Nicaragua
Neue Kathedrale in Managua
Neue Kathedrale in Managua

Anwälte von Masaya verlangen die Abschaffung des Gesetzes 779

Anwälte bezeichnen das Gesetz als "radikal feministisch"

El Nuevo Diario, 3. Mai 2013 -Eine Gruppe von Anwälten aus Masaya, die im Demokratischen Anwaltsverein Nicaraguas, Adanic, zusammengeschlossen sind, verlangten von der Nationalversammlung, die Abschaffung des Gesetzes 779 zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen, da sie der Meinung sind, dass es eine Gefahr für die nicaraguanischen Familien darstelle.

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Nur wenige Fälle von innerfamiliärer Gewalt kommen vor Gericht

Kampagne gegen das Gesetz 779 bereitet Frauenorganisationen Sorge

El Nuevo Diario, 26. April 2013 - Nach Meinung von Frauenorganisationen, die gestern vor dem Gerichthof die Zurückweisung der Klagen gegen das Gesetz 779 forderten, sind die mehr als 800 Verfahren nur der kleinste Teil der Anklagen, die wegen Gewalt eingereicht wurden.

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Gemischte Reaktionen auf Gesetz gegen Gewalt an Frauen

Das Gesetz 779 stößt im Land auf Widerstand, erhält jedoch Unterstützung auf internationaler Ebene

Von Janina Fischer (CIR)

8. März 2013- Seit Inkrafttreten des Gesetzes 779 zur Bekämpfung der Gewalt an Frauen am 22. Juni 2012 wurden insgesamt fünf Verfassungsklagen vor dem Obersten Gerichtshof Nicaraguas eingereicht. Die lauteste Kritik kommt dabei aus den Reihen der katholischen und evangelischen Kirche des Landes.

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Nicaraguas Bischofskonferenz bangt um Einfluss

Managua, 6. Januar (amerika21.de) - Der Präsident der nicaraguanischen Bischofskonferenz, Leopoldo Brenes, hat nach Angaben der regierungskritischen Tageszeitung La Prensa Zahlungen der Regierung an Geistliche beklagt. Brenes forderte die Betroffenen auf, sich von dieser "wirtschaftlichen Unterstützung" nicht in ihrem Handeln beeinflussen zu lassen.

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Sexueller Missbrauch ist ein Missbrauch von Macht

Interview mit Aguas Bravas Nicaragua

Von Anna Katharina Bechtoldt, Stefanie Wassermann

20. Dezember 2012 (Lateinamerika Nachrichten 463) - Sexueller Missbrauch ist in Nicaragua kein Einzelfall. Viele Frauen schweigen ihr Leben lang und die Täter werden niemals zur Rechenschaft gezogen. Unsere langjährige Partnerorganisation Aguas Bravas Nicaragua (ABN) gründete sich, um betroffene Frauen in Selbsthilfegruppen zusammenzubringen, das Erlebte zu verarbeiten und um sich gegen die patriarchalen Strukturen des Landes stark zu machen.

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Neues Gesetz zur Gewaltbekämpfung tritt in Kraft

Das Gesetz zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen tritt am 22. Juni 2012 in Kraft, ohne Bereitstellung der notwendigen Mittel

El Nuevo Diario, 18. Juni 2012 - Luz Marina Torres vom Frauennetzwerk gegen Gewalt erklärte hierzu, dass es ja gut sei, dass die ausländische Hilfe in dieser Hinsicht Unterstützung leiste, dies könne aber nicht dazu führen, dass die Regierung nichts tue und die Justiz sich nicht damit beschäftige.

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Aguas Bravas gewinnt Menschenrechtspreis

Unsere Partnerorganisation Aguas Bravas hat den diesjährigen Franco-deutschen Menschenrechtspreis für Nicaragua gewonnen. Seit fünf Jahren setzt sich die Organisation für Opfer sexualisierter Gewalt ein, indem sie den Austausch zwischen Betroffenen ermöglicht und ihnen Unterstützung zur seelischen Verarbeitung des Erlebten anbietet.

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Zuckerrohrarbeiter in Mittelamerika

Zu Tode geschuftet für den Biosprit

Von Sandra Weiss

Der Standard, 15. Februar 2012 - Zuckerrohrschneider in Mittelamerika sterben zu Tausenden an rätselhaftem Nierenversagen - Wissenschafter tippen auf zu schwere Arbeit, zu wenig Wasser und die Praktiken großer Agrarkonzerne.

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Neues Gesetz gegen Gewalt an Frauen verabschiedet

von Thomas Krämer-Broscheit (CIR)

Die nicaraguanische Nationalversammlung verabschiedete am 26. Januar 2012 mit großer Mehrheit ein neues Gesetz gegen Gewalt an Frauen, das neue Strafen für die Täter, aber auch Präventionsmaßnahmen und Hilfen für die Opfer vorsieht. Es werden verschiedene Formen von Gewalt gegen Frauen als neue Straftatbestände definiert, einschließlich des Frauenmordes (Feminizid). Als Frauenmord wird ein Verbrechen definiert, wenn „ein Mann einen Mord im Rahmen ungleicher Machtverhältnisse zwischen Mann und Frau im öffentlichen oder privaten Bereich verübt“.

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