Über uns

Was wir tun

Unsere Vision, unsere Mission

Unsere Vision

Unsere Vision ist eine gerechte, solidarische Welt, in der ein Gutes Leben für alle möglich ist.
Es ist eine Welt frei von Diskriminierung und Gewalt, die von einer vielfältigen Gesellschaft getragen wird. In dieser Welt steht der Mensch im Mittelpunkt eines anderen Wirtschaftssystems, das allen Zugang zu würdiger Arbeit bietet und die natürlichen Lebensgrundlagen erhält.

Unsere Mission

Unser Kampagnenteam kritisiert Einkaufspraktiken von Supermärkten mit einer Aktion vor dem Wirtschaftsministerium in Berlin mit einem bunt gefüllten Einkaufswagen.
Foto: Joerg Farys

Bleiben Sie über unsere aktuellen Aktionen auf dem Laufenden:

Die Christliche Initiative Romero setzt sich seit 1981 für Arbeits- und Menschenrechte in Ländern Mittelamerikas ein. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Unterstützung von Basisbewegungen und Organisationen in Nicaragua, El Salvador, Guatemala und Honduras sowie die Kampagnen- und Bildungsarbeit in Deutschland. Unser Ziel ist es, eine Brücke zwischen den Ländern des Südens und Deutschland zu schlagen. Im Sinne ihres Namensgebers, des 1980 ermordeten salvadorianischen Erzbischofs Oscar Romero, setzt sich die Initiative gegen Ungerechtigkeitsverhältnisse ein und ergreift Partei für die Armen.

Die Anfänge: Handeln aus Solidarität

Hervorgegangen ist die Christliche Initiative Romero Anfang der 1980er Jahre aus der bundesdeutschen Solidaritätsbewegung für Mittelamerika. Während damals Bürgerkriege und Revolutionen in der Region für Aufmerksamkeit sorgten, sind es heute Berichte über Frauen und Männer, die in riesigen Fabrikhallen Kleidung, Autozubehör, Spielzeug und Computerteile fertigen, über Arbeiter*innen, die in Minen oder auf endlosen Kaffee- und Blumenplantagen schuften. Unter unwürdigsten Bedingungen produzieren diese Menschen in den Ländern Mittelamerikas für den globalen Markt.

Die Christliche Initiative Romero unterstützt in der Region zahlreiche Partnerorganisationen und deren Projekte, die sich für eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen einsetzen. Wir verfügen etwa über enge Kontakte zu Frauen-, Arbeits- und Menschenrechtsorganisationen in El Salvador, Guatemala, Nicaragua und Honduras. Hierdurch sind wir zum Beispiel in der Lage, den Lügen und Ausflüchten großer Konzerne Paroli zu bieten, wenn es um menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in ihren Lieferketten geht. Ebenso widmen wir uns der politischen und kulturellen Emanzipation der indigenen Bevölkerung sowie den Rechten von Kindern. Einen Gutteil unserer Arbeit macht darüber hinaus die Unterstützung mittelamerikanischer Frauenorganisationen aus, die sich gegen Männergewalt engagieren.

Kampagnen für ein Leben in Würde

Durch Kampagnenarbeit in Deutschland – die CIR ist beispielsweise Mitglied in der internationalen Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign/CCC) sowie im CorA-Netzwerk für Soziale Unternehmensverantwortung – wollen wir den Opfern der Globalisierungsauswüchse eine Stimme geben. Wir informieren über die prekäre Arbeitssituation in Ländern des Südens und lancieren Protestaktionen. Doch auch der Dialog mit Unternehmen ist Teil unserer Kampagnenarbeit. Durch das Publikmachen menschenunwürdiger Arbeitsbedingungen in Mittelamerika werden die Konzerne zum Handeln gedrängt, damit ihr teuer beworbenes Image nicht durch Negativschlagzeilen beschädigt wird.

Innerhalb der Kampagne für Saubere Kleidung hat die CIR zum Beispiel Markenkonzerne wie Adidas, Puma oder C&A öffentlich mit den Verhältnissen in ihren Zulieferbetrieben konfrontiert. Diese von zum Teil großem Medienecho begleitete Arbeit beginnt langsam Früchte zu tragen: Heute akzeptiert der Großteil des deutschen Textileinzelhandels seine Verantwortung. Wohlklingende Verhaltenskodizes versprechen die Einhaltung grundlegender Arbeitsrechte. Doch die Kontrollen sind meist unzureichend.

Kritisch, konstruktiv – und erfolgreich

Die Kampagnenarbeit der Christlichen Initiative Romero reicht inzwischen über 35 Jahre zurück: Unser in den 1980er Jahren organisierter Boykott „Kaffee, an dem Blut klebt“, für den wir vor Tchibo-Filialen warben, führte beispielsweise dazu, dass wir einige Jahre später Mitbegründer*in des Transfair-Siegels für fairen Kaffee wurden. Heute ist die CIR eine jener Organisationen, die konstruktiv-kritisch bei dem Versuch mitwirken, gemeinsam mit Kaffeeproduzenten, -händlern und -röstern weltweit einen Kodex für soziale und ökologische Mindeststandards im Kaffeeanbau zu definieren.

Über 35 Jahre nach ihrer Gründung ist die Christliche Initiative Romero eine mittelgroße Nichtregierungsorganisation mit einem jährlichen Spendenvolumen von etwa 500.000 Euro. Die Projekte der Christlichen Initiative Romero werden zum Teil von der Europäischen Union, vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie vom Weltgebetstag der Frauen finanziell unterstützt.