Modeunternehmen

H&M

Krieg die Kurve, H&M!

…denn versprochen ist versprochen!

8. Mai 2018

Update

Am 8. Mai 2018 fand in Stockholm die Aktionärsversammlung von H&M statt.

Eine gute Gelegenheit, den Fast Fashion Konzern an sein Versprechen von 2013 zu erinnern: 850.000 Beschäftigte sollen bis Ende dieses Jahres einen „Fair Living Wage“ bekommen.

Clean-Clothes-Campaign-Aktivist*innen aus Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz sind nach Stockholm gefahren, weil es höchste Zeit für H&M ist, in Bezug auf menschenwürdige Löhne konkret zu werden.

Schon am Tag der Hauptversammlung waren über die Online Petition auf turnaroundhm.org mehr als 75.000 Unterschriften zusammen gekommen. Es werden ständig mehr!

campaigners-hv-Hm-2018-banner

Schließen Sie sich dieser Forderung an!

Petition: H&M, halte dein Versprechen!

H&M an sein Versprechen erinnern!

Eines müssen wir H&M lassen: Der schwedische Modekonzern hat den Trend hin zum ökologischen Gewissen seiner Kund*innen erkannt. Auf einem bauchfreien weißen T-Shirt einer Schaufensterpuppe steht:

„There is no planet B“

(Es gibt keinen Planeten B)

Doch die Botschaft ist irreführend. Denn das System der schnellen Mode von H&M sowie von Primark & Co trägt maßgeblich zur Zerstörung des Planeten bei. Auch dieses T-Shirt wird vermutlich in ein paar Wochen schon wieder out sein und zigtausend-fach auf riesigen Müllbergen landen. Dann wird es bei H&M schon wieder etwas Neues geben.
Um diesen schnellen Wechsel der Kollektionen leisten zu können, müssen am anderen Ende der Lieferkette Arbeiter*innen für ihren Hungerlohn immer noch schneller arbeiten:

„Wir essen nicht genug und arbeiten sehr hart, um das Produktionssoll zu erfüllen. Wir machen auch keine Pause, um aufs Klo zu gehen.“


Das erzählt Pheareak aus Kambodscha. Sie näht in einer Zulieferfabrik von H&M. Was ihr und ihren hunderttausenden Kolleg*innen auf der Welt helfen würde, wäre ein Lohn, von dem sie Essen, Wohnung, Kleidung und Schulbildung für die Kinder bezahlen können. 2013 hat H&M versprochen, dass die Arbeiter*innen ab 2018 diesen Existenzlohn bekommen sollen und dafür viel Lob geerntet. Doch im diesjährigen Nachhaltigkeitsbericht steht nichts mehr davon – nur noch viele schöne, leere Worte.

Wenn H&M dieses Versprechen nicht bis Ende des Jahres erfüllt, betrügt der Modekonzern nicht nur die Arbeiter*innen, sondern auch seine Kund*innen!

Deshalb fordern wir als Mitglied der internationalen Kampagne für Saubere Kleidung H&M auf, nicht nur seine Werbebotschaften, sondern auch seine Geschäftspraxis zu ändern, sodass Näher*innen endlich einen Existenzlohn erhalten!

Foto: Maren Kuiter

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Porträt von Maik Pflaum

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Maik Pflaum
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