Kampagne für Saubere Kleidung - Sport

Adidas will Zustände in Fabriken per SMS verbessern
Neue Beschwerde-Hotline in Bangladesch
6. Mai 2013 - Anlässlich des Fabrikeinsturzes in Bangladesch mit über 500 Toten meldet Adidas die Einführung eines neuen Beschwerdesystems für ArbeiterInnen in ihren bangladeschischen Zulieferfabriken.
Wir schreiben, was davon zu halten ist.
Sieg über Adidas!
Indonesische PT-Kizone-GewerkschafterInnen erringen wegweisenden Erfolg
Zwei Jahre lang mussten die ArbeiterInnen des ehemaligen Zulieferbetriebs PT-Kizone, der für Adidas Sportbekleidung produzierte, auf die gesetzlichen Entschädigungszahlen warten, nachdem die Zuliefererfabrik im April 2011 geschlossen wurde. Jetzt kam es endlich zu einer Einigung: Adidas gab dem Druck der indonesischen Gewerkschaften, solidarischer AktivistInnen weltweit und der Kampagne für Saubere Kleidung schließlich nach. Auch wenn die genauen Vereinbarungen des Abkommens bisher nicht öffentlich bekannt sind, ist sicher, dass den ArbeiterInnen von PT Kizone eine beträchtliche Summe zugesagt wurde. Die genauen Auszahlungsmodalitäten werden weiter mit Adidas ausgehandelt.
Adidas als zweifelhafter Vorreiter
Adidas drückt sich weiterhin um die noch ausstehenden Zahlungen an entlassene MitarbeiterInnen einer Zulieferfabrik in Indonesien
2011 wurde die Fabrik PT Kizone überraschend geschlossen. Seitdem kämpfen die ehemaligen ArbeiterInnen um ausstehende Löhne und wenden sich dabei auch an die Auftraggeber der in der Fabrik konfektionierten Bekleidung. Adidas sonnt sich im Licht einer von ihm angestoßenen Idee für den zukünftigen Umgang mit solchen Fällen, lässt aber die aktuell Betroffenen links liegen. Mit winzigen Krümeln des großen Kuchens speist Adidas diejenigen ab, die maßgeblich zu den Riesengewinnen der Marke beigetragen haben.
ARD-Markencheck durchleuchtet Adidas
Die ARD untersuchte bei ihrem „Markencheck“ den Adidas-Konzern (entsprechende Videos finden Sie am Ende des Artikels). Dafür gingen die JournalistInnen auch der Frage nach: Passt der Fairplay-Gedanke zu den Produktionsbedingungen in den Entwicklungsländern? Wegen dieses Themas wandte sich die ARD auch an die CIR als Expertin auf diesem Gebiet.
Adidas soll Abfindungen zahlen
Der diesjährige Olympiasponsor Adidas ließ bis 2010 in dem indonesischen Zulieferbetrieb PT Kizone produzieren. Nach Schließung des Werks 2011 wurden die 2.800 ArbeiterInnen ohne die gesetzlich vorgeschriebene Abfertigung gekündigt. Adidas weigert sich trotz Rekordgewinnen, die ausstehende Summe von 1,4 Mio. Euro zu zahlen. Der Sportartikelhersteller war jahrelang Käufer bei PT Kizone, wo die ArbeiterInnen teilweise nur US-$ 0,60 pro Stunde erhielten.
Erste handfeste Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Philippinen
IGB - 21.8.2012: Als direkte Folge der Studie (Fair Games?) der PlayFair-Kampagne, in der Verstöße gegen Arbeitsrechtsverletzungen in der Bekleidungsindustrie dieser Region festgestellt worden waren, kam es nun in Cebu/Philippinen zu einer Vereinbarung.
Fair Play oder Big Business?

Am 12. August 2012 nahmen die Olympischen Spiele in London, das Sportereignis der Superlative, mit der Abschlusszeremonie ein spektakuläres Ende. Doch hinter den Spielen und weit entfernt vom Glamour, sind es die Frauen und Männer in den Fabriken des globalen Südens, die offizielles Merchandising, Sportkleidung und Schuhe unter zum Teil schlimmsten Bedingungen fertigen müssen. Eine Studie von Gewerkschaften, der Kampagne für Saubere Kleidung u.a. beschreibt die Zustände – und ruft zum Online-Protest auf.
Pumas Sozialbilanz: mangelhaft

