Naturstein und Natursteinprodukte

Für ein öko-faires Fundament

Illustration Stein

Illustration: Horst Müller

Naturstein ist ein wunderbarer, flexibler und harmonischer Werkstoff. Viele Kirchen werden mit diesem Rohstoff gestaltet und aufgewertet. Aus Naturstein lassen sich im Innen- und Außenbereich einzigartige Plätze zum Gedenken und Verweilen schaffen, die auch für nachkommende Generationen lange Zeit Bestand haben.

Was können die Gemeinden tun?
Natursteine und Grabmale sollten als Natursteinprodukt nachhaltig beschafft werden, um Umweltschutz und Menschenrechte zu gewährleisten. Dazu muss man wissen, dass ein erheblicher Anteil der in Deutschland verwendeten Grabsteine und der zur Grabmalherstellung benutzten Steinblöcke aus Indien importiert wird.
Lange war der Grabmalsektor mit dem Vorwurf konfrontiert, die Grabsteine würden häufig mit Hilfe von Kinderarbeit hergestellt, was gegen das Übereinkommen 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verstößt. Verschiedene Kommunen und Gemeinden in Deutschland änderten nach Kenntnis dieser Umstände ihre Friedhofssatzungen. Dort werden Grabsteine jetzt nur dann zugelassen, wenn sie als nicht aus Kinderarbeit stammend zertifiziert sind, z.B. von der Organisation XertifiX.
Bei der Anschaffung von Naturstein lohnt es sich immer, über den Einsatz von einheimischen Natursteinen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nachzudenken. Achten Sie in jedem Fall immer auf zertifizierte Produkte.

Tipps, Links und weitere Informationen

  • Der 2005 gegründete Verein vergibt das XertifiX-Siegel für Grab- und Natursteine, die unter Einhaltung sozialer Mindeststandards, abgebaut wurden: Xertifix
  • Vergleich der in Deutschland angebotenen Sozial-Siegel bei Naturstein (2011): Earthlink
  • Internationaler Standard zur Verbesserung der Situation in Natursteinbetrieben: Fairstone

Foto: Maren Kuiter

Ich bin für Ihre Fragen da:

Tabitha Triphaus
Referentin für Beschaffung, fairen Handel
triphausnoSpam@ci-romero.de
Telefon: 0251 - 674413-20