Aldi

Der Albrecht Discount

Wir wollen nicht nur billig! Wir wollen auch fair!

Der Name Aldi ist eine Abkürzung und steht für Albrecht-Discount. Dieser setzt sich aus den beiden relativ selbständig operierenden Unternehmensteilen Aldi Nord (Essen) und Aldi Süd (Mülheim/Ruhr) zusammen. Die Aldi-Gruppe ist im Besitz der Gründerfamilie Albrecht (Karl Albrecht - Aldi Süd und bis zum seinem Tod 2010 Theodor Albrecht - Aldi Nord). Durch die Aufteilung der Aldi-Gruppe in rechtlich selbständige Untergesellschaften entzieht sich Aldi weitgehend einer Veröffentlichung von zentralen Geschäftsdaten und gewerkschaftlichen Kontrolle. Aldi gilt nicht als Konzern und ist deshalb nicht zur Veröffentlichung einer Konzernbilanz verpflichtet. 

Aldi wird von Herstellern und Handelsunternehmen beliefert und besitzt keine eigenen Produktionsstätten.

Prinzip Aldi

Das von den beiden Aldi-Brüdern 1960 entwickelte Discountkonzept sah ein begrenztes Kernsortiment von schmucklos präsentierten Waren, eine relativ kleine Verkaufsfläche, eine Ansiedlung in Stadtzentren, einen geringen Personalaufwand und Service bei hohem Arbeitsdruck der Beschäftigten sowie eine fast ausschließliche Verwendung von Eigenmarken vor. Dieses Konzept garantierte eine hohe Durchlaufgeschwindigkeit der Produkte. Der Personalkostenanteil am Umsatz  betrug nur 6,7% – in Supermärkten dagegen z.B. 14,4%.

Aufgrund der in den letzten Jahrzehnten stark gestiegenen Konkurrenz im Lebensmitteleinzelhandel und unter Discountern hat Aldi das Discountkonzept fortentwickelt. Zu den Neuerungen gehören ein breiteres Sortiment, ein höherer Anteil an Markenprodukten und an Lockangeboten (Aktionswaren), mehr verzehrfertige Waren und die Einführung des Verkaufs über Internet.

Beschaffung und Einkaufspraktiken

Über seine Beschaffungswege und Einkaufspraktiken hüllt sich das Unternehmen wie auch seine Geschäftspartner in Schweigen. Aldi beschafft seine Textilien größtenteils aus China und Bangladesch, aber auch aus der Türkei und Indonesien. Die Kampagne für Saubere Kleidung hat massive Arbeitsrechtsverletzungen in Zulieferbetrieben von Aldi nachgewiesen, wie z.B. eine monatelange Zurückhaltung von Löhnen, Kautionszahlungen von Beschäftigten für Fabrikjobs, sexuelle Belästigungen u.a. Bis heute kann nur vermutet werden, dass diese Praktiken eine Folge der enormen Einkaufsmacht von Aldi sowie der erklärten Politik des Drucks bei Personalkosten sind – Einzelheiten der Preisgestaltung und Lieferzeitpolitik sind nicht bekannt. 

Soziale Unternehmensverantwortung?

Nach seiner bisherigen Abschottungspolitik wurde Aldi Anfang 2008 Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI) .

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