Andere Länder der Region
Wandmalerei: Politische, gesellschaftliche und soziale Ereignisse im Fokus
Wandmalerei: Politische, gesellschaftliche und soziale Ereignisse im Fokus

Ärzte ohne Grenzen machen auf Gewalt gegen zentralamerikanische Flüchtlinge aufmerksam

Gewalt in den Herkunftsländern Hauptursache für Flucht. Kritik an restriktiver Grenzpolitik der USA und Mexikos

Von Serena Pongratz

Mexiko-Stadt, 22.05.2017 (amerika21) - 92 Prozent der zentralamerikanischen Migrantinnen und Migranten erleben in ihrem Herkunftsland oder während ihrer Flucht durch Mexiko in die USA Gewalt. Dies geht aus dem Bericht "Forced to Flee Central America's nothern triangle: A neglected humanitarian crisis" der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hervor, der vergangene Woche in Mexiko-Stadt vorgestellt wurde. Demnach sind nahezu alle Migrantinnen und Migranten auf ihrem Weg unter anderem mit Mord, Entführungen, Anwerbung durch bewaffnete Gruppen, sexuelle Gewalt, Erpressungen und Zwangsvertreibung konfrontiert und haben kaum Zugang zu medizinischer Versorgung.

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Das war das Jahr 2016 in Lateinamerika und der Karibik

Putsche, Eingriffe der USA und Gewalt bestimmten das vergangene Jahr. Aber auch ein Erstarken der sozialen Bewegungen und Gewerkschaften

Von Javier Tolcachier Übersetzung: Klaus E. Lehmann

01.01. 2017 (amerika21)- Wenn in diesem Jahr in Lateinamerika etwas vorangekommen ist, dann war es der politische Rückschritt. Am schwerwiegendsten war dabei der parlamentarische, mediale und juristische Putsch in Brasilien. Mit der jüngsten Verabschiedung des Verfassungszusatzes PEC 55 werden die öffentlichen Ausgaben in der Verfassung für 20 Jahre eingefroren. Damit wurde auch die Möglichkeit auf Eis gelegt, Millionen Menschen aus der Armut zu holen.

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Zunehmende Aggressionen gegen Aktivisten für Menschenrechte in Mexiko

Von Jana Flörchinger

Coahuila, Mexiko, 17.04.2016 (amerika21) - In der für Kohlebergbau bekannten Region im Bundesstaat Coahuila sind die Räumlichkeiten der Menschenrechtsorganisation "Familia Pasta de Conchos" gewaltsam beschädigt und ausgeraubt worden. Die Organisation, die von der Aktivistin Cristina Auerbach geleitet wird, setzt sich für den Schutz von Minenarbeitern ein und kämpft gegen illegale Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit in der Kohleindustrie.

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Scharfe Kritik an Treffen deutscher Unternehmer mit Mexikos Präsidenten

Peña Nieto beim Lateinamerika Verein in Hamburg. Aktivisten fordern Stellungnahme zu Menschenrechtsverletzungen. Freihandel im Zentrum des Staatsbesuches

Von ,

Hamburg, 14.04.2016 (amerika21) - Menschenrechtsorganisationen und politische Gruppen haben in Hamburg gegen den mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto demonstriert und den Lateinamerika Verein (LAV) der deutschen Wirtschaft scharf kritisiert. Peña Nieto traf sich im Rahmen seines Staatsbesuchs in Deutschland am Dienstag mit Mitgliedern des LAV im Rathaus der Hansestadt Hamburg. Dort hatten sich rund 100 Demonstranten versammelt, die den Präsidenten mit Protestrufen empfingen.

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Zahl der minderjährigen Flüchtenden aus Mittelamerika weiter angestiegen

Von Vilma Guzmán

Washington, 03.01.2016 (amerika21) - Mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche aus Mittelamerika sind nach Angaben der US-amerikanischen Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) binnen nur zwei Monaten allein über die Grenze in die USA gekommen.
Beamte der US-Grenzpolizei haben demnach zwischen dem 1. Oktober und dem 30. November insgesamt 10.588 unbegleitete Minderjährige an der Grenze zu Mexiko festgenommen. Dies bedeutet einen Anstieg um 106 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Festnahmen von "Familieneinheiten", bestehend aus Eltern und Kindern oder einem Elternteil mit einem oder mehreren Kindern, stieg um 173 Prozent auf 12.505 an.

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