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Fair Wear (-Foundation)

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2020/2021):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
Fair Wear (-Foundation)

Über Fair Wear (-Foundation)

Die Fair Wear Foundation (Fair Wear) ist eine Multi-Stakeholder-Initiative, die 1999 in den Niederlanden gegründet wurde und seit 2005 einen Sitz in Deutschland hat. Aktuell sind mehr als 85 Textilunternehmen, die über 130 Marken repräsentieren, Mitglied bei Fair Wear (u. a. Jack Wolfskin, Takko, Continental Clothing). Fair Wear ist in elf Produktionsländern in Europa, Afrika und Asien aktiv. Sie hat sich die Verbesserung von Arbeitsbedingungen zum Ziel gesetzt, insbesondere in Nähfabriken, in denen Bekleidung, Schuhe und andere Textilprodukte produziert werden.

Kategorie: Kleidung

Wertschöpfungskette: Produktion/Verarbeitung

Bewertung von Fair Wear (-Foundation)

Ökologische Standards spielen keine Rolle. Der Fokus liegt auf Prozesskriterien zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Nähfabriken. Die Sozialstandards sind anspruchsvoll. Fortschritte in der existenzsichernden Entlohnung werden durch die Wage Ladder (Einkommensleiter) visualisiert und diese Übersicht wird als Verhandlungsbasis für einen firmeninternen Tarifvertrag genutzt. Fair Wear führt Verifizierungen der Mitgliedsunternehmen durch, bei denen die Managementsysteme geprüft werden (Brand-Performance-Prüfung). Die Resultatewerden veröffentlicht. Label an Kleidungsstücken dürfen nur Mitglieder verwenden, die 90 % des Produktionsvolumens in das Monitoring-System integriert haben. Fair Wear berücksichtigt die negativen Auswirkungen der Beschaffungspolitik ihrer Mitgliedsunternehmen auf die Arbeitsbedingungen durch die Brand-Performance-Prüfung. Sie zeichnet sich durch eine sehr hohe Glaubwürdigkeit aus. Fair Wear gilt als Vorbild im Bereich Textil in den Kategorien Soziales und Glaubwürdigkeit.

Soziales

Soziales
  • Die Zahlung eines existenzsichernden Lohnes/Einkommen wird aktiv gefördert.
  • Die Richtlinien gelten für die Beschäftigung von Saisonarbeiter*innen und für Angestellte über Subunternehmen.
  • Lokale Akteur*innen wie Gewerkschaften werden in das Beschwerdemanagement eingebunden.
  • Schulungen und Weiterbildungsangebote für Arbeiter*innen und Produzent*innen sind verpflichtend.
  • Verantwortungsvolle Einkaufspraktiken sind eine Voraussetzung im Standard und es gibt Maßnahmen zur Förderung der Implementierung/Umsetzung.

Ökologie

Ökologie
  • kein Fokus

Glaub­würdigkeit

Glaubwürdigkeit
  • Der Standard wird in einem öffentlichen Konsultationsverfahren unter Einbeziehung von unterschiedlichen Interessengruppen geregelt, aktualisiert und weiterentwickelt.
  • Zertifizierungs-/Prüfberichte sind öffentlich.
  • Die Arbeitnehmer*innen werden als Teil des Prüfprozess obligatorisch vertraulich befragt, und externe Interessengruppen werden stets konsultiert.