Kritischer Konsum

Einkauf & Verantwortung

WRAP - Worldwide Responsible Accredited Production

WRAP - Worldwide Responsible Accredited Production
WRAP wurde von der Textil-und Schuhindustrie in den USA Mitte der 90er-Jahre als Reaktion auf Berichte über ausbeuterische Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie ins Leben gerufen. Mitglieder sind u. a. American Apparel und VF-Corporation mit den bekannten Marken Vans, The North Face, Eastpack, Wrangler. Im Jahr 2015 nahmen mehr als 2.200 Fabriken aus 43 Ländern an dem Programm teil.

Bewertung

Skala: = anspruchsvoll; = gut; = mittelmäßig; = unzureichend; = mangelhaft; = kein Fokus. Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2016/2017.

WRAP stellt grundsätzlich keine eigenen Kriterien auf, sondern beruft sich auf die jeweiligen bestehenden nationalen Gesetze und Regulierungen sowie die ILO-Kernarbeitsnormen. Für den Schutz von Arbeiter*innen ist der Standard mangelhaft. Auch die Glaubwürdigkeit ist durch die mangelnde Einbeziehung von Gewerkschaften und NROs sowie fehlende Transparenz unzureichend.

Welche Kriterien erfüllt das Label

Glaubwürdigkeit
Nachhaltigkeitsaudits
  • Audits (Überprüfungen) werden als Second-Party-Audits durchgeführt.
Organisationsstruktur
  • Gewerkschaften haben keine Entscheidungsbefugnis oder andere dauerhafte Rolle in dem System. Sie werden nur teilweise für die Überarbeitung von Kriterien beratend konsultiert.
Rückverfolgbarkeit, Transparenz und Verbraucherkommunikation
  • Es gibt kein Rückverfolgbarkeitssystem, das die Überprüfung des Produktflusses entlang der Lieferkette ermöglicht.
Soziales
Freedom of Association and collective bargaining / complains mechanism
  • Die Vereinigungsfreiheit und die Tarifverhandlungen werden nicht aktiv vorangetrieben.
Living wage / decent income
  • Die Zahlung eines existenzsichernden Lohns ist nicht verpflichtend.