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ECOVIN

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2020/2021):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
ECOVIN

Über ECOVIN

ECOVIN wurde 1985 von Ökowinzer*innen aus Rheinhessen, der Pfalz, von der Mosel und aus Baden als Bundesverband Ökologischer Weinbau e. V. gegründet. Ziel der Initiative ist es, ökologischen Weinbau zu fördern und an stetig weiterentwickelnden Richtlinien zu messen. 1990 wurde ECOVIN als Warenzeichen zugelassen. Die ECOVIN-Richtlinie basiert auf der EG-Öko-Verordnung (EU-Bio), geht jedoch über die dort enthaltenen Kriterien hinaus. ECOVIN ist u. a. Mitglied im IFOAM, im Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und im Pesticide Action Network (PAN). 2020 hatte ECOVIN ungefähr 245 Mitglieder aus zwölf Anbaugebieten. Biotrauben, Traubensaft, Wein, Sekt, Weinessig und Weindestillate werden zertifiziert.

Internetseite: https://www.ecovin.de

Kategorie: Lebensmittel

Bewertung von ECOVIN

ECOVIN ist eine Pionierinitiative in Deutschland, die ökologischen Weinbau seit Mitte der 1980er-Jahre vorantreibt. Als Verband vertritt die Organisation in erster Linie die Interessen seiner Mitglieder. Die Verbandsrichtlinie basiert auf der EG-Öko-Verordnung. Zusätzlich bietet das freiwillige Biodiversitätsprogramm Kriterien (z. B. von Energie- und Wasserverbrauch oder der Emission klimarelevanter Treibhausgase), die über die gesetzlichen Bio-Standards hinausgehen. Die Glaubwürdigkeit überzeugt jedoch nicht, da Risiken für die Umwelt nicht systematisch analysiert werden.

Soziales

Soziales
  • kein Fokus

Ökologie

Ökologie
  • Der Standard fordert den Schutz bestehender natürlicher Ökosysteme, ihre nachhaltige Nutzung sowie Maßnahmen zu deren Revitalisierung.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Energien und eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen klimarelevanter Treibhausgase.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes, die auf ökologischen Prinzipien basieren und den Einsatz physischer, mechanischer und biologischer Schädlingsbekämpfung gegenüber dem Einsatz von Pestiziden priorisieren.
  • Der Standard fordert das Verbot von Pestiziden, die auf der Internationalen Liste der hochgefährlichen Pestizide von PAN aufgeführt sind.
  • Der Standard schreibt vor, dass GVOs nicht angebaut, verarbeitet oder als Tierfutter verwendet werden dürfen.

Glaub­würdigkeit

Glaubwürdigkeit
  • Der Standard wird in einem öffentlichen Konsultationsverfahren unter Einbeziehung von unterschiedlichen Interessengruppen geregelt, aktualisiert und weiterentwickelt.
  • Zertifizierungs-/Prüfberichte sind nicht erhältlich.
  • Den Unternehmen wird die Durchführung systematischen Risikobewertung nicht empfohlen.
  • Die Audits werden von einer unabhängigen, vom System akkreditierten Stelle durchgeführt und basieren auch auf Risikobewertungen.
  • Vertrauliche Interviews mit Arbeiter*innen und Konsultationen mit Interessenvertreter*innen sind kein verpflichtender Bestandteil im Prüfprozess.
  • Es gibt keine öffentliche Rückverfolgung.