Systemwandel

Konferenz für eine Welt-Wirtschaft, in der wir leben wollen

28./29. Oktober 2022 im Franz Hitze Haus, Münster

Kooperationspartner*innen: CIR, MÖWe, Eine Welt Netz NRW, Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsstudien (ZIN), Akademie Franz Hitze Haus in Münster, Institut für Kirche und Gesellschaft

Wie global gerecht gestalten wir die sozial-ökologische Transformation?

Die Welt-Wirtschaft, in der wir leben, ist ungerecht und zerstört in rasanter Geschwindigkeit unsere Lebensgrundlagen. Aktuelle Transformationspolitiken der Bundesregierung und EU mit dem Fokus auf grünes Wachstum – allen voran die Maßnahmen zur Einhaltung des 1,5 Grad Ziels – sind zwar bitter nötig, fußen aber auf alten Prinzipien: Die Über-Ausbeutung von Mensch und Natur, besonders im globalen Süden, und auf einer weltweit wachsenden Ungleichheit.

Wir möchten uns auf der Tagung der Frage widmen, wie die Transformation aussehen muss, wenn sie sozial-ökologisch und global gerecht gestaltet werden soll. Konkret: Wie können sowohl die Treibhaugasemissionen als auch die anderen planetare Grenzen eingehalten, die universalen Menschenrechte und die globale Teilhabe an Wohlstand (im Sinne von Wohlergehen) in unseren Wirtschaften in den Vordergrund gestellt werden?

Visionen des Wandels und Strategien der Transformation

Was wären die Folgen davon? Wie stark müssen wir unsere gesellschaftlich fest eingebetteten Konsummuster, Lebensgewohnheiten und Arbeitsweisen hier im globalen Norden in Frage stellen und wie sehr müssen sich Institutionen, Werte und Normen verändern?

Und wie gestaltet sich der Weg dahin? Welche Positionen und Visionen haben Aktivist*innen aus dem Globalen Süden auf die sozial ökologische Transformation und wie können sie sich stärker in die hiesigen Debatten einbringen? Welche politische Maßnahmen müsste die EU und die Bundesregierung für eine global gerechte Transformation angehen und wie müssen Aktionen und Positionen von Klimagerechtigkeits-, Eine Welt Aktivist*innen und NGOs aussehen, um einen Beitrag zu einer global gerechten Transformation zu leisten?

Kurzübersicht

Was?
Konferenz für eine Welt-Wirtschaft, in der wir leben wollen
Wann?
Freitag und Samstag, 28. und 29. Oktober 2022
Wo?
Franz Hitze Haus, Münster
Wer?
CIR, Amt für Mission, Ökumene und krichliche Weltverantwortung (MÖWe), Eine Welt Netz NRW, Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsstudien (ZIN), Akademie Franz Hitze Haus in Münster, Institut für Kirche und Gesellschaft

Tagungsprogramm

Tag 1: Aktuelle politische Konzepte der Transformation: Wieder die Suche nach der schnellen Lösung?

15:00 Uhr: Eröffnung & Begrüßung (CIR und FHH)

15:30 Uhr: Impulsvorträge

  • 15:30-16:15 Uhr: Mit grüner Marktwirtschaft die Welt retten? Gerechtigkeits-Check aktueller Transformationsprozesse (Ruth Kron (Konzeptwerk Neue Ökonomie) und Enrique Viale (hybrid), angefragt)
  • 16:15-17:00 Uhr: Grün, aber auf Kosten anderer: Menschenrechtsverletzungen und Landnahme für grünes Wachstum/ Transitions-Rohstoffe und grüne Energie (Kathrin Hartmann, Autorin und Journalistin)
  • 17:00-17:45 Uhr: Gerechter Strukturwandel statt neoliberaler Klimapläne: Die gewerkschaftliche Transformationspolitik in Nord und Süd (Jan Philipp Rohde, DGB)

18:00-19:00 Uhr: Abendessen

19:30 Uhr: Öffentliches Abendpodium

Vom Grünen Wachstum zu De-Growth? Wege zum global gerechten und ökologischen Wirtschaften

Ruth Kron, Sven Giegold (hybrid), Kathrin Hartmann, Jan Philipp Rohde. Moderation: Prof. Doris Fuchs, ZIN, Uni Münster

Tag 2: Visionen des Wandels und Strategien der Transformation

09:00 Uhr: Zusammenfassung und Rückschau auf den Vortrag

09:15 -10:00 Uhr: Perspektiven des Globalen Südens in der Transformationsdebatte (Dr. Nancy Cardoso, feministische Theologin, Aktivistin der Landlosenbewegung aus Brasilien und Luis Gonzáles, Klimarechtsaktivist von UNES, El Salvador)

10:00-11:00 Uhr: Visionen aus Lateinamerika: Das Recht der Natur und die Idee eines ökosozialen, wirtschaftlichen und interkulturellen Pakts des Südens für ein gutes Leben für alle (Enrique Viale (angefragt))

Kaffeepause

11:30-12:30 Uhr: Die Suche nach der Zukunftsökonomie: Von Suffizienz über Post-Wachstum und Gemeinwohlökonomie zur Utopie des Sozialismus (N.N.)

Mittagspause

13:30 -15:00 Uhr: Utopisches Denken als notwendige Voraussetzung für den Wandel? Es diskutieren Vertreter*innen aus Psychologie, Theologie, Wirtschaftspolitik/Philosophie und Soziologie. Mit: Stella Schaller/Reinventing Society- Zentrum für Realutopien, Dr. Nancy Cardoso, Prof. Dr. Michael Brie, Philosoph und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Rosa Luxemburg Stiftung.

15:00 -17:000 Uhr: Workshop-Phase zu Strategien der Transformation (inkl. Kaffeepause)

Workshop 1: Wandel durch Schlüsselbereiche in der Wirtschaft (CIR)

  • Agrarökologie und Rohstoffwende: Mit branchenspezifischen Konzepten zu einer gerechten und ökologischen Gesellschaft?

Workshop 2: Konsum- und Kulturwandel

  • Will ich´s oder brauch ich´s? Das Gute Leben innerhalb nachhaltiger Grenzen: Die Idee der Konsumkorridore (N.N. ZIN)

Workshop 3: Wandel durch gelebte Alternativen machen Nischen einen Unterschied und wenn ja, wie?

Workshop 4: Wirtschaftsdemokratie als Weg zur JUST TRANSITION

Workshop 5: Konzept Wirtschaftsförderung 4.0 (Eine Welt Netz NRW)

Workshop 6: Feministische Transformationspolitik: Care Arbeit & Empowerment (Institut für Kirche und Gesellschaft)

17:00-18:15 Uhr: Austausch im Plenum und Kurzstatements

  • Was nehme ich mit, was hat mich inspiriert, woran möchte ich weiterabreiten. Teilnehmende und Akteure aus den Institutionen, u.a. zur Rolle und Aufgabe der Kirchen, der Gewerkschaften, einzelner NGOs und/oder Aktivist*innen, Engagierte, etc.

18:15 Uhr: Schlusswort

  • Mit vereinten Kräften: Allianzen für eine global gerechte Wirtschafts-Transformation? Rückschau auf die Tagung und Ausblick (CIR)

18:30 Uhr: Abendessen

20:00-21:00 Uhr: Improtheater und gemeinsamer Ausklang

Porträt von Johanna Fincke

Ich bin für Ihre Fragen da:

Johanna Fincke
Bereichsleitung Inland/Kampagnen
finckenoSpam@ci-romero.de
Telefon: 0251 – 674413-19