Klimagerechtigkeit

Climate Camp in Solingen: Junge Klimabotschafter*innen tauschen sich aus

Aktive aus Europa und Mittelamerika planen für 2022 gemeinsame Nicaragua-Reise

Die Klimabotschafter*innen der Game-On-Kampagne bei ihrem Treffen in Solingen.
(Foto: Stadt Solingen)

Aktive der Klimagerechtigkeitsbewegung von zwei Kontinenten und aus zwölf Ländern kommen in Solingen zusammen: Vom 29. Oktober bis 5. November 2021 treffen sie beim „Climate Camp“ Vorbereitungen für das große 14-tägige Vernetzungstreffen in Nicaragua 2022 und schmieden Pläne für eine klimagerechte Zukunft.

Ich glaube daran, selbst etwas verändern zu können und den Klimawandel nicht einfach tatenlos hinnehmen zu müssen.“ Adan Orlando Rivas Lozano reiste extra aus Honduras an, um sich mit Engagierten der Klimabewegung in Deutschland zu treffen. Weitere Teilnehmende aus Nicaragua, Spanien, Litauen, Lettland, Bulgarien, Rumänien, Tschechien, Ungarn, der Slovakei und Deutschland kommen in dieser Woche in Solingen zusammen. Alle setzen sich bereits in ihren Heimatländern für Klimagerechtigkeit ein und sind in unterschiedlichen Vereinen und Netzwerken aktiv. Im Rahmen der Game-On-Kampagne vernetzen sie sich nun, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam Aktionen für eine klimagerechte Zukunft zu planen.

Sozial gerechte Lösungsansätze im Kampf gegen die Klimakrise können wir nur entwickeln, wenn wir einander zuhören. Im Austausch erfahren wir, was Menschen in verschiedenen Teilen der Welt bewegt, wie sie der Klimakrise begegnen und was sie antreibt für ihren Aktivismus.“ Celia Meienburg, CIR-Referentin für Klimagerechtigkeit, begleitet das Austauschprogramm vor Ort in Solingen. Die Gruppe besucht im Rahmen der Woche verschiedene lokale Lernorte, das Wuppertal Institut, das Braunkohlerevier Garzweiler und trifft auf lokale Initiativen. In Solingen und Brüssel werden die jungen Aktivist*innen auch in den Austausch mit Politiker*innen gehen und diskutieren, welche Maßnahmen auf lokaler und europäischer Ebene den Weg in eine sozial-gerechte 1,5-Grad-konforme Klimapolitik ebnen können.

Gemeinsame Reise nach Nicaragua für 2022 geplant

Nicaragua gehört zu den am stärksten von der Klimakrise betroffenen Ländern der Welt. Zunehmende Extremwetterereignisse, lange Dürreperioden und Ernteausfälle bedrohen die Lebensgrundlage vieler Menschen, die selbst nur für einen Bruchteil der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Im Frühjahr 2022 wird sich die Reisegruppe vor Ort einen Eindruck von der Situation machen und zurück in Europa Bewusstsein für die Perspektive der Menschen aus Mittelamerika schaffen.

Die Nicaragua-Reise und das Vorbereitungstreffen in Solingen organisiert die CIR in Kooperation mit ihrer Partnerorganisation La Cuculmeca aus Nicaragua, dem Forum für soziale Innovation, der Stadt Solingen und dem Netzwerk „junge Expertise“ des Fördervereins zur Städtefreundschaft mit Jinotega. Das Austauschprogramm ist Teil unserer Kampagne „Game On – Don’t let climate change end the game“ und wird von der Europäischen Union mitfinanziert.

Ansprechpartnerin_Celia_Meienburg

Ich bin für Ihre Fragen da:

Celia Meienburg
Referentin für Klimagerechtigkeit
meienburgnoSpam@ci-romero.de
Telefon: 0251 – 674413-44