Kleidung

Saubere Kleidung –
Was kann ich tun?

Es gibt viele Möglichkeiten sich als Verbraucher*in für bessere Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsproduktion einzusetzen, hier haben wir 20 Tipps für Sie gesammelt.

Frau mit zwei Tüten beim Einkaufen
Foto: Will Baxter / Franz Pfluegl, Collage: Horst Müller

Was kann ich tun?

Bewusst und informiert kaufen
  • Beginnen Sie Ihren Einkauf bei Unternehmen, die sich zur Bezahlung eines existenzsichernden Lohnes
    verpflichten und ein ernsthaftes Engagement für bessere Arbeitsbedingungen in der ganzen
    Lieferkette zeigen. Eine Liste der Marken, die bei der Fair Wear Foundation Mitglied sind, finden Sie
    hier: www.fairwear.org. Eine Liste für Grüne Mode findet sich im Internet unter: www.gruenemode.org
  • Entscheiden Sie bewusst, wie oft Sie einkaufen und was Sie wirklich brauchen. Lassen Sie sich nicht
    von kurzlebigen Mode-Trends lenken. Eine Einkaufsliste, die Sie ein- bis zweimal im Jahr nach einem
    Blick in den Kleiderschrank machen, kann eine gute Hilfe sein.
  • Verzichten Sie auf billige Schnäppchen – Ausverkaufswaren sind keineswegs immer Ladenhüter,
    sondern werden in vielen Fällen extra für den „Sale“ produziert.
  • Bevorzugen Sie bei Baumwollprodukten Kleider und Textilien aus biologisch angebauter und/oder
    fair gehandelter Baumwolle. Hier helfen das GOTS und das Fairtrade Certified Cotton-Siegel.
  • Lassen Sie sich nicht von Siegeln verwirren: Bis heute gibt es kein Siegel, das faire Arbeitsbedingungen
    und existenzsichernde Löhne garantieren kann. Siegel machen vor allem Aussagen zum verwendeten
    Rohstoff (z.B. Biobaumwolle), zur Schadstofffreiheit (z.B. Ökotex 100) oder zu Umweltfragen
    (z.B. EU Ecolabel). Immer gilt, dass Siegel, die von unabhängigen Stellen überprüft werden,
    glaubwürdiger sind als firmeneigene oder selbst kreierte “Siegel“. Orientierung im Label-Dschungel
    gibt es unter Siegel von A-Z.

Aktiv werden
  • Teilen Sie der Marke oder dem Geschäft nach dem Einkauf mit, dass Ihnen existenzsichernde Löhne
    wichtig sind. Schicken Sie der Firma den Kassenbon per Post, zusammen mit einer vorbereiteten
    Nachricht zu. Einfach downloaden unter www.ci-romero.de/poster_strichundfaden/, ausdrucken,
    unterschreiben, Adresse recherchieren und per Post verschicken!
  • Teilen Sie Ihr Wissen und Ihre Erfahrung. Erzählen Sie Ihren Freund*innen, Ihrer Familie und am Arbeitsplatz,
    wie die harte Realität in der Herstellung von Bekleidung aussieht.
  • Sensibilisieren Sie die Menschen in Ihrem Umfeld für die Anliegen und Forderungen der Kampagne
    für Saubere Kleidung (www.saubere-kleidung.de und www.ci-romero.de/ccc) und beteiligen Sie
    sich an Eilaktionen und Kampagnen.
  • Fragen Sie im Laden nach den Produktionsbedingungen und sagen Sie, wie wichtig Ihnen diese sind.
    Informieren Sie sich auch auf anderen Wegen über Produktionsbedingungen und etwaiges öko-soziales
    Engagement der Firmen.
  • Mehr Individualität liegt außerhalb der Fußgängerzone: Stöbern Sie in Secondhand-Shops, nehmen
    Sie die Nähmaschine zur Hand oder stricken Sie, wenn Sie daran Freude haben
  • Organisieren Sie in Ihrer Stadt oder in Ihrem Freundeskreis eine Kleidertauschbörse und erneuern Sie
    damit Ihre Garderobe auf unkonventionelle und ressourcenschonende Weise.
  • Bringen Sie die Themen der Kampagne für Saubere Kleidung in den Schulunterricht und bei Weiterbildungen
    ein. Bildungsmaterialien gibt es unter: www.ci-romero.de/material-publikationen.
  • Laden Sie eine/n ReferentIn der Christlichen Initiative Romero für einen Vortrag in Ihre Eine-Welt-
    Gruppe oder Gemeinde ein.

Sorgsam tragen
  • Tragen Sie Ihre Kleider lange – Textilien sind keine Wegwerfwaren. Auch im billigsten T-Shirt stecken
    natürliche Ressourcen und harte Arbeit.
  • Waschen Sie ihre Kleider schonend und bei niedriger Temperatur. In die Waschmaschine nach einmaligem
    Tragen? Muss nicht sein – manchmal hilft auch schon auslüften
  • Verzichten Sie auf den Trockner, der Umwelt und den Kleidern zuliebe.

Arbeitsrechtsorganisationen unterstützen
  • Der Maquila-Solidaritätsfonds der Christlichen Initiative Romero unterstützt Näher*innen und Organisationen,
    die sich für die Einhaltung ihrer Rechte stark machen. Zum Beispiel bei der Überbrückung
    des Lohnausfalls bei Streiks, bei Entlassungen oder für Anwalts- und Gerichtskosten.

Sich politisch engagieren
  • Unterzeichnen Sie Petitionen, die bessere Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsproduktion in den
    Ländern des Südens zum Ziel haben. Aktuelle Petitionen finden Sie hier.
  • Fordern Sie Transparenz über die Einkaufspraxis (generell und zum Beispiel von Berufsbekleidung)
    in Ihrer eigenen Stadt und/oder Gemeinde.
  • Setzen Sie sich dafür ein, dass in Ihrer Gemeinde sozial- und umweltverträglich beschafft wird, z.B.
    indem die Gemeinde eine Beschaffungspolitik verabschiedet, die soziale (ILO-Kernarbeitsnormen,
    Arbeitszeitbeschränkung und Existenzlohn), ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit fördert.

Zu guter letzt:

Ein rigider Konsumverzicht oder Boykott hilft den Arbeiter*innen in den Fabriken nicht! Viel besser ist es, bewusst zu konsumieren und den Firmen immer wieder mitzuteilen, was man sich wünscht: Kleidung, die Freude macht, ohne Ausbeutung.

Alle Tipps zum herunterladen/bestellen:

Ansprechpartnerin_Miriam_Instenberg

Ich bin für Ihre Fragen da:

Miriam Instenberg
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
instenbergnoSpam@ci-romero.de
Telefon: 0251 - 674413-13

Porträt von Maik Pflaum

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Maik Pflaum
Bereichsleitung Ausland, Referent für El Salvador, Kleidung, Spielzeug
pflaumnoSpam@ci-romero.de
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