Deshalb brauchen wir ein Lieferkettengesetz

Verbindliche Vorschriften sind der Schlüssel zur Gewährleistung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen und zum Umwelt- und Klimaschutz: Durch sie können Unternehmen für Schäden, die sie entlang ihrer Lieferketten verursachen, zur Rechenschaft gezogen werden! Eine starke EU-Verordnung würde die Gesetze in allen EU-Mitgliedstaaten harmonisieren und gleiche Bedingungen für alle Akteure schaffen, bei denen der Schutz der Menschenrechte und der Umwelt obligatorisch ist, auch für alle Zuliefererbetriebe in der Wertschöpfungskette. Ein EU-Lieferkettengesetz könnte Problemen vorbeugen, sodass diese erst gar nicht entstehen. Zu diesen Problemen zählen beispielsweise:

  • Abholzung des Regenwaldes
  • Kontamination von Grundwasser mit Pestiziden
  • Ausbeutung von Arbeitskräften, zum Beispiel durch zu lange Arbeitszeiten, fehlende Arbeitsverträge, ausbleibende Lohnzahlungen, keine Krankheits- oder Urlaubsregelungen, fehelende Versicherung
  • Landraub um mehr Anbaufläche zu gewinnen in Verbindung mit Vertreibung der indigenen Bevölkerung
  • Verschwendung und Ausplünderung natürlicher Ressourcen, um schnelle und massenhafte Ressourcenversorgung sicherzustellen für Produktionen
  • Artensterben durch Zerstörung von Lebensgrundlagen

Derzeit sind es vor allem Selbstverpflichtungen von Unternehmen, die den Schutz von Menschenrechten und Umwelt entlang ihrer Lieferketten gewährleisten sollen. In der Realität werden diese Regeln jedoch allzu oft gebrochen, weshalb es gesetzliche Verpflichtungen geben muss, die Unternehmen für ihr schädliches Handeln auf dem Weltmarkt zur Verantwortung ziehen und Menschenrechte und Umwelt effektiv schützen, sodass diese auch einklagbar sind.

Schon gewusst?

Die Protestmail-Aktion ist Teil unserer europaweiten Kampagne “Our Food. Our Future”, die sich für den nachhaltigen Wandel des Ernährungssystems und faire Agrarlieferketten einsetzt, um globale Probleme wie Klimawandel und Migration weltweit zu bekämpfen. Das System hat enormen Einfluss auf Ursachen wie Umweltzerstörung, Armut oder Vertreibung. Ein Dreh- und Angelpunkt für den Systemwandel ist die Schaffung fairer und nachhaltiger Agrar-Lieferketten, weshalb sich die Kampagne auf europäischer Ebene für das EU-Lieferkettengesetz stark macht.

Ansprechpartner_Dominik_Gross

Ich bin für Ihre Fragen da:

Dominik Groß
Referent für Menschenrechte und Klimaschutz in Agrarlieferketten
grossnoSpam@ci-romero.de
Telefon: 0251 - 674413-43

Porträt von Christian Wimberger

Ich bin für Ihre Fragen da:

Christian Wimberger
Referent für Unternehmensverantwortung, Bergbau, öffentliche Beschaffung, Guatemala
wimbergernoSpam@ci-romero.de
Telefon: 0251 - 674413-21