Ein Eintreten für den Umweltschutz und eine gute Ökobilanz sind zweifellos wichtig, doch dies darf nicht über mangelhafte soziale Verantwortung eines Unternehmens hinwegtäuschen. Ein aktueller Bericht aus die tageszeitung (taz) stellt fest, dass Puma weiterhin zu kurz springt in Sachen Soziales und beruft sich dabei auch auf die jahrelange Kritik der Christlichen Initiative Romero an Pumas unzureichender Übernahme an sozialer Verantwortung und ganz konkret an der fehlenden Zahlung existenzsichernder Löhne in den weltweiten Zulieferbetrieben des Sportartikelherstellers.
Knebeln, Treten, Quälen.
In den Zuliefererbetrieben der bei Olympia vertretenen Sportartikelkonzerne Adidas, Nike und Puma gehen ArbeiterInnen durch die Hölle.
Die britische War on Want – Organisation hat eine erschütternde Studie veröffentlicht, die unhaltbare Zustände bei Betrieben aus Bangladesch, die Adidas, Nike und Puma beliefern, an Tageslicht bringen. Die Konzerne können mit riesigen Gewinnen durch ihre Vermarktung bei den Olympischen Spielen im Sommer in London rechnen. Auf Kosten der psychischen und physischen Unversehrtheit der ArbeiterInnen in Bangladesch.
Faire Spiele?
Olympische Grundsätze für die Spiele 2012 in London sind für ArbeiterInnen im Süden die reinste Farce (PlayFair 2012)
Die PLAY FAIR-Kampagne veröffentlicht Untersuchungen bei Unternehmen in China, die Olympia 2012 mit Maskottchen und Merchandising-Artikeln versorgen. Die Organisatoren der Spiele gehen davon aus, dass sich mit diesen Artikeln ein Gesamtumsatz von bis zu einer Milliarde britische Pfund erzielen lässt. Eine gigantische Summe, von der in gewohnter Manier das Olympische Komitee, Veranstalter und Unternehmen profitieren. Dieser Report dokumentiert erneut, dass trotz Schönreden der Olympischen Gemeinschaft und der profitierenden Unternehmen die ArbeiterInnen im globalen Süden im Abseits liegen gelassen werden.
Ocean Sky Update
Die Fabrik Ocean Sky El Salvador, die auch für Puma und adidas/reebok produziert, hat kürzlich ihren Besitzer gewechselt. Welche Implikationen dies für die Arbeitsbedingungen der MitarbeiterInnen hat, ist noch unklar.
Jedoch berichtet die CIR-Partnerorganisation Mujeres Transformandos (MT) von anhaltenden Arbeitsrechtsverletzungen in der Fabrik: Ocean Sky hat die Gehälter der ArbeiterInnen nicht verbessert, es gibt weiterhin ungerechtfertigte Entlassungen, es fehlt an Notausgängen und arbiträre Bestrafungen, sexuelle Belästigungen, Unfälle am Arbeitsplatz, exzessive Hitze sind nur einige der anhaltenden Missstände in der Fabrik. Auch hatte Ocean Sky zugesagt, dass sie den Verhaltenskodex publik machen würde und diesen den ArbeiterInnen bereitstellen würden, was nicht geschah.
Im Oktober 2011 wurde eine Vereinbarung zwischen dem Management von Ocean Sky und Mujeres Transformando unterzeichnet, die Schulungen, durchgeführt von MT, für AufseherInnen und Management zu Themen wie Motivation, Verhandlungstechniken und Konfliktlösung vorsah. Diesen Trainings sollten Arbeitsrechts-Schulungen für alle ArbeiterInnen der Fabrik folgen. Nun befürchtet Mujeres Transformando, dass die Zusagen zu den Schulungen nicht weiter gehalten werden.
Adidas ist nicht nachhaltig

Beherzte BürgerInnen verwiesen beim Unternehmerforum in Wittlich auf die Flecken auf der Weste von Adidas-Boss Hainer.
Der Adidas-Vorstandvorsitzene Herbert Hainer sollte beim Unternehmerforum in Wittlich nahe Trier am 16.9.2011 als Stargast auftreten und über die Nachhaltigkeitsstrategie von Adidas dozieren. Kritische BürgerInnen organisierten deswegen – mit CIR-Unterstützung – eine Protestaktion vor der Halle und verteilten Infomaterialien in der Fußgängerzone von Wittlich.
Lesen Sie mehr:
Auf der Suche nach neuem Wachstum (Trierischer Volksfreund, 16.9.2011)
Aktionsflyer
Unternehmerforum Wittlich
Erneut: Arbeitsrechtsverletzungen bei Ocean Sky
So schnell es positive Nachrichten über die Abstellung der meisten Misstände in der Fabrik Ocean Sky gab, so schnell relativieren sich diese nun nachdem der Medienrummel und die Aufmerksamkeit abgeflaut sind. Nach vielen Klagen von ArbeiterInnen wendet sich unsere Partnerorganisation Mujeres Transformando (MT) nun besorgt an die Fabrikbetreiber nachdem es zunächst zu schnellen Erfolgen nach Veröffentlichung des Berichts Anfang des Jahres gekommen war. Der Bericht des Instituts für globale Arbeits- und Menschenrechte und Mujeres Transformando über die Zustände in der Fabrik Ocean Sky in El Salvador hatte großes Aufsehen erregt. Die Fabrik und ihre Einkäufer, zu denen u.a. Adidas/Reebok, Puma, Gap und Columbia zählen, haben inzwischen zwar eingesehen, dass es gravierende Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen in der Fabrik gab und sich dazu verpflichtet, diese Probleme zu beheben. Seitdem hat sich einiges getan, aber längst nicht genug und sogar weniger als zunächst gedacht.
Hintergrund
Hungerlöhne und verseuchtes Trinkwasser
CIR-Partnerorganisationen aus El Salvador berichten von gravierenden Missständen in der Fabrik Ocean Sky, die auch für Puma und Adidas/Reebok fertigt.
Die ArbeiterInnnen berichteten von extremen Arbeitsdruck, erzwungenen Überstunden und Trinkwasser, das krank macht. In seiner Ausgabe vom 31.1.2011 griff DER SPIEGEL die Vorwürfe auf. Die CIR hat sich in Schreiben an Adidas und Puma sehr besorgt geäußert und die Markenfirmen aufgefordert, umgehend für eine Umsetzung der Arbeitsrechte in Ocean Sky zu sorgen.












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