Beschaffung

Berufsbekleidung

Arbeitsbekleidung schützt jene, die sie tragen, aber nicht die, die sie herstellen.

Die Mitarbeitenden der Feuerwehr, des Zoos oder der Ordnungsämter – die öffentliche Hand stattet zahlreiche Berufsgruppen mit qualitativ hochwertiger Berufsbekleidung aus, die langlebig sein soll und im Alltag zahlreichen Herausforderungen Stand halten muss.
Noch findet in diesem Bereich zu selten eine sozial gerechte Beschaffung statt. Daher sind Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen in den weltweit gestreuten Produktionsbetrieben an der Tagesordnung. Folgende Verstöße gegen die ILO-Übereinkommen in der Herstellung von Arbeitsbekleidung in den Herstellungsländern sind beispielsweise relevant:

  • Verletzungen der ILO-Kernarbeitsnormen 87 (Vereinigungsfreiheit) und 98 (Kollektivverhandlungen) in der gesamten Zulieferkette.
  • Verletzungen der ILO-Kernarbeitsnormen 29 (Zwangs- und Pflichtarbeit) und 105 (Abschaffung von Zwangsarbeit) in der gesamten Zulieferkette.
  • Verletzung der ILO-Übereinkommen 130 und 47 zur Regelung der Überstunden.

Weitere Probleme, die in der internationalen Bekleidungsproduktion auftreten, sind körperliche und psychische – oft geschlechtsspezifisch motivierte – Gewalt durch Vorarbeiter*innen und Fabrikbesitzer*innen, schlechte hygienische Bedingungen (z. B. verseuchtes Trinkwasser), mangelnde Brandschutz- und Gebäudesicherheit und gesundheitliche Probleme wie Atemwegserkrankungen aufgrund von Textilmaterial. Ausbeuterische Kinderarbeit (ILO-Kernarbeitsnorm 182) findet man insbesondere bei der Rohstoffgewinnung von Pflanzenfasern (Baumwollernte).
Bei der Beschaffung von Berufstextilien ist es ratsam, die Kriterien zu nennen, die eingehalten werden sollen, wie z. B. fairer Handel oder ILO-Kernarbeitsnormen. Gleichzeitig können das Fairtrade- oder das FWF-Siegel als Beispiele angeführt werden. Mittlerweile gibt es viele Anbieter, die den verschiedenen Ansprüchen gerecht werden. So können wir alle mit gutem Beispiel vorangehen – nicht nur privat, sondern auch im beruflichen Umfeld.
Wie das erfolgreich funktionieren kann, erfahren Sie hier:

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Porträt von Christian Wimberger

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Christian Wimberger
Referent für Unternehmensverantwortung, Bergbau, öffentliche Beschaffung, Guatemala
wimbergernoSpam@ci-romero.de
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