betrifft dies auch Leistungen und Rechte aus anderen Bereichen (z.B. Arbeitsschutz).
  • ILO-Kernarbeitsnormen sind eine verpflichtende Voraussetzung.
  • Versammlungsfreiheit und Kollektivverhandlungen werden durch einzelne Aktivitäten aktiv gefördert
  • Schulungsangebote im Bereich Arbeitsschutz
  • Unabhängige Beschwerdemechanismen liegen vor und sind Teil des Audit-Prozesses (Überprüfungsprozess), auch unter Teilnahme der relevanten lokalen Stakeholder (z.B. Gewerkschaften).
  • Das Gütesiegel verlangt, dass Unternehmen verantwortungsvolle Einkaufspraktiken umsetzen
  • Das Gütesiegel verlangt, dass Unternehmen verantwortungsvolle Einkaufspraktiken umsetzen