Öffentliche Beschaffung

Auf die richtigen Nachweise kommt es an

Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Nachweise bei der öffentlichen Beschaffung glaubwürdig und rechtssicher sind. Außerdem finden Sie Informationen, wie Sie diese in Ausschreibungen fordern können.

Illustration: Marco Fischer

Die Frage nach den glaubwürdigen Nachweisen für die Einhaltung von Sozialstandards ist der Dreh- und Angelpunkt einer sozial verantwortlichen Beschaffung. Die Lieferketten von Produkten sind oft komplex und intransparent. Gerade deshalb ist es zentral, dass Unternehmen nicht nur behaupten, dass sie sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen oder einen fairen Handel ihrer Produkte einsetzen. Sie müssen auch glaubwürdig und nachvollziehbar nachweisen können, dass sie effektive Maßnahmen in ihren Lieferketten ergreifen.

Derzeit geben sich leider noch viele öffentliche Vergabestellen mit bloßen Unterschriften auf vorgefertigten Formularen zufrieden, mit denen die Unternehmen z. B. die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen garantieren. Diese so genannten Eigenerklärungen geben aber keine Auskunft darüber, ob und wie Unternehmen Arbeits- und Menschenrechte umsetzen und kontrollieren.

Doch welche Nachweise sind tatsächlich glaubwürdig? Wir unterscheiden grundsätzlich folgendermaßen:

 

Glaubwürdig

 

 

Wenig glaubwürdig

 

  • Business-Initiativen, bei denen nur Unternehmen die Standards setzen
  • Verhaltenskodizes für die Lieferketten der Unternehmen (Code of Conducts)
  • Eigenerklärungen

Orientierung im Labellabyrinth?

Die Zahl der Label nimmt zu und es ist nicht einfach, den Überblick zu behalten. Wir haben daher ein System entwickelt, nach dem wir Label im Bereich Bekleidung und Lebensmittel in den Kategorien Ökologie, Soziales und Glaubwürdigkeit bewerten. Die Ergebnisse finden Sie hier oder in unseren Publikationen:

Vergaberechtsreform bringt Fortschritt für die sozial verantwortliche Beschaffung

Seit der Vergaberechtsreform auf Bundesebene ist es nach § 34 VgV rechtlich möglich, bestimmte Gütezeichen oder Initiativen wie z.B. die Fair Wear Foundation zu fordern. Wir empfehlen Ihnen aber trotzdem, die dahinterliegenden Kriterien aufzulisten, die Sie sich nachweisen lassen wollen. So ist für Unternehmen nachvollziehbar, worauf es Ihnen ankommt und welche Nachweise ggf. vergleichbar sind.

Weitere Links

Im Kompass Nachhaltigkeit können Sie recherchieren, welche Gütezeichen Sie für verschiedene Produktgruppen rechtssicher fordern können.

Porträt von Christian Wimberger

Ich bin für Ihre Fragen da:

Christian Wimberger
Referent für Bergbau, öffentliche Beschaffung, Guatemala
wimbergernoSpam@ci-romero.de
Telefon: 0251 - 674413-21

Foto: Maren Kuiter

Ich bin für Ihre Fragen da:

Tabitha Triphaus
Referentin für nachhaltige Agrarlieferketten, öffentliche Beschaffung
triphausnoSpam@ci-romero.de
Telefon: 0251 - 674413-20