Klimagerechtigkeit

Deutschland muss mehr Verantwortung übernehmen

Zur Weltklimakonferenz in Glasgow ruft die CIR gemeinsam mit einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis, bestehend aus Organisationen aus Zentralamerika und Deutschland, die Bundesregierung mit 14 Forderungen zu einer verantwortungsvolleren und gerechteren Klimapolitik auf.

Tropenstürme wie Eta und Iota, Überschwemmungen infolge von Starkniederschlägen oder extreme Dürrephasen: Zentralamerika ist besonders stark von den Auswirkungen der globalen Erderhitzung betroffen.

Gleichzeitig ist der Anteil der zentralamerikanischen Länder an den Ursachen der Klimakrise gering. Während die CO2-Emissionen Nicaraguas aktuell beispielsweise bei 0,9 Tonnen CO2 pro Kopf liegen, wurden in Deutschland im Jahr 2019 durchschnittlich über 9,7 Tonnen CO2 pro Kopf emittiert. Die Verantwortung des Globalen Nordens für die Klimakrise ist damit offensichtlich und trotzdem bleibt die Unterstützung Zentralamerikas durch den Globalen Norden im Umgang mit Klimakatastrophen unzureichend.

Mittlerweile erkennen die Länder des Nordens ihre Verantwortung zumindest grundsätzlich an. Auf den Weltklimakonferenzen (COP) wird unter anderem verhandelt, wie die Länder des Nordens tatsächlich mit dieser Verantwortung umgehen. Das Abkommen der COP in Paris wurde dabei als Meilenstein der internationalen Klimapolitik gefeiert. Es wurde am 12. Dezember 2015 von 196 Staaten sowie der EU verabschiedet und trat am 4. November 2016 in Kraft. Seitdem wird auf den Folgekonferenzen über die konkrete Ausgestaltung des Abkommens verhandelt. Ob es einen nachhaltigen, positiven Effekt haben wird, hängt stark von diesen Verhandlungen ab.

Im Vorfeld der COP26 hat die CIR deswegen gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Zentralamerika und Deutschland ein Hintergrund- und Positionspapier erarbeitet, in dem sie 14 Forderungen an die Bundesregierung richten – für eine gerechtere internationale Klimapolitik. Grundsätzlich gilt: Deutschland und die anderen Industrieländer müssen mehr Verantwortung übernehmen, die Länder des Südens bei der Anpassung an die Klimakrise stärker unterstützen und für entstandene Schäden und Verluste aufkommen.

Foto: Maren Kuiter

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Thorsten Moll
Referent für Landwirtschaft, Klimagerechtigkeit, arbeitende Kinder
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