Kritischer Konsum

Einkauf & Verantwortung

SAI Platform (FSA Programm)

SAI Platform (FSA Programm)
Die SAI-Plattform ist eine unternehmerische Initiative, die 2002 von Nestlé, Unilever und Danone ins Leben gerufen wurde. Sie zielt darauf ab, eine konstante, zunehmende und sichere Versorgung mit landwirtschaftlichen Rohstoffen sicherzustellen. Derzeit zählt die Plattform mehr als 90 aktive Mitglieder, die hauptsächlich aus großen Marken und Unternehmen bestehen, wie Unilever, Coca-Cola, Cargill, McDonalds und Tesco. Die SAI-Plattform entwickelt Instrumente und Leitlinien zur Unterstützung globaler und lokaler nachhaltiger Beschaffungs- und Landwirtschaftspraktiken.

Bewertung

Skala: = anspruchsvoll; = gut; = mittelmäßig; = unzureichend; = mangelhaft; = kein Fokus. Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2016/2017.

Die SAI-Plattform ist eine klassisch unverbindliche b2b-Initiative. Das FSA macht lediglich Empfehlungen bezüglich sozialen und ökologischen Kriterien, die nur überprüft werden, wenn Mitgliedsunternehmen öffentliche Aussagen über ihre Zulieferer treffen möchten. Die empfohlenen Kriterien sind weder anspruchsvoll noch ist die Initiative besonders glaubwürdig. Die eigene Wirksamkeit wird nicht gemessen, es gibt keine Transparenzkriterien bezüglich der Rückverfolgbarkeit des Endprodukts und externe Interessengruppen wie Gewerkschaften oder NROs werden lediglich über Beratungsgremien einbezogen, aber nicht an Entscheidungen beteiligt.

Welche Kriterien erfüllt das Label

Ökologie
Use of chemicals and pesticides
  • Der Einsatz gefährlicher Chemikalien wird eingeschränkt und es liegen Empfehlungen zum schrittweisen Ausstieg aus der Verwendung solcher Substanzen vor.
Eco-friendly production
  • Der Standard fordert zumindest eine Maßnahme zum Bodenschutz wie Wechselwirtschaft oder andere Maßnahmen wie Konturpflügen, Windschutz oder Direktsaat.
Water/Energy Use and Emissions
  • Die Überwachung des Wasserverbrauchs ist verpflichtend und die effiziente Nutzung von Wasser wird empfohlen.