Spielzeug

Kampagne für Faires Spielzeug

Die europaweite Fair Toys Coalition nimmt Unternehmen und Importeure in die Pflicht. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen arbeiten wir für die Durchsetzung von Menschen- und Arbeitsrechten in der globalen Lieferkette.

Konsumtipps

  • Haupttreiber für exzessive Überstunden in der Spielwarenindustrie ist das Weihnachts- geschäft. beschränken Sie sich im Advent auf kleine Geschenke aus fairem Handel und…
  • … kaufen Sie größere Geschenke nur zum Geburtstag. Damit tragen Sie zur Vermeidung von Überstunden bei.
  • Vermeiden Sie Bestellungen von Produkten über Internetplattformen (z.B. Taobao) direkt beim Hersteller. Produkte aus den sogenannten Taobao-Dörfern in China sind in der Regel weder arbeitsrechtlich vertretbar noch auf Sicherheit und Schadstoffe geprüft.

  • Fragen Sie beim Einkauf nach den Arbeitsbedingungen in der Produktion. Das erhöht den Druck auf den Handel und die Hersteller.
  • Kaufen Sie langlebige Produkte. Damit schonen Sie Ressourcen und viele Generationen von Kindern können das Spielzeug nutzen.
  • Kauf und Verkauf von gebrauchtem Spielzeug schonen die Umwelt und den Geldbeutel.
  • Alternativ zu den großen Marken bieten Weltläden ein kleines aber feines Sortiment an fair gehandeltem Spielzeug.

Bündnisse

European Fair Toys Coalition

Arbeit im Akkord: Arbeiter*innen in einer Fabrik in Shenzen müssen extreme Überstunden leisten um auf einen existenzsichernden Lohn zu kommen. Der Termindruck europäischer Markenhersteller trägt zu dem gesundheitsgefährdenden Produktionsstreß bei.

Wir nehmen mit der europaweiten Fair Toys Coalition Unternehmen und Regierungen in die Pflicht. Gemeinsam mit Solidar Suisse (Schweiz) und Action Aid (Frankreich) fordern wir die Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten in der globalen Lieferkette und klären die Öffentlichkeit über Missstände in den chinesischen Fabriken auf.

Ein Teddy mit Armschlinge ziert das Logo des Nürnberger Bündnisses Fair Toys (NBFT)

Das Nürnberger Bündnis Fair Toys ist seit über 10 Jahren aktiv. Gemeinsam mit Partnerorganisationen in Deutschland, Europa und in Asien setzt sich das Nürnberger Bündnis Fair Toys für die Beachtung der Menschenrechte und grundlegender Arbeitsnormen in der Spielzeugindustrie ein.
Deshalb fordert das Nürnberger Bündnis Fair Toys die Spielzeughersteller und den Handel in Deutschland dazu auf, ihre Verantwortung zu übernehmen und für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in den Spielzeugfabriken zu sorgen. Das Nürnberger Bündnis Fair Toys informiert durch zahlreiche öffentliche Aktivitäten die Bevölkerung und sucht das konstruktive Gespräch mit der Industrie.
Es wird getragen von einer breiten Allianz aus Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft und Kirchen.

Neue Studie: CSR-Maßnahmen deutscher Spielzeugunternehmen

Cover der CSR-Studie von Uwe Kleinert

Die CSR-Studie von Uwe Kleinert von der Werkstatt Ökonomie von Oktober 2018 gibt einen Überblick über die CSR-Maßnahmen deutscher Spielzeugfirmen, insbesondere sofern sie in China produzieren (lassen). CSR steht für Corporate Social Responsibility, im Deutschen Soziale Unternehmensverantwortung. Die Studie zeigt auf, wie relevant welche CSR-Maßnahmen in der Branche sind und welche Stärken und Schwächen sie aufweisen. Insbesondere stellt sie dar, ob und ggf. wie die Einhaltung ökologischer und vor allem sozialer Standards in Einkauf und Produktion deutscher Spielzeugunternehmen eingefordert, überprüft und nachgewiesen wird. Die Studie schafft damit eine Grundlage, mit der die Christliche Initiative Romero die Debatte um die Wahrung der Menschen- und Arbeitsrechte entlang der Lieferketten deutscher Spielzeugunternehmen in Gang bringen will. Grundlagen der Untersuchung waren eine Firmenumfrage, Unterlagen der Unternehmen aus früheren Erhebungen der Werkstatt Ökonomie, die Internetauftritte von Spielzeugfirmen, Gespräche und schriftliche Kommunikation mit Unternehmens- und Branchenvertreter*innen sowie jüngere Studien zum Thema.

Toy Report 2017: Der detaillierte Bericht

CIR-Cover-Studie-Fair-Toys_Report_2017

Der Toys Report 2017 offenbarte passend zur Weihnachtszeit desaströse Missstände in chinesischen Spielzeugfabriken. Extreme Überstunden in schlecht klimatisierten Fabriken, marginale Löhne und menschenunwürdige Unterbringung machen das Leben für die Arbeiter*innen unerträglich. Dazu kommen schwere gesundheitliche Gefahren durch den Umgang mit toxischen Substanzen und fehlende Schutzausrüstung.
Alle untersuchten Fabriken waren nach dem brancheneigenen Auditsystem der ICTI-Care-Foundation zertifiziert. Es wurde mittlerweile in Ethical Toy Program umbenannt – doch eine Namensänderung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass auditbasierte Branchenprogramme die Bedingungen für die Arbeiter*innen nicht verbessern. Für einen tiefergehenden Einblick in die Schattenseiten der Spielzeugproduktion bieten wir den umfangreichen Report in englischer Sprache an.

Porträt von Maik Pflaum

Ich bin für Ihre Fragen da:

Maik Pflaum
Referent für El Salvador, Kleidung, Spielzeug
pflaumnoSpam@ci-romero.de
Telefon: 0911 – 214 2345

Porträt von Patrick Niemann

Ich bin für Ihre Fragen da:

Patrick Niemann
Referent für Rohstoffe, Spielzeug
niemannnoSpam@ci-romero.de
Telefon: 0251 – 674413-16