Kirchlicher Einkauf

Der neue Leitfaden ist da!

"Wie fair kauft meine Kirche?"

Der Leitfaden ist eine wichtige Grundlage zur öko-sozialen Beschaffung und zum ethischen Konsum in Kirchen und ihren Einrichtungen. Er richtet sich an ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen, Gemeidemitglieder, PfarrerInnen, EntscheidungsträgerInnen und EinkäuferInnen, die sich für eine Beschaffung nach öko-sozialen Kriterien in ihren Institutionen engagieren wollen. Dabei werden zwei Perspektiven in den Blick genommen: Neben Hintergrundinformationen über die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung verschiedener relevanter Produkte und dem Aufzeigen von alternativen Konsummöglichkeiten bietet der Leitfaden gute Beispiele für nachhaltigen Einkauf. Darüber hinaus vermittelt er praxisnahe Tipps, Argumentationsstrategien und konkrete Handlungsoptionen für den Weg hin zum öko-sozialen Einkauf. Der Leitfaden zeigt, wie eine öko-soziale Beschaffung mögllich ist. Mehr noch: Es wird deutlich, dass auch Kirchen und ihre Einrichtungen mit ihrem Einkauf dazu beitragen sollten, dass mehr Produkte unter menschenwürdigen und umweltfreundlichen Arbeitsbedingungen hergestellt werden.

Den Leitfaden können Sie hier bestellen.

"Wie fair kauft meine Kirche?"

In den letzten Jahren haben immer mehr MitarbeiterInnen in Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen begonnen, ihren Einkauf für die Gemeinde/Einrichtung nach öko-sozialen Kriterien umzustellen.
Vermeintlich kleine Schritte können hier schon eine bedeutende Wirkung haben: So sichert etwa fair gehandelter Kaffee das Überleben vieler Kaffeebauern und -bäuerinnen und die Verwendung von Recyclingpapier schont die Wälder und damit das Klima. Viel wurde erreicht – und viele Herausforderungen bleiben bestehen.
Wir wollen Ihnen mit dieser Aktionszeitung Hinweise und Tipps geben, wie Sie in Ihrer Kirchengemeinde/Einrichtung „glaubhaft fair“ einkaufen können; also mit Blick auf die Kriterien für einen öko-sozialen Einkauf und Fairen Handel. Dabei werden sowohl kleine, direkte Schritte, als auch weiterführende Möglichkeiten, aktiv zu werden, vorgestellt.

Die Aktionszeitung können Sie hier bestellen.

Gotteshaus öko-fair gestalten

Broschüre zur öko-fairen Beschaffung für Kirchen und Gemeinden

Die Schöpfung zu bewahren und für Gerechtigkeit einzutreten, weltweit und vor der eigenen Tür, ist der Auftrag Gottes an uns Menschen. Christliche Gemeinden werden immer wieder daran gemessen, ob und wie sie diesen Auftrag mit Leben füllen. Der faire Handel hat sich dabei als wesentlicher Baustein etabliert. Mit unseren Vorschlägen in dieser Broschüre möchten wir Ihre Gemeinde beim Engagement für mehr Gerechtigkeit unterstützen und Ihre Kreativität für öko-faire Gottesdienste anregen.

Im Gotteshaus und im Gottesdienst können wir sicht- und erlebbar machen, dass wir uns für den Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Diese Broschüre informiert, gibt Tipps und hilft bei der Umstellung.

Mehr lesen

„Zukunftsfähiges Wirtschaften in Kirchen“

Workshop auf dem DEKT 2015

(c) Niko Wald

Auf dem diesjährigen evangelischen Kirchentag in Stuttgart veranstaltete die CIR zusammen mit anderen Akteuren wie Brot für die Welt, Zukunft Einkaufen und FEST aus dem Mainzer Kreis einen Workshop, um ökofaire Beschaffung von Kirchen weiter voranzubringen.
Themen-Tische zu "Verbraucherzeichen“, Ethischem Investment und nachhaltigem Einkaufen boten die Möglichkeit für Gespräch und Austausch mit anderen Aktiven und jeweils einem/r ExpertIn.

