Agrar

Neues Publikationspaket erklärt Agrarökologie und nimmt EU-Politik in die Pflicht

Für die CIR ist eine agrarökologische Landwirtschaft die Vision für eine zukunftsfähige Agrar- und Ernährungswende. Warum und wie? Dazu haben wir einen Bericht über das Konzept der Agrarökologie veröffentlicht. Mit einem Positionspapier fordern wir außerdem Maßnahmen für eine zukunftsfähige Agrar- und Ernährungswende.

Indigene Q’eqchi’ Maya Kleinproduzenten säen Mais auf einem hoch gelegenem Landstück. Volcancito, Raxruha, Alta Verapaz, Guatemala. Juni 2023. Foto: James Rodríguez.

Agrarökologische Produktionsmethoden haben in vielen Ländern des Globalen Südens eine lange Tradition. Für uns ist eine agrarökologische Landwirtschaft die Vision für eine zukunftsfähige Agrar- und Ernährungswende. Aber auch andere Organisationen sehen in der Agrarökologie die Zukunft: Deshalb gewinnt das Konzept als Alternative zur industriellen Landwirtschaft auch in Deutschland und Europa immer mehr an Bedeutung. Doch die Definitionen und das Verständnis davon, was Agrarökologie eigentlich meint und beinhaltet, variieren stark.

Potenzial der Agrarökologie ausschöpfen

Deshalb haben wir in Zusammenarbeit mit der Agrar Koordination ein Grundlagendokument erstellt, mit dem wir das Konzept der Agrarökologie umfassend erklären und so ein gemeinsames Verständnis von Agrarökologie entwickeln. Wichtig war uns dabei, dass die Definition den Ursprüngen der Agrarökologie in Sozial- und Umweltbewegungen des Globalen Südens gerecht wird. Basierend auf dem Bericht haben wir ein Positionspapier erarbeitet, das Forderungen an die EU beinhaltet, welche Maßnahmen in der Agrar- und Ernährungspolitik umgesetzt werden müssen, um das Potenzial der Agrarökologie für eine Transformation des globalen Ernährungssystems auszuschöpfen. „Wir sehen hier die Politik der EU klar in der Pflicht“, sagt Merle Kamppeter, Referentin für nachhaltige Agrarlieferketten.

Das Positionspapier wurde bereits jetzt von 39 Menschenrechts-, Klima- und Umweltorganisationen aus Deutschland, Europa und dem Globalen Süden mit gezeichnet.

Im Rahmen der Grünen Woche stellten wir den Bericht und das Positionspapier am 22. Januar online einem Fachpublikum vor. Beide Publikationen sind auch bei uns im Shop zum Download verfügbar.

Ausblick: 2024 veröffentlichen wir zudem eine Impact-Studie aus Guatemala, die zeigt, welche positiven Auswirkungen die traditionelle agrarökologische Produktion für indigene Gemeinden in Guatemala hat – aber auch, auf welche politischen Hürden sie in ihrer Umsetzung stößt.

Foto: Maren Kuiter

Ich bin für Ihre Fragen da:

Merle Kamppeter
Referentin für nachhaltige Agrarlieferketten, öffentliche Beschaffung
kamppeternoSpam@ci-romero.de
Telefon: 0251 - 674413-61