Nicaragua
Neue Kathedrale in Managua
Neue Kathedrale in Managua

In Solidarität mit Nicaragua

- anlässlich der aktuellen Geschehnisse im April 2018

Münster, 30.04.2018 (CIR) - Mit großer Sorge blicken wir auf die Ereignisse und die Gewalt der vergangenen Tage. Die Christliche Initiative Romero e.V. erklärt ihre Solidarität mit der Bevölkerung Nicaraguas, die einfordert, dass die Regierung ihre fundamentalen Rechte respektiere. Die elementarsten Menschenrechte wie das Recht auf freie Meinungsäußerung, die Versammlungsfreiheit, die Presse- und Informationsfreiheit sowie das Recht auf Leben wie auch die Unversehrtheit der Person müssen unbedingt respektiert werden. Wir verurteilen sämtliche repressiven Handlungen und betonen ausdrücklich die Verantwortung der Regierung, eine unabhängige Aufklärung der in diesem Zusammenhang begangenen Verbrechen zu gewährleisten. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der bei den Demonstrationen gestorbenen Menschen. 

Wir begrüßen den inzwischen angekündigten Dialog zwischen Regierung und verschiedenen Sektoren der nicaraguanischen Gesellschaft unter Aufsicht der katholischen Kirche, der die Studierenden der Universität, die Frauen- Arbeitsrechts- und Umweltbewegung, die Landbevölkerung wie auch die Bewegung gegen den interozeanischen Kanal mit einschließen sollte. 

Wir hoffen, dass dieses wunderbare Land gemeinsam seinen demokratischen Weg unter Einhaltung der Menschenrechte findet.

Centro Nicaragüense de Derechos Humanos (CENIDH)

Menschenrechte ohne Gewalt verteidigen!

Das Menschenrechtszentrum begleitet Familien und Angehörige vieler der bei den jüngsten Demonstrationen getöteten Menschen und Folteropfer der Repression.

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Proteste gegen Gewalt und Repression in Nicaragua

Informationsbüro Nicaragua, 25. April 2018 - Die größten Proteste, die es seit dem Amtsantritt Ortegas im Jahr 2006 gab, halten seit Mittwoch, 18. April, in ganz Nicaragua an. Es begann mit friedlichem Protest gegen eine Sozialreform, welche die Beiträge von Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen für die Rentenversicherungen steigern, zugleich aber die Renten kürzen soll. Die Polizei und Paramitliärs gingen mit viel Gewalt gegen Demonstrant*innen und auch Journalist*innen vor. Bei den Auseinandersetzungen sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Weitere dutzende wurden verletzt, mehr als 200 Personen werden vermisst und 60 wurden inhaftiert. Die Regierung ließ außerdem ein oppositionelles Radio zerstören und blockierte mehrere Fernsehkanäle, die über die Demonstrationen berichteten. Inzwischen gibt es landesweite Proteste, welche Gerechtigkeit, den Rücktritt Ortegas und ein Ende der Diktatur fordern.

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Regierung in Nicaragua nimmt umstrittene Sozialreform zurück

Nach tagelangen Protesten und Ausschreitungen hebt Institut für soziale Sicherheit Beschluss wieder auf.

Von Vilma Guzmán

Managua, 23.04. 2018 (amerika21) - Der Präsident von Nicaragua, Daniel Ortega, hat am Sonntag den Widerruf der Sozialversicherungsreform bekanntgegeben, die Auslöser für landesweite Demonstrationen und gewalttätige Proteste in den vergangenen Tagen war.

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Proteste um Sozialabgaben: Nicaragua zwischen Gewalt und Dialog

Proteste gegen Sozialreform richten sich zunehmend gegen Regierungspolitik der Sandinisten.

Von Monika Zimmermann

Managua, 22.04.2018 (amerika21) - Angesichts andauernder heftiger Proteste gegen eine Reform der Sozialversicherung hat Nicaraguas Präsident Daniel Ortega zum Dialog und zur Wahrung des Friedens im Land aufgerufen. In Anwesenheit seines Kabinetts sowie der Militär- und Polizeiführung sagte Ortega am Samstag im staatlichen Fernsehen, ein Treffen mit dem Privatsektor sei in Vorbereitung, um die Reform und die Frage der Ausnahmeregelungen zu erörtern. Ein "Runder Tisch" werde eingerichtet, um einen Konsens zu erzielen

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„Wo die von oben zerstören, blühen wir unten”

In Nicaragua kämpfen Umweltaktivistinnen trotz massivem Gegenwind von der Regierung weiter gegen das interozeanische Kanalprojekt

von Evelyn Linde
März 2018 (Lateinamerika Nachrichten Ausgabe 525) - Die nicaraguanische Regierung von Daniel Ortega versucht den Protest der Bäuerlichen Bewegung gegen den Kanal (Movimiento Campesino Anticanal) zu spalten und Aktivist*innen zu diffamieren. Die Aktivistinnen Francisca Ramírez und Mónica López Baltodano lassen sich jedoch nicht einschüchtern und starteten eine Gegenkampagne. „Wir Bäuerinnen und Bauern sind vereint, obwohl die Regierung und ihre Agenten versuchen, unseren Kampf für die Verteidigung unserer Erde und unserer Souveränität zu zerstören“, sagt Francisca Ramírez. Die auch als Doña Chica bekannte Aktivistin ist eine wichtige Akteurin der Bäuerlichen Bewegung gegen den interozeanischen Kanal.

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OAS und Nicaragua vereinbaren Kooperation, Wahlfälschungen nicht bestätigt

Von Georg Stein

Managua, 28.01.2017 (amerika 21) - Die Regierung von Nicaragua und die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) haben in einem gemeinsamen Bericht eine längerfristige Zusammenarbeit bekanntgegeben. Innerhalb von drei Jahren sollen einige Gesetze, Institutionen, Wahlmechanismen und sonstige vereinbarte Themen gemeinsam analysiert werden, geplant sind dabei auch konkrete Veränderungsvorschläge. In dem Dokument verpflichtet sich die OAS, "die Gesetze des Landes und seine Verfassung zu achten und sich nicht in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen".

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Daniel Ortega in Nicaragua als Präsident für vierte Amtszeit vereidigt

Von Steffen Niese

Managua, 12.01.2017 (amerika21) - In Nicaragua ist Präsident Daniel Ortega am Mittwoch für seine vierte Amtszeit vereidigt worden. Bei einer Massenkundgebung auf dem Platz der Revolution in der Hauptstadt Managua übernahm der ehemalige Kommandant der sandinistischen Revolutionstruppen das Amt. Für Kontroversen im Land und auf internationaler Ebene sorgte der Umstand, dass seine Ehefrau Rosario Murillo zugleich als Vizepräsidentin vereidigt wurde.

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Von einem, der ging und doch bleibt

Fernando Cardenal
Foto: IMG_1351FC von Jorge Mejía Peralta, CC BY 2.0, Bildbearbeitung: CIR

Nachruf der Christlichen Initiative Romero auf den am 20. Februar 2016 verstorbenen Jesuiten Fernando Cardenal

Von Anne Nibbenhagen

Am Samstag, den 20. Februar 2016 starb in Managua der Jesuit Fernando Cardenal im Alter von 82 Jahren. Mit seinem Tod verlieren Nicaragua und weltweit alle, die ihn kannten und schätzten, einen Menschen, der mit seiner tiefen Menschlichkeit, Bescheidenheit, Aufrichtigkeit und dem unermüdlichen Einsatz für eine gute Bildung für alle überzeugte.

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© 2018 Christliche Initiative Romero e.V.