Kaffee

Den Konzernen fehlt der Wille

Jede Person in Deutschland trinkt im Schnitt einen halben Liter Kaffee am Tag. Viele wissen um die schwierige Situation der Menschen, die zum Beispiel in Honduras auf Kaffeeplantagen arbeiten – und viele sind bereit, für nachhaltigen Kaffee mehr zu bezahlen. Allein: die Röster und Händler spielen nicht mit.

Geröstete Kaffeebohnen
Foto: pixabay.com

Grafische Darstellung der Kaffeelieferkette von der Plantage bis zur Konsument*in
Grafik: Marco Fischer

Jede Person in Deutschland trinkt im Schnitt einen halben Liter Kaffee am Tag. Das sind 162 Liter im Jahr – Tendenz steigend. Aber nicht nur in Deutschland, auch weltweit steigt die Nachfrage nach Kaffee und damit die Produktion. So wurde im Erntejahr 2016/2017 auf einer Fläche von insgesamt 11 Millionen Hektar die Rekordmenge von 159 Millionen Sack (à 60 Kilogramm) angebaut.

Trotz dieses Rekords kommen aus den Kaffee produzierenden Ländern beunruhigende Nachrichten: 2018 lag der Erzeuger-Preis auf einem Fünf-Jahres-Durchschnittstief; für nachhaltige Kaffees wird ein Nachfragerückgang beklagt. Dies, obwohl sich die großen Kaffeeunternehmen zu Beginn des Jahrzehnts in gemeinsamen Initiativen auf die Steigerung von nachhaltigen Kaffees mit konkreten Zielen geeinigt hatten. Jetzt ziehen die großen Unternehmen ihre Anstrengungen aus gemeinsamen Initiativen wieder zurück. Initiativen wie die Global Coffee Platform, Fairtrade oder Rainforest Alliance fordern von den Unternehmen mehr Aufkäufe von nachhaltigen Kaffees. Es braucht eine gemeinsame Bewegung der Röster und Händler, mehr in die soziale und ökologische Nachhaltigkeit von Kaffee zu investieren.

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