Klimagerechtigkeit

Klimaschutz

Klimawandel: Ernteausfälle in Mittelamerika

1,4 Millionen Menschen sind in Folge der Ernteverluste im mittelamerikanischen Trockenkorridor auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

24. Mai 2019 / Thorsten Moll

Bewohner von Las Mariitas vor einer Klimastation
Ein Bewohner von Las Mariitas erklärt die Funktionsweise einer Klimastation. Foto: Thorsten Moll (CIR)

Wie das World Food Programm (WFP) und die Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen (FAO) berichten, gefährden Ernteausfälle im Trockenkorridor von Mittelamerika die Ernährungssicherheit der ansässigen Bevölkerung. In dem Gebiet, das entlang der Pazifikküste verläuft und sich auf die Länder El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua erstreckt, leben mehr als 10 Millionen Menschen. Laut WFP, FAO und der Regierungen der vier Länder haben etwa 2,2 Millionen Menschen im Trockenkorridor ihre Ernte verloren. 1,4 Millionen Menschen von ihnen seien demzufolge auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Acht Prozent der Menschen gaben an, aufgrund ihrer Situation migrieren zu wollen

Ursache der Ernteverluste sind lange ausbleibende Regenfälle während der ersten Ernteperiode 2018 sowie starke Regenfälle während der zweiten Ernteperiode. Über die Hälfte der angebauten Grundnahrungsmittel Mais und Bohnen seien durch diese extremen Wetterlagen, die infolge des Klimawandels immer häufiger auftreten, zerstört worden.

Für die Menschen aus der Region hat der Klimawandel verheerende Folgen, da für sie die Subsistenzwirtschaft und Viehzucht eine zentrale Rolle bei der Existenzsicherung spielen. Durch die Ernteverluste sind nun viele dazu gezwungen, ihr Vieh oder landwirtschaftliche Geräte zu verkaufen, was auch ihre Verwundbarkeit gegenüber zukünftigen Wetterextremen erhöht. Laut FAO gaben bei einer Befragung 8 Prozent der Menschen an, dass sie aufgrund ihrer Situation migrieren wollen.

„Wir müssen die Resilienz der Menschen stärken, die im Trockenkorridor leben”

Adoniram Sanches, Regionalkoordinator der FAO für Mittelamerika kommt zu dem Schluss: “Wir müssen die Resilienz der Menschen stärken, die im Trockenkorridor leben”. Dazu gehörten ein verbessertes Monitoring sowie die Anwendung von bewährten landwirtschaftlichen Verfahren. Fünf Partnerorganisationen der CIR aus den vier betroffenen Ländern setzen in einem gemeinsamen Projekt genau hier an. Es zielt darauf ab, die Resilienz der Familien im Trockenkorridor gegenüber den Beeinträchtigungen durch den Klimawandel zu stärken und zu einem verbesserten Zugang zu Wasser und Nahrungsmitteln beizutragen.

Im Rahmen des Projektes werden Klimastationen errichtet und Menschen zu Klimamonitor*innen ausgebildet.

Die Daten der Klimastationen liefern den Produzent*innen wichtige Informationen für den Anbau. Foto: Thorsten Moll

Diese sammeln täglich Klimadaten, analysieren diese und geben die aufbereiteten Informationen weiter. Dies kann den Produzent*innen zum Beispiel dabei helfen, den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat der Grundnahrungsmittel abzupassen und so Ernteverluste zu vermeiden. Zudem zielt das Projekt darauf ab, Kleinproduzent*innen in agrarökologischen Anbaumethoden und Regenwasserspeicherung zu schulen, was die Resilienz der Familien erhöht. Darüber hinaus betreiben die fünf Organisationen auch politische Lobbyarbeit auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene, beispielsweise um die Bewilligung von Gesetzen zum Klimaschutz zu erreichen.

Ich unterstütze das Klimaprojekt, das die Familien darin stärkt einen Umgang mit den Folgen des Klimawandels zu finden.

Für 65 Euro können unsere Partnerorganisationen in Mittelamerika/kann ASEDE in Guatemala eine Klimastation bauen.

Dies ist ein konkretes Beispiel, was Ihre Spende bewirken kann.

Fragen? Rufen Sie uns gerne an: +49 (0) 251 / 67 44 13 – 0

Foto: Maren Kuiter

Ich bin für Ihre Fragen da:

Thorsten Moll
Referent für arbeitende Kinder, Supermärkte
mollnoSpam@ci-romero.de
Telefon: 0251 – 674413-22

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