
Was hat unsere tägliche Tasse Kaffee mit der Klimakrise, Frauenrechten und Migration in Honduras zu tun? Eine Antwort auf diese Frage haben Yenis Gómez, Benigna Ramos und Adelina Vásquez für uns. Die drei Honduranerinnen berichten auf einer Vortragsreise durch Deutschland (und Rumänien) im Oktober von den Herausforderungen, vor denen Kaffeeproduzent*innen und ländliche Gemeinschaften stehen. Ihre Botschaft: Die Folgen der Klimakrise sind längst Realität und treffen insbesondere jene Menschen, die am wenigsten zu ihrer Entstehung beigetragen haben. Gleichzeitig sind die Ursachen und Auswirkungen eng mit globalen Handelsstrukturen, politischen Maßnahmen und unserem Konsumverhalten verbunden.
Auf verschiedenen Stationen der Rundreise diskutieren wir mit unseren Gästinnen, wie Kleinbäuer*innen den Folgen der Klimakrise begegnen, welche Rolle Frauen und junge Menschen für die Zukunft des Kaffeesektors spielen und welche Verantwortung Politik, Unternehmen, Konsument*innen sowie die öffentliche Hand entlang der Lieferkette tragen. Dabei sprechen wir auch über die Bedeutung einer nachhaltige öffentlichen Beschaffung für faire Handelsbeziehungen und klimaresiliente Landwirtschaft.
📍 Veranstaltungen in verschiedenen Städten – siehe Liste
📢 Offene Diskussionen, Vorträge, Austausch auf Augenhöhe
🌍 Einblicke aus erster Hand – für eine nachhaltige Zukunft
Jetzt mitdenken, mitdiskutieren, mitverändern!

Benigna Ramos ist eine Kaffeebäuerin aus der Stadt Intibucá im Südwesten von Honduras mit jahrelanger Erfahrung. Als Führungspersönlichkeit ermutigt sie insbesondere Frauen, im Kaffeeanbau aktiv zu bleiben, den Herausforderungen des Klimawandels und der internationalen Märkte zu begegnen und gemeinschaftliche Organisation als Grundlage für Resilienz zu stärken. Ihr Profil steht exemplarisch für die Entwicklung nachhaltiger, wirtschaftlich tragfähiger Produktionssysteme in der Kleinproduktion und bietet praxisnahe Einblicke in die Herausforderungen, mit denen Produzent*innen beim Zugang zu Spezialmärkten, Zertifizierungen und Maßnahmen zur Wertschöpfung konfrontiert sind.

Yenis Gómez aus Danlí im honduranischen Departamento El Paraíso repräsentiert die neue Generation honduranischer Kaffeeproduzentinnen. Sie setzt sich für nachhaltigen Kaffeeanbau, die Stärkung von Frauen und jungen Menschen sowie für die Zukunftsfähigkeit des Kaffeesektors ein. In ländlichen Spar- und Kreditgruppen engagiert sie sich für einen besseren Zugang zu Finanzierung und bringt praktische Erfahrungen im Umgang mit den Folgen der Klimakrise mit.

Adelina Vásquez ist die geschäftsführende Direktorin unserer honduranischen Partnerorganisation Centro de Desarrollo Humano (CDH). In ihrer Arbeit als Menschenrechtsaktivistin fokussiert sie sich auf Klimagerechtigkeit, Ernährungssicherheit und die Rechte indigener Frauen. Mit CDH setzt sie sich maßgeblich für den Zugang zur Justiz für von Gewalt betroffene Frauen, für den Stopp von Landraub sowie für die Bekämpfung der extremen Armut in Honduras ein. Außerdem begleitet sie mit CDH eng die vom steigenden Meeresspiegel bedrohte Küstengemeinde Cedeño. Auf unserer Vortragsreise bringt sie eine übergeordnete Perspektive auf die strukturellen Zusammenhänge mit und kann die politischen Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene einordnen, insbesondere zum Thema Klima.
Neben der Klimakrise gehören auch Verordnungen wie die Entwaldungsrichtlinie der Europäischen Union (EUDR) zu den Sorgen, die vor allem junge Kaffeeproduzent*innen in Honduras umtreiben. Denn während die Verordnung einen wichtigen Beitrag zum Waldschutz leisten und mehr Transparenz in Lieferketten schaffen kann, stellt sie Kleinbäuer*innen vor große Herausforderungen. Wie sie die aktuelle Situation erleben und wie ihnen geholfen wäre, berichten sie im folgenden Video.
In Kürze finden Sie hier mehr Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen unserer Vortragreise.

Ich bin für Ihre Fragen da:
Tessa von Richthofen
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Spendenwesen & Campaigning
vonRichthofen@ci-romero.de
Telefon: 0251 - 674413-55
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