Metro AG

Durchbruch für Arbeitsrechte bei R.L:Denim.
Unternehmen bleibt weiterhin in Kritik für CSR-Politik.
Eine Studie des NLC von Mai 2009 hatte aufgedeckt, dass die ArbeiterInnen geschlagen und die Löhne nicht ausgezahlt wurden; sie mussten sieben Tage und bis zu 97 Stunden pro Woche arbeiten. Eine Frau war gestorben, weil sie den Akkordmarathon nicht mehr aushielt und nicht zum Arzt durfte. Daraufhin brach sie am Arbeitsplatz zusammen. Metro stellte einen Zusammenhang zwischen dem Tod der Arbeiterin und den Arbeitsbedingungen in der Fabrik in Abrede, für CCC und Ver.di, basierend auf den NLC-Recherchen – ist dieser jedoch naheliegend.
Der Fall R. L. Denim habe für Metro wie ein „Weckruf“ fungiert. Zukünftig werde für die Kontrolle der Arbeitsrechte das Vier-Augenprinzip gelten, so dass nicht mehr nur der Einkauf die Umsetzung beaufsichtige, sonder auch der Comlpiance-Bereich des Konzerns. Metro werde ab sofort wieder Aufträge in R. L. Denim platzieren, das Auftragsvolumen entspreche dem früheren. Zusammen mit dem Fabrikbetreiber werde sich Metro um noch ausstehende Zahlungen, nicht erteilten Mutterschutz und andere Probleme kümmern. Zukünftig solle dort gesetzeskonform gearbeitet werden. Sollten dafür die Kosten für den Einkauf der Produkte steigen, sei Metro bereit, diese zu tragen.
Verdi und CCC zeigten sich zufrieden mit den von Metro in Aussicht gestellten Schritten. Im Fabrikalltag muss sich nun zeigen, wie weit es zu Verbesserungen für die ArbeiterInnen kommt. Arbeitsrechtsverletzungen der Metro Töchter Saturn und Media Markt drängten CIR-VertreterInnen auch 2010 zur Aktionärsversammlung.
Bisher konnte keine Übereinstimmung beim Kontrollmodell gefunden werden: Metro hält an Kontrollen durch die BSCI fest. Die CCC kritisiert BSCI, weil es keine Multistakeholder-Inititative ist, an der NRO und Gewerkschaften gleichberechtigt beteiligt sind. Auch setzt BSCI fast ausschließlich auf Fabrikkontrollen, lässt aber die Einkaufspraxis der Auftraggeber wie Metro außer Acht.



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