Beschaffung

Lebensmittelbeschaffung

Mehr als nur Kaffee und Tee

Die Bürgermeister*in serviert Ihren Gästen Kaffee und Tee, kommunale Einrichtungen betreiben oder verpachten Kantinen, das Schulessen wird subventioniert. Doch noch zu selten landen dabei fair zertifizierte Produkte in der Tasse oder auf dem Teller.
Lebensmittel werden von kommunalen Einrichtungen direkt meist nur in geringen Mengen eingekauft, so dass sie häufig im Verfahren der freihändigen Vergabe ohne eine öffentliche Ausschreibung beschafft werden können. Sie werden häufig auch dezentral von den jeweils zuständigen Mitarbeitenden eingekauft. Dies zeigt, wie wichtig es ist, dass nicht nur zentrale Beschaffungsstellen über einen Beschluss zur öko-sozialen Beschaffung informiert sind, sondern alle Mitarbeitenden der kommunalen Einrichtungen.
Doch auch bei größeren Vergaben, wie die Ausschreibung der Schulverpflegung oder der Vergabe einer Kantine bietet sich die Möglichkeit mit der Forderung der Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen und einem verlässlichen Nachweis, wie der FLO-Zertifizierung, den Anteil an sozial verantwortlich produzierten Lebensmitteln in kommunalen Einrichtungen zu steigern.
Vor einem eintönigen Angebot muss sich dabei niemand fürchten. Die Produktvielfalt von fair produzierten Produkten geht mittlerweile weit über den klassischen Kaffee hinaus. Auch Tee, Orangensaft, Kekse, Schokolade, Bananen und weitere Südfrüchte, Reis, Honig und vieles mehr gibt es fair gehandelt. Viele dieser Lebensmittel werden zudem auch mit bio-Zertifizierung angeboten.
Durch den Kauf fair zertifizierter Produkte unterstützen Kommunen gerechtere Arbeitsbedingungen, partnerschaftliche Handelsbeziehungen und die Entwicklung von Zukunftsperspektiven für die Produzent*innen. Darüber hinaus beinhaltet der Faire Handel strenge Sozial- und Umweltstandards.

Illustration: Marco Fischer; Abbildung angelehnt an: Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V. 2018 , S. 19.

Titelblatt der Studie "Blick über den Tellerrand - sozial verantwortliche Beschaffung von Lebensmitteln" mit Silhouette von Berlin, dem Slogan "Berlin handel! Fair! sowie Orangensaft und Kaffee

Berlin handel! Fair!

Hintergrundinformationen zur neuen CIR Studie “Blick über den Tellerrand – Sozial verantwortliche Beschaffung von Lebensmitteln”

Die Verantwortung des Großhandels – CSR-Initiativen im Überblick

Immer häufiger versorgen sich Menschen in Deutschland außer Haus. Ob das Catering bei einer Veranstaltung, ein schneller Snack im Café oder mittags in der Schulkantine, dies alles fließt in den sogenannten Außer-Haus-Markt ein. Laut Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie ist dies der zweitwichtigste Absatzkanal für die Lebensmittelbranche nach dem Lebensmitteleinzelhandel.
Bevor das Essen dort auf den Tellern landet, steht es im Großhandel im Regal. Hier kaufen Kantinen, Cafés und Cateringunternehmen als Großabnehmer ihre Lebens­mittel zu meist günstigen Konditionen ein. Diese Unternehmen hat die CIR dazu befragt, wie sie die Einhaltung von Arbeitsrechten und Umweltstandards in ihren Lieferketten garantieren, welche Maßnahmen sie dafür ergriffen haben und inwiefern sie dies glaubwürdig nachweisen können.
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Foto: Maren Kuiter

Ich bin für Ihre Fragen da:

Tabitha Triphaus
Referentin für Beschaffung, fairen Handel
triphausnoSpam@ci-romero.de
Telefon: 0251 - 674413-20

dreigeteiltes Logo "Engagement Global" mit ihrer "Servicestelle Kommunen in der Einen Welt" mit Mitteln des "Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung"

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der SKEW und Engagement Global mit Mitteln des BMZ ermöglicht. Für den Inhalt ist allein die CIR verantwortlich; der Inhalt kann in keiner Weise als Standpunkt der Zuwendungsgeber angesehen werden.