“Migration ist eines der drängendsten Probleme in Zentralamerika. Und es wird immer schlimmer”.

Bischof Álvaro Ramazzini

Die Rechte von Migrant*innen schützen!

Die Pastoral de Movilidad Humana unterstützt Menschen, die vor Gewalt und Armut fliehen.

18. Februar 2020

Verbundenes Männlichkeits- und Weiblichkeitssymbol in einer Tag-Cloud

Foto: Pastoral de Movilidad Humana

Anfang des Jahres 2020 hat sich erneut eine Karawane mit etwa 3.500 Menschen, hauptsächlich aus Honduras, auf den Weg Richtung USA gemacht. Auch deutsche Medien berichteten darüber, dass Mitte Januar etwa 1.000 Honduraner*innen die Grenze nach Guatemala durchbrochen hatten. Dennoch: Die Wahrscheinlichkeit, in die USA – dem Ziel der meisten Menschen aus der Karawane – zu gelangen, wird immer geringer. Dies liegt an den zunehmend migrationsfeindlichen Politiken der betroffenen Länder. So hat beispielsweise Mexiko mittlerweile seine Grenze auf Druck der USA geschlossen.

Mirna Isabel García, von unserer Partnerorganisation Pastoral de Movilidad Humana in Guatemala, sagte uns zu den Hintergründen: “Es gab immer Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben, in kleinerer Zahl. Es ist eine komplizierte Situation, denn trotz der restriktiven Migrationspolitik der aktuellen Regierungen bestehen die grundlegenden Bedürfnisse der Menschen weiterhin. Solange die Probleme um Wirtschaft, Sicherheit, Gesundheit und Arbeitslosigkeit nicht gelöst werden, werden sich die Menschen auch weiterhin auf den Weg machen, um Alternativen zu suchen.” Diese schwierige Situation führt dazu, dass immer wieder Menschen in großer Zahl versuchen, in die USA zu migrieren, obwohl diese Reise gefährlich ist und Migrant*innen und Geflüchtete häufig Opfer von Gewalt werden.

Die Pastoral de Movilidad Humana will durch ihre Arbeit Bedingungen schaffen, damit Menschen dort leben und bleiben können, wo sie zuhause sind. Darüber hinaus hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Geflüchtete und Migrant*innen zu begleiten, zu schützen und in die Gesellschaft zu integrieren. Beispielsweise sorgt sie durch mehr als zehn sogenannte „Casas del Migrante“ dafür, dass die Migrant*innen auf ihrem Weg in die Vereinigten Staaten zumindest für kurze Zeit eine sichere Unterkunft, Essen, Kleidung und ein Bett erhalten.

Foto: Maren Kuiter

Ich bin für Ihre Fragen da:

Thorsten Moll
Referent
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