Mehr lesen

Herbsttagung 2013 der CIR

Würdige Arbeitsbedingungen weltweit – die Verantwortung der Kirchen

Zu diesem Thema lud die Christliche Initiative Romero in Kooperation mit dem BDKJ und Publik-Forum am 09.11.13 zahlreiche Interessierte nach Münster ein, mitzudiskutieren und gemeinsam Lösungswege zu erarbeiten, wie das christliche Ethikverständnis auch in der Praxis, d.h. im täglichen Einkauf und Konsum, umgesetzt werden kann. Neben aufschlussreichen theoretischen Inputs zum christlichen Verständnis von Ethik und Konsum waren unter anderem auch die TeilnehmerInnen selbst gefragt, ihre Erfahrungen und auch Bedürfnisse im täglichen Leben, nicht nur in kirchlichen Einrichtungen sondern auch privat, mitzuteilen und Alternativen zu suchen, wie Einkauf ethisch gestaltet werden kann.
Mehr lesen

Die Krux mit der Nächstenliebe

Wie fair kauft meine Gemeinde?

Die Kirche hat nach der Öffentlichen Hand das zweitgrößte Einkaufsvolumen in Deutschland. Sie beschafft jährlich Waren und Dienstleistungen von 40 bis 80 Mrd. Euro und verfügt damit über eine enorme Marktmacht. Doch nicht einmal zehn Prozent der in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen konsumierten Lebensmittel werden öko-fair eingekauft. Einzig fair gehandelter Kaffee und Energieeffizienz scheinen sich etabliert zu haben. In einer aktuellen Südwind-Studie wird die Beschaffungspraxis in Einrichtungen der evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland gut dokumentiert. Die Umstellung des kirchlichen Einkaufs nach sozialen und ökologischen Kriterien muss stärker eingefordert werden. Denn obwohl die Kirche als Vertreterin und Vermittlerin von Werten wie Solidarität, Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Menschenwürde gilt, muss auch sie daran erinnert werden, ihren Beitrag gegen die weltweite Ausbeutung von Mensch und Umwelt zu leisten.

Glaubhaft fair

Die Kirchen in die Pflicht nehmen

Deswegen setzt sich die Christliche Initiative Romero (CIR) zusammen mit Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst, Misereor und dem Projekt „Zukunft einkaufen – Glaubwürdig Wirtschaften in Kirchen“ für eine Sensibilisierung des Themas ein. Gemeinden, die sich schon auf dem Weg gemacht haben, ihre Beschaffung nach öko-sozialen Kriterien systematisch umzustellen, möchten wir weiter motivieren und ihnen eine Anleitung geben, wie sie ihren Einkauf noch fairer gestalten können.

Wir haben deshalb zahlreiche Aktionstipps zusammengestellt:

  • den „Fairness-Check“ für Ihre Gemeinde
  • die gemeinsam herausgebrachten Aktionszeitung "Wie fair kauf meine Gemeinde - Schritt für Schritt zum öko-fairen Konsum" finden Sie Anregungen und gute Argumente, um verstärkt sozial-verantwortlich einzukaufen und zu handeln
  • die  Werkmappe "Wie fair kauft meine Kirche?“ zeigt die Probleme im aktuellen Einkauf der Kirchen auf und bietet Hilfen für MitarbeiterInnen, Entscheidungs-trägerInnen und EinkäuferInnen in der Kirche und den Gemeinden: Hintergrundinformationen über die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung verschiedener relevanter Produkte, das Aufzeigen von Alternativen sowie praxisnahe Tipps, Strategien und Handlungsoptionen zum fairen Einkauf.
  • einen konkreten Gesprächsleitfaden für die Kommunikation mit Ihren LieferantInnen
  • die KundInnenkarte, mit der Sie bei Ihrem nächsten Einkauf für Ihre Kirchengemeinde darauf hinweisen können, dass Sie Produkte aus sozial verantwortlicher Produktion einkaufen wollen. Geben Sie die Karte bei Ihrem nächsten Einkauf ab (z.B. an der Kasse).
  • die sechsteilige, ansprechende und bunt gestaltete Plakatserie beleuchtet wichtige Aspekte zwischen der Produktion und den Arbeitbedingungen in der Fabrik und dem ethischen Konsum. In Gemeinde- und Tagungshäusern, kirchlichen Einrichtungen und bei Infoveranstaltungen kann somit aktiv auf die globale Verantwortung und ethischen Konsum aufmerksam gemacht werden. Auch als einzelne Plakate erhältlich.

Wir bieten zudem auch online einen Überblick über diejenigen Produkte, die von den Kirchen eingekauft werden, und stellen Alternativen für eine öko-soziale Beschaffung vor.

Werden Sie aktiv und übernehmen Sie Fairantwortung!

Ihre Ansprechpartnerin

Isabell Ullrich

Isabell Ullrich

Ethischer Konsum, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Öffnet einen E-Mail-Link zum VersandullrichnoSpam@ci-romero.de

 

© 2016 Christliche Initiative Romero e.